Moderne Narbenpflege: von Silikon bis Sonnenschutz
Stuttgart – Eine kleine Schnittverletzung, eine Operation oder ein Unfall: Wo die Haut verletzt wird, bleibt oft eine Narbe zurück. Wie sichtbar sie langfristig ist, hängt entscheidend auch von der richtigen Pflege ab – und vom richtigen Zeitpunkt. „Narben sind Teil des natürlichen Heilungsprozesses. Mit moderner Narbenpflege lässt sich ihr Erscheinungsbild jedoch deutlich verbessern“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte und Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg. „Wichtig ist, frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen zu beginnen. Die Wunde muss in Ruhe heilen dürfen. Sie soll sich also weder durch mechanische Reize noch durch Erreger entzünden. Wenn der Schorf, der die offene Stelle abdeckt, weich bleibt, bilden sich auch seltener und kleinere Narben. Erst, wenn die Wunde vollständig geschlossen ist, kommen Narbengels, -öle, -cremes oder Narbenpflaster zum Einsatz.“
Bewährt haben sich vor allem silikonhaltige Produkte, etwa Gele oder Pflaster. Sie halten die Narbe elastisch, sorgen für genügend Feuchtigkeit in der Haut und können Rötungen sowie Verhärtungen reduzieren. „Silikonprodukte gelten heute als Goldstandard in der Narbenbehandlung“, so Habighorst-Klemm. „Sie sind gut verträglich und sowohl für frische als auch für ältere Narben geeignet.“ Auch rückfettende Pflegeprodukte und Öle wie beispielsweise Johanniskraut-Öl, unterstützen die Hautregeneration. Ergänzend kann eine regelmäßige Narbenmassage helfen, das gerötete, verhärtete Gewebe geschmeidig zu halten und Spannungsgefühle zu lindern. Dazu eignen sich weiche Zahnbürsten oder Narbenroller sehr gut, auch um die Wirkstoffe tief in die Haut zu reiben und diese weicher zu machen.
Entscheidend ist Geduld: Die Entwicklung einer Narbe dauert Monate, manchmal sogar bis zu zwei Jahre. „Viele Menschen unterschätzen, wie lange eine Narbe braucht, um flacher und unauffälliger zu werden“, betont die Apothekerin.
Ein oft unterschätzter Faktor ist der Schutz vernarbter Haut auch vor UV-Strahlung. Frische Narben reagieren besonders empfindlich auf Sonne und können sich dauerhaft dunkler verfärben. „Ein hoher Sonnenschutz oder das konsequente Abdecken der Narbe ist mindestens im ersten Jahr sehr wichtig“, sagt Habighorst-Klemm. „Das gilt nicht nur im Sommerurlaub, sondern auch im Alltag.“
Welche Narbenpflege im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Größe, Lage und Alter der Narbe sowie vom Hauttyp ab. Apotheken können hier ganz individuell beraten. „Wir helfen Patientinnen und Patienten dabei, die passende Pflege auszuwählen und typische Fehler zu vermeiden“, so Habighorst-Klemm. „Denn gut gepflegte Narben sind oft deutlich weniger sichtbar.“
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.100 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.
Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de
Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77

http://www.apotheker.de
- Apotheke (Wikipedia)
Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug. - Arzneimittel (Wikipedia)
Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe, arzātīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Medizin, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet. - Haut (Wikipedia)
Die Haut (altgriechisch δέρμα dérma, lateinisch Cutis; eingedeutscht und fachsprachlich auch Kutis und Derma) ist funktionell das vielseitigste Organ eines menschlichen oder tierischen Organismus. Als äußere Körperhülle wird die Haut mitsamt ihren Sonderbildungen und Drüsen auch Körperdecke oder Integument (lateinisch Integumentum commune) genannt. Sie dient als Hüllorgan der Abgrenzung von Innen und Außen, dem Schutz vor Umwelteinflüssen und der Wahrung einer Homöostase (inneres Gleichgewicht). Des Weiteren übernimmt die Haut wesentliche Funktionen im Bereich des Stoffwechsels, der Wärmeregulation und der Immunantwort; sie verfügt über vielfältige Anpassungs- und Abwehrmechanismen. Darüber hinaus stellt die Haut das flächenmäßig größte Organ sinnlicher Wahrnehmung dar, das der Oberflächensensibilität. Zu den Mechanorezeptoren der Haut gehören zahlreiche verschiedene Sinneszellen für Berührung, Druck oder Vibration als Qualitäten des Tastsinnes. Thermorezeptoren vermitteln Empfindungen von Wärme oder von Kälte, Nozizeptoren die Empfindung von Schmerzen. Hautkontakte im Körperkontakt sind nicht nur für junge Säugetiere lebenswichtig und tragen tatsächliche soziale Bindungen. Daneben können Blässe oder Rötung und Schwellung bestimmter Hautpartien durch veränderte Hautdurchblutung in der innerartlichen Kommunikation besondere Signale darstellen. Davon zu unterscheiden sind beim Menschen willkürlich hervorgebrachte Hautveränderungen unterschiedlicher Art; sie können als Zeichen sozialer Zugehörigkeit oder Abgrenzung eingesetzt werden und einer Selbstdarstellung dienen. Die Haut wird damit zu einer repräsentativ gestalteten Oberfläche für eigene oder fremde Blicke. Von der Haut ausgehende Erkrankungen oder auf die Haut bezogene Symptome bezeichnet man als dermatogen. - hautkrebs (Wikipedia)
Hautkrebs ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen (Krebs) der Haut. Umgangssprachlich wird bei „Hautkrebs“ häufig zwischen „weißem Hautkrebs“ und „schwarzem Hautkrebs“ unterschieden. Medizinisch werden die einzelnen Hautkrebsformen dagegen entsprechend der Herkunft des entarteten Zelltyps unterschieden. - Narben (Wikipedia)
Narbe steht für: Narbe (Wundheilung), Ersatzgewebe als Endzustand der Wundheilung Narbe (Botanik), Teil des Stempels bei Blütenpflanzen Narbe als Körperschmuck, siehe Skarifizierung Narbe (fachsprachlich der Narben), die Haarseite bei Leder Grasnarbe, Bedeckung des Bodens Die Narbe steht für: Die Narbe (1976), polnischer Film von Krzysztof Kieślowski The Scar, deutsch Die Narbe und Leviathan (2. Teil), Roman von China Miéville (2001) Siehe auch: - Sonnenschutz (Wikipedia)
Sonnenschutz bezeichnet den Schutz von Personen, Tieren, empfindlichen Gegenständen und Räumen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und deren unerwünschten Nebenwirkungen wie Sonnenbrand auf der menschlichen Haut und die Entstehung von Hautkrebs. In diesem Artikel wird der Schutz des menschlichen Körpers und insbesondere der menschlichen Haut behandelt. Eine angemessene Sonnendosis ist für die Bildung von Vitamin D3 im Körper erforderlich. Sonnenlicht wirkt depressionslösend und unterstützt die Selbstheilung der Haut. In den Empfehlungen der Fachgesellschaften wird jedoch zum Schutz vor übermäßiger UV-Exposition durch Sonnenlicht ein textiler Lichtschutz durch lange Kleidung und eine Kopfbedeckung empfohlen. Sonnenschutzpräparate werden als ergänzende Maßnahme angeraten, die jedoch rechtzeitig aufgetragen werden müssen und bei Wasserkontakt wasserfest sein sollten. Die Deutsche Krebshilfe und internationale Gesundheitsexperten halten ausreichenden Sonnenschutz für zwingend, um Hautkrebs zu stoppen und zu vermeiden. Dies sei angesichts von derzeit jährlich 234.000 Hautkrebs-Neuerkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland unabdingbar. Die Zahl der diagnostizierten Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich damit in den letzten zehn Jahren (vor 2013) verdoppelt. Die Neuerkrankungen verteilen sich auf Basalzellkarzinom 137.000, Plattenepithelkarzinom 70.000 und schwarzen Hautkrebs mit rund 28.000 Menschen. Der international normierte UV-Index (UVI) ist ein Maß für die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke. Er dient der Beurteilung der gesundheitlichen Gefährdung und ist mit Schutzempfehlungen verbunden. - Verletzung (Wikipedia)
Verletzung steht für: medizinisch eine Wunde oder andere Schädigung durch Gewalteinwirkungen, siehe Trauma (Medizin) medizinisch ein konkretes Symptom einer Gewalteinwirkung, Läsion rechtlich Handlungen gegen die körperliche Integrität einer Person, siehe Körperverletzungsdelikt eine Verwundung der seelisch-psychischen Integrität, siehe Kränkung die Beschädigung eines Gegenstandes, siehe Sachschaden der mehr oder weniger schwerwiegende Bruch eines Übereinkommens oder Vertrags, siehe Vertragsverletzung die Verletzung des Strafrechts durch den Delinquenten Siehe auch: Verletzter Verletzbarkeit Körperverletzung Trauma Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Verletzung beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Verletzung enthält