und was das mit Kommunikation zu tun hat
Unsere innere Verfassung entscheidet mit, wie wir Gespräche erleben
Warum schmeckt ein gebratener Fisch am Meer häufig besser als derselbe Fisch zu Hause? Es liegt nicht unbedingt am Rezept oder an den Gewürzen. Entscheidend ist oft der Kontext: In den Ferien sitzen wir entspannter am Tisch, schauen länger aufs Wasser als auf das Smartphone und haben weder den nächsten Termin noch eine unbeantwortete E-Mail im Kopf.
Wir befinden uns nicht nur an einem anderen Ort, sondern vor allem in einem anderen inneren Zustand. Genau dieser Zustand beeinflusst auch unsere Kommunikation. Der Referent Stefan Häseli zeigt in seinen Vorträgen und Seminaren immer wieder, dass Gespräche nie unabhängig von unseren Emotionen, Erwartungen und momentanen Belastungen stattfinden.
Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort
Menschen neigen dazu, Schwierigkeiten in Gesprächen zunächst beim Gegenüber zu suchen. Der andere hört nicht richtig zu, reagiert gereizt, versteht eine Aussage falsch oder verhält sich unnötig kompliziert. Dabei lohnt sich auch der Blick auf die eigene Verfassung: Bin ich müde? Stehe ich unter Zeitdruck? Bin ich gedanklich bereits beim nächsten Termin?
Dasselbe Wort kann wie eine Einladung oder wie ein Angriff klingen. Entscheidend ist nicht nur, was gesagt wird. Ebenso wichtig ist, in welcher Stimmung eine Aussage formuliert und in welchem inneren Zustand sie aufgenommen wird. Gute Kommunikation entsteht deshalb nicht allein durch die richtigen Formulierungen. Sie benötigt Aufmerksamkeit, Präsenz und die Bereitschaft, die eigene Wirkung zu reflektieren.
Der Referent Stefan Häselibeschreibt Kommunikation als Beziehungsgeschehen: Sender und Empfänger bringen immer ihre persönliche Situation, ihre Erfahrungen und ihre Gefühle mit. Dadurch kann eine sachlich gemeinte Bemerkung bei einem angespannten Gegenüber eine ganz andere Wirkung auslösen als bei einem entspannten Menschen.
Was wir aus den Ferien mitnehmen können
In den Ferien reagieren viele Menschen gelassener. Sie hören länger zu, lassen kleine Missverständnisse eher stehen und beantworten eine ungeschickte Bemerkung vielleicht mit einem Lächeln statt mit einem Augenrollen. Plötzlich finden auch Freundlichkeit und Humor wieder mehr Platz.
Diese Gelassenheit ist allerdings keine exklusive Eigenschaft eines Ferienortes. Sie entsteht, weil wir uns mehr Zeit zugestehen und weniger stark unter innerem Handlungsdruck stehen. Das bedeutet: Ein Teil dieses Feriengefühls lässt sich bewusst in den Alltag übertragen.
Vor einem anspruchsvollen Gespräch kann bereits ein kurzer innerer Zwischenhalt helfen. Was beschäftigt mich gerade? Mit welcher Erwartung gehe ich in das Gespräch? Höre ich tatsächlich zu oder bereite ich innerlich bereits meine Antwort vor? Solche Fragen schaffen Abstand und verbessern die Qualität der Kommunikation.
Auch Humor kann dabei eine wertvolle Rolle spielen. Er lockert Situationen auf, schafft Nähe und ermöglicht einen Perspektivenwechsel. Gemeint ist kein Witz auf Kosten anderer. Hilfreich ist vielmehr ein wertschätzender Humor, der menschliche Unvollkommenheit sichtbar macht, ohne jemanden blosszustellen.
Der innere Empfänger hört immer mit
In der Kommunikationslehre wird häufig zwischen Sender, Botschaft und Empfänger unterschieden. Im Alltag müsste man ergänzen: Auch der innere Zustand des Empfängers hört mit. Wer unter Druck steht, nimmt Aussagen schneller als Kritik wahr. Wer sich sicher und respektiert fühlt, kann dieselben Worte eher als Anregung verstehen.
Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur die eigene Botschaft sorgfältig vorzubereiten. Ebenso wichtig ist es, ein Gesprächsklima zu schaffen, in dem das Gegenüber offen bleiben kann. Dazu gehören echtes Zuhören, verständliche Aussagen, angemessene Pausen und die Bereitschaft, bei Irritationen nachzufragen.
Der Referent Stefan Häseli verbindet diese Erkenntnisse mit Erfahrungen aus Wirtschaft, Theater, Comedy und Radio. Gerade auf einer Bühne oder in einer Live-Sendung wird unmittelbar spürbar, ob zwischen den Beteiligten eine Beziehung entsteht. Die fachlich richtige Aussage allein genügt nicht. Menschen müssen sich angesprochen, wahrgenommen und ernst genommen fühlen.
Ein Stück Feriengelassenheit für den Berufsalltag
Nach den Ferien nehmen wir Souvenirs, Fotos und Erinnerungen mit nach Hause. Vielleicht wäre jedoch etwas anderes noch wertvoller: der innere Zustand, in dem wir während dieser Zeit waren.
Wenn es gelingt, etwas von der Ruhe, der Neugier und der Gelassenheit in den Alltag zu übertragen, werden nicht automatisch alle Gespräche einfach. Viele Begegnungen können aber wärmer, klarer und menschlicher werden.
Und möglicherweise schmeckt dann sogar der Fisch zu Hause wieder ein wenig nach Meer.
Über den Autor
Stefan Häseli ist Kommunikationsexperte, Keynote-Speaker, Autor und Business-Comedian. Als Referent Stefan Häseli verbindet er fundiertes Kommunikationswissen mit Erfahrungen aus Unternehmenspraxis, Theater, Comedy und Radio. In seinen Vorträgen zeigt er, wie glaubwürdige Kommunikation, Beziehung und wertschätzender Humor die Zusammenarbeit und den beruflichen Alltag verbessern können.
Vortragsredner, Keynote Speaker
Kontakt
Atelier Coaching & Training AG
Stefan Häseli
Ringstrasse 16a
9200 Gossau
+41 79 456 98 22

http://www.stefan-haeseli.com
- Humor (Wikipedia)
Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Diese engere Auffassung ist in der sprichwörtlichen Wendung „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ ausgedrückt, die dem Schriftsteller Otto Julius Bierbaum (1865–1910) zugeschrieben wird. In einer weiteren Auffassung werden auch jene Personen als humorvoll bezeichnet, die andere Menschen zum Lachen bringen oder selbst auffällig häufig lustige Aspekte einer Situation zum Ausdruck bringen. - Kommunikation (Wikipedia)
Kommunikation (lateinisch communicatio ‚Mitteilung‘) ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen, die auf verschiedene Arten (verbal, nonverbal und paraverbal) und auf verschiedenen Wegen (Sprechen, Schreiben) stattfinden kann, auch im Wege der computervermittelten Kommunikation. „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis, Erfahrung oder Empathie. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint; „Übertragung“ ist die Beschreibung dafür, dass dabei Distanzen überwunden werden können, oder es ist eine Vorstellung gemeint, dass Gedanken, Vorstellungen, Meinungen und anderes ein Individuum „verlassen“ und in ein anderes „hineingelangen“. Dies ist eine bestimmte Sichtweise und metaphorische Beschreibung für den Alltag – bei genaueren Beschreibungen des Phänomens Kommunikation wird die Anwendung dieser Metapher allerdings zunehmend schwieriger. (Für nähere Informationen zum Thema „Wissenschaftlich-theoretische Erklärungsversuche zur Beschreibung von Kommunikation“ siehe Artikel Kommunikationsmodell.) Das Wort „Kommunikation“ wird neben der ursprünglichen Bedeutung als Sozialhandlung auch für andere Vorgänge in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Der zunehmende Einsatz von Kommunikationstechnologie führte zum Beispiel dazu, dass auch technische Aspekte in den Kommunikationsbegriff eingingen. Unter Kommunikation werden somit auch „Datenübertragung“, „wechselseitige Steuerung“ und in einfachen Fällen auch „Verbindung“ von Geräten verstanden; in anderen Situationen wiederum wird Kommunikation auf Institutionen oder Unternehmen sowie deren Zielgruppen bezogen. Dann werden nicht länger Lebewesen, sondern stattdessen organisierte Einheiten (oder „Systeme“) als Kommunikatoren (Produzenten und Rezipienten) angesehen. Dies gilt beispielsweise dann, wenn im Zusammenhang mit Journalismus, Publizistik oder Marketing von Kommunikation die Rede ist (vgl. diesbzgl. speziell Kommunikator (Medien)). Kommunikation ist alltäglich und verläuft scheinbar selbstverständlich, sodass sie nicht weiter problematisch erscheint. Für die meisten Situationen reicht dies auch aus; es wäre zu aufwendig, die …