In Podcastfolge 3233 von „Ergebnisorientiert“ spricht Ernst Crameri darüber, warum sich Beziehungsmuster wiederholen und weshalb Klarheit über die eigenen Wünsche entscheidend ist.

Warum suchst du dir immer wieder den falschen Partner aus?

Ernst Crameri, Unternehmer, Coach und Autor des Podcasts „Ergebnisorientiert“

Immer wieder der gleiche Typ Mensch, ähnliche Probleme, dieselben Enttäuschungen. Viele Menschen sagen irgendwann: „Ich habe einfach immer Pech mit Männern“ oder „Ich habe immer Pech mit Frauen.“ Ernst Crameri stellt in Podcastfolge 3233 von „Ergebnisorientiert“ genau diese Haltung infrage.

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Seine zentrale Frage lautet: Ist es wirklich Pech oder wiederholt sich immer wieder dasselbe Muster? Crameri spricht darüber, dass Menschen oft unbewusst ähnliche Partner auswählen, ähnliche Verhaltensweisen akzeptieren und dieselben Warnzeichen übersehen.

Andere Person, aber am Ende wieder die gleiche Enttäuschung. Wer daran nichts verändert, landet schnell wieder in einer vergleichbaren Situation. Für Crameri beginnt Veränderung deshalb nicht damit, den anderen Menschen verändern zu wollen.

Niemand muss und niemand soll einen Partner zurechtbiegen. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Baustellen anzuschauen: Welche Glaubenssätze laufen im Hintergrund? Welche Muster wiederholen sich? Welche Grenzen werden immer wieder überschritten? Was wird viel zu lange akzeptiert?

Genau hier fordert Crameri zu mehr Klarheit auf. Wer eine Partnerschaft möchte, sollte sich bewusst machen, was er wirklich sucht. Welche Eigenschaften sind wichtig? Welche Werte müssen übereinstimmen? Was möchte man nie wieder erleben? Welche Verhaltensweisen kommen nicht mehr infrage?

Auch das Thema Kompromisse hinterfragt Crameri deutlich. Viele Menschen glauben, sie müssten sich zwangsläufig mit Dingen abfinden, die ihnen nicht guttun. Sie akzeptieren Situationen, die sie eigentlich längst ablehnen, nur weil sie Angst vor Veränderung haben oder glauben, ein besser passender Partner existiere ohnehin nicht.

Crameri stellt dem eine andere Haltung gegenüber: Klarheit statt Zufall. Eigene Standards statt immer wieder dieselben Ausreden. Hinschauen statt verdrängen.

Dabei geht es nicht darum, einen perfekten Menschen zu finden. Es geht darum, sich selbst ernst zu nehmen und nicht ständig die gleichen Fehler zu wiederholen. Wer immer wieder in ähnliche Beziehungen gerät, sollte sich deshalb fragen, was im eigenen Denken und Verhalten dazu beiträgt.

Wer seine Muster erkennt, gewinnt Handlungsspielraum. Wer weiß, was er will und was nicht mehr, kann Entscheidungen bewusster treffen und schneller erkennen, ob eine Partnerschaft wirklich passt.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • klarheit (Wikipedia)
    Klarheit steht für: Klarheit (Philosophie), Eindeutigkeit Bewusstseinsklarheit, siehe Luzidität ungetrübte Durchsichtigkeit, siehe Transparenz (Physik) ein Grundsatz der Buchführung, siehe Bilanzklarheit Die Klarheit, von 1976 bis 1980 Flugzeitschrift der Parteiopposition in der SEW Siehe auch: Klarheitsmaß
  • Partnerschaft (Wikipedia)
    Partnerschaft bezeichnet eine gleichzeitig sexuelle und soziale Gemeinschaft zwischen zwei Menschen (Zweierbeziehung). Als Oberbegriff bezeichnet Partnerschaft seit den 1970er-Jahren alle auf Dauer angelegten sexuellen Beziehungen, ohne Ansehen der Rechtsform der Beziehung und ohne Ansehen der sexuellen Orientierung oder der Haushalts- und Wohnverhältnisse der Beteiligten. Der Begriff „Partnerschaft“ kann also umfassen: Ehen, eingetragene Partnerschaften, eheähnliche Gemeinschaften („wilde Ehen“) und feste Liebesbeziehungen gleichgeschlechtliche und gemischtgeschlechtliche Gemeinschaften Lebensgemeinschaften, Beziehungen von Paaren ohne gemeinsamen Haushalt, Fernbeziehungen die Einzelbeziehungen (Dyaden), die einer Dreiecksbeziehung (oder noch größeren Systemen) zugrunde liegen, etwa im Kontext von Vielehen oder von Polyamorie Eine Partnerschaft ist zumindest in ihrem Ursprung sexuell motiviert, wobei „Sexualität“ im Sinne der Verhaltensbiologie zu verstehen ist und nicht zwingend im Sinne von genitalen Sexualpraktiken. Auch ist die langfristige Entwicklung der Sexualität des Paares als Definitionskriterium ohne Belang; der Begriff kann sexuell aktive Paare ebenso einschließen wie sexuell inaktive Paare oder Paare, die in einer offenen Beziehung leben. Lebensgemeinschaften und Lebensbünde von Freunden, Geschwistern und andere, zwischen denen keine sexuellen Beziehungen bestehen, werden jedoch nicht als Partnerschaft bezeichnet. Reine Sexbeziehungen genügen den Definitionskriterien für eine Partnerschaft deshalb nicht, weil hier die soziale Zusammengehörigkeit fehlt. In einem engeren Sinne bezeichnet Partnerschaft auch die Selbstverpflichtung zweier Menschen, eine auf dauerhaften Bestand angelegte sexuelle Beziehung einzugehen. Während traditionelle soziologische Definitionen häufig eine Interaktion auf Augenhöhe voraussetzen, schließen moderne ökonomische und psychologische Ansätze auch bewusste, einvernehmliche Asymmetrien mit ein. So wird Asymmetrie in der Kommunikationstheorie (etwa als komplementäre Beziehung nach Paul Watzlawick) oder in nutzenzentrierten Modellen der ökonomischen Arbeitsteilung als rationale, komplementäre Wahl begründet, sofern sie den …
  • selbstbestimmung (Wikipedia)
    Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird.
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