„Wusstest du, dass nicht das Fahrzeug Stress macht, sondern der schlechte Prozess?“

Themen, die wirklich wehtun / BBM-Konferenz machte sichtbar, wie klare Regeln, digitale Dokumentation und bessere Kostenkontrolle Fuhrparkmanager:innen spürbar entlasten

„Wusstest du, dass nicht das Fahrzeug Stress macht, sondern der schlechte Prozess?“

Mannheim/Göttingen, im Juni 2026. Mobilitätsverantwortliche aus ganz Deutschland kamen Ende Juni 2026 nach Göttingen zur Expertenkonferenz Fuhrparkmanagement des Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM). In der traditionsreichen Universitätsstadt, die für Wissenschaft, Exzellenz und zahlreiche Nobelpreisträger steht, ging es zwei Tage lang um eine sehr praktische Frage: Wie lassen sich Fuhrparks und betriebliche Mobilität angesichts steigender Kosten, neuer rechtlicher Anforderungen, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und wachsender Komplexität zukunftsfähig steuern?

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Unter dem Motto „Göttinger Nobelpreiswunder trifft Fuhrpark-Wahnsinn“ bot die Konferenz eine Plattform für fachlichen Austausch, konkrete Praxisbeispiele und aktuelle Impulse für das operative und strategische Fuhrparkmanagement. Im Mittelpunkt stand nicht die Theorie, sondern die direkte Übertragbarkeit in den Unternehmensalltag: Was muss anders organisiert werden? Wo entstehen Kosten, die häufig zu spät erkannt werden? Welche Prozesse lassen sich digitalisieren? Und welche Verantwortung tragen Fuhrpark- und Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen über die reine Fahrzeugverwaltung hinaus?

Orientierung, Aha-Momente und Umsetzungswissen

Die Teilnehmenden interessierten sich vor allem für die Themen, die Fuhrparkverantwortlichen derzeit unter den Nägeln brennen: Unter anderem Rechtssicherheit, Kostenkontrolle und die praktische Umsetzung der Elektromobilität.

Beim Thema Rechtssicherheit ging es um Führerscheinkontrolle, Halterpflichten und klare Zuständigkeiten im Unternehmen. Die Impulse von den Experten zeigten, wie schnell fehlende Dokumentation oder unklare Prozesse zu Haftungsrisiken führen können – und wie sich diese mit einfachen, strukturierten Maßnahmen vermeiden lassen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Kostenkontrolle und steuerlichen Fragen. Diskutiert wurden typische Fallstricke rund um Bruttolistenpreis, 1-Prozent-Regelung sowie die Unterschiede zwischen Auto-Abo und Leasing. Ziel war es, mehr Transparenz in die tatsächlichen Fuhrparkkosten zu bringen und Fehlentscheidungen frühzeitig zu vermeiden.

Und beim Thema Elektromobilität stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Es ging um die Frage, wann Ladeinfrastruktur wirtschaftlich ist und welche Lade- und Nutzungsmodelle sich im Alltag bewähren. Deutlich wurde: Viele Konzepte funktionieren nur dann, wenn sie konsequent auf die betrieblichen Abläufe abgestimmt sind.

Themen für das Fuhrparkmanagement von morgen

„Rechtssicherheit schaffen, Daten verstehen, Nachhaltigkeit ermöglichen und zugleich die Mobilität der Mitarbeitenden im Blick behalten – die Referenten haben gezeigt, wie das funktionieren kann“, sagt Dieter Grün, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BBM. „Unser Anspruch als Verband ist es, die Verantwortlichen in den Unternehmen mit dieser Komplexität nicht allein zu lassen. Wir geben Orientierung, vermitteln Wissen und schaffen den Austausch, den es braucht, um gute Entscheidungen treffen zu können.“

„Als Ergebnis der Konferenz wurde auch klarer: Professionelles Fuhrparkmanagement beginnt dort, wo man nicht nur Fahrzeuge organisiert, sondern Risiken, Kosten und Prozesse im Griff hat. Genau diesen Praxisnutzen nehmen die Teilnehmenden mit zurück in ihre Unternehmen“, ergänzt Can Baltaci, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BBM und selbst für das Flottenmanagement seines Arbeitgebers verantwortlich. Gerade dieser Austausch erwies sich erneut als besonderer Mehrwert der Konferenz.

Die Teilnehmenden konnten nicht nur Fachvorträge verfolgen, in Workshops aktiv werden, sondern Erfahrungen aus unterschiedlichen Unternehmensrealitäten miteinander vergleichen. Ob Großflotte, kommunaler Fuhrpark, Energieversorger, Dienstleister oder mittelständisches Unternehmen: Viele Herausforderungen ähneln sich, doch die passenden Lösungen hängen stark von Struktur, Strategie, Ressourcen und Unternehmenskultur ab.

Wer Mobilität professionell organisiert, kann Kosten senken, Prozesse verbessern, Mitarbeitende entlasten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens leisten. „Die besten Lösungen entstehen oft dort, wo Fachwissen und Erfahrung zusammenkommen“, so Dieter Grün. „Die Expertenkonferenz schafft genau diesen Raum: für Wissen, Diskussion, kritische Fragen und konkrete Impulse, die am nächsten Tag im Unternehmen weiterwirken.“

Der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) ist das größte Netzwerk für nachhaltige betriebliche Mitarbeitermobilität in Deutschland. Seit seiner Gründung im Oktober 2010 als Bundesverband Fuhrparkmanagement bündelt der BBM die Expertise für Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement. Er setzt sich aktiv für die Belange seiner rund 650 Mitglieder ein und gestaltet die Zukunft der betrieblichen Mobilität mit.

Als Mitbegründer und Mitglied der FMFE Fleet and Mobility Management Federation Europe ist er auch auf europäischer Ebene stark vernetzt.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Can Baltaci (stv. Vorsitzender, Fleet-Management Eppendorf Group SE & Co. KG), Heinrich Coenen (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter
Berliner Verkehrsbetriebe BVG), Dieter Grün (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Axel Schäfer
(Geschäftsführer und Vorstandsmitglied). Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • BBM (Wikipedia)
    BBM steht für: BBM (Band), kurzlebige britische Supergroup BBM (Künstlergruppe), Künstlergruppe (Beobachter der Bediener von Maschinen) Carrozzeria BBM, ein ehemaliger italienischer Hersteller von Automobilkarosserien (1963–1966) Bikini Bottom Mafia, Label und Modemarke des Deutschrappers Sun Diego Blackberry Messenger, ein früheres Instant-Messaging System für Blackberry Mobiltelefone BlackBerry Messenger Enterprise, ein 2019 eingeführter Instant Messenger von BlackBerry Bucket Brigade Memory, siehe Eimerkettenspeicher Battambang Airport (IATA-Code), Flughafen von Battambang, Kambodscha bbm steht für: Babango (ISO-639-3-Code), Bantusprache in der Demokratischen Republik Kongo Siehe auch: Kosak BBM Müller-BBM
  • Fuhrpark (Wikipedia)
    Fuhrpark (oder Wagenpark; umgangssprachlich auch Flotte; englisch fleet) ist die Sachgesamtheit der Fahrzeuge und Wagen von Organisationen wie Unternehmen, Behörden, Zirkussen oder militärischen Einheiten.
  • mobilität (Wikipedia)
    Die räumliche Mobilität oder territoriale Mobilität beschreibt die Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum. Räumliche Mobilität ist somit Mobilität im engeren Wortsinne. Um die Bezeichnung von metaphorischen Bezeichnungen wie z. B. soziale Mobilität abzugrenzen, haben sich die Bezeichnungen räumliche oder territoriale Mobilität durchgesetzt. Zur Mobilität gehört die Möglichkeit und Bereitschaft zur Bewegung. Im engeren Sinne ist sie als Anzahl aller außerhäuslichen Aktivitäten im Personenverkehr oder Beförderungen von Gütern zwischen Marktteilnehmern zu verstehen. Im Verkehr zeigt sich die realisierte Mobilität. Beide Begriffe lassen sich nicht gleichsetzen, da Mobilität die individuellen Motive und Hintergründe stärker betont. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung behandeln entsprechend unterschiedliche Aspekte des Verkehrslebens. Den Zusammenhang zwischen der Möglichkeit zur Ortsveränderung (Mobilität) einerseits und der Verteilung von Gelegenheiten und Zielen im Raum andererseits beschreibt der Begriff der Erreichbarkeit (Verkehr). Bei gleicher individueller Mobilität sind z. B. in städtischem Kontext mehr Ziele in gegebener Zeit erreichbar als im ländlichen Raum. Räumliche Mobilität kann in eine residenzielle Mobilität und eine zirkuläre Mobilität unterteilt werden. Zirkuläre Mobilität beinhaltet die Rückkehr an den Ausgangspunkt, üblicherweise den Wohnstandort. Residenzielle Mobilität beschreibt hingegen die dauerhafte Veränderung des Wohnstandorts. Umzüge innerhalb eines Gebietes zählen ebenso zur residenziellen Mobilität wie multilokale Lebensweisen und die Migration zwischen Nationen. Zur zirkulären Mobilität gehören der Tourismus und die Alltagswege.
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