Warum internationale Geschäftsverhandlungen scheitern

Expertin für interkulturelle Mediation zeigt: Missverständnisse kosten Unternehmen Millionen – klare Prozesse schaffen Abhilfe

BildWuppertal | Zug, 08.01.2026 – Globale Verhandlungen scheitern selten an wirtschaftlichen Differenzen. Sie scheitern an kulturellen Missverständnissen. Izolda Petrosyan, Mediatorin mit Schwerpunkt interkulturelle Konflikte, warnt: „Unterschiedliche Kommunikationsstile, Entscheidungslogiken und unausgesprochene Erwartungen blockieren Verträge und zerstören Geschäftsbeziehungen.“ In einem aktuellen Fachbeitrag erklärt die Expertin, wie Unternehmen diese Risiken erkennen und steuern können.

Das Problem zeigt sich konkret: Ein deutscher Verhandlungspartner drängt auf schnelle Entscheidungen. Sein kasachischer Gegenüber investiert Zeit in den Aufbau persönlicher Beziehungen. Beide Seiten handeln professionell – nach ihren kulturellen Standards. Doch der Deutsche wertet das langsamere Tempo als Desinteresse. Der Kasache empfindet die Ungeduld als respektlos. Die Verhandlung stockt.

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„Solche Konflikte entstehen nicht aus böser Absicht“, erklärt Petrosyan. „Sie entstehen aus unbewussten Vorurteilen. Wir bewerten das Verhalten anderer aus unserer eigenen kulturellen Perspektive.“ In Kulturen wie Kasachstan oder Usbekistan gilt der persönliche Vertrauensaufbau als Voraussetzung für tragfähige Entscheidungen. Zeit für Beziehung steht vor der Sache. Ein rasches, stark ergebnisorientiertes Vorgehen kann dort als rein transaktional wahrgenommen werden – ohne echte Bereitschaft zu langfristigen Lösungen.

Die Mediatorin nennt sechs konkrete Schritte für interkulturelle Verhandlungen: Eigene Perspektive hinterfragen. Verhalten beobachten, nicht sofort bewerten. Kontext respektvoll klären. Entscheidungswege früh verstehen. Tempo abstimmen. Stereotype vermeiden.

Doch unter Zeitdruck, mit eigenen Interessen und hoher wirtschaftlicher Verantwortung stoßen diese Maßnahmen schnell an Grenzen. Hier setzt interkulturelle Mediation an. „Ein erfahrener Mediator erkennt kulturelle Muster, macht implizite Erwartungen sichtbar und kalibriert den Prozess“, so Petrosyan. „Er übersetzt Perspektiven, ohne Positionen zu bewerten, und schafft einen Rahmen, in dem Verständigung wieder möglich wird.“

Interkulturelle Mediation ist kein Zeichen von Eskalation. Sie ist ein Instrument der Führungsstärke. Sie schützt Beziehungen, spart Zeit und verhindert wirtschaftliche oder rechtliche Risiken. Die Expertin arbeitet in strategischer Partnerschaft mit Dr. Hartmut Frenzel, Mediator für Vorstandskonflikte und Governance-Fragen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der vollständige Fachbeitrag ist verfügbar unter: https://executivemediation.substack.com/p/interkulturelle-verhandlungen

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Dr. Hartmut Frenzel | EXECUTIVE MEDIATION
Herr Hartmut Frenzel
Fuhlrottstr. 15
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Executive Mediation ist ein außergerichtliches, streng vertrauliches Verfahren zur Konfliktlösung in Unternehmen. Schwerpunkte: Vorstandskonflikte, Governance-Fragen, Nachfolgeregelungen und interkulturelle Konflikte im deutschsprachigen Raum und Zentralasien.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen (Wikipedia)
    Ein Unternehmen (oder eine Unternehmung), auch Firma genannt, ist eine wirtschaftlich selbständige Organisationseinheit, die mit Hilfe von Planungs- und Entscheidungsinstrumenten Markt- und Kapitalrisiken eingeht und sich zur Verfolgung des Unternehmenszweckes und der Unternehmensziele eines oder mehrerer Betriebe bedient. Privatrechtlich organisierte Unternehmen und Privathaushalte werden in ihrer Gesamtheit auch als Privatwirtschaft aggregiert. Dagegen gehören zum Aggregat des öffentlichen Sektors öffentliche Unternehmen, Staatsunternehmen, Körperschaften des Privatrechts und Anstalten des öffentlichen Rechts (Kommunalunternehmen); sie stellen eine Mischform dar und unterliegen – wie auch Vereine – meist dem Kostendeckungsprinzip. In Deutschland gibt es rund drei Millionen umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, etwa zwei Drittel davon sind Einzelunternehmen.
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