VW-Krise: Stellen, Standorte, Strategie auf dem Prüfstand

VW-Krise: Stellen, Standorte, Strategie auf dem Prüfstand

Eine Krise wird nicht erst dann gefährlich, wenn sie öffentlich sichtbar wird (Bildquelle: iStock / Yishu Fang)

Wieder einmal gerät Volkswagen in schweres Fahrwasser. Gewinneinbruch, sinkende Auslieferungen und Druck auf wichtigen Märkten zwingen den Konzern zu einem drastischen Spar- und Transformationskurs. Es geht um Stellen und Standorte, aber auch um die künftige Wettbewerbsfähigkeit eines der wichtigsten deutschen Industrieunternehmen.

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Nach einem weiteren deutlichen Gewinneinbruch steht Volkswagen unter hohem Handlungsdruck: Im zweiten Quartal sank das Konzernergebnis nach Steuern um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, während die weltweiten Auslieferungen um fast neun Prozent zurückgingen. Besonders stark war der Rückgang auf dem wichtigen chinesischen Markt. Nun bereitet der Konzern ein umfassendes Spar- und Transformationspaket vor, über das bis Jahresende entschieden werden soll. Dabei stehen rechnerisch bis zu 50.000 Stellen weltweit sowie mehrere deutsche Werke auf dem Prüfstand. Zugleich sollen Produktion und Modellvielfalt deutlich reduziert werden. Werksschließungen gelten als letzte Option, da sie auf erheblichen Widerstand stoßen könnten. Schließlich würden sie tiefgreifende Einschnitte in Beschäftigung und Standorte bedeuten. Der Unternehmensberater und ehemalige Flugkapitän Bruno Dobler kennt solche Krisendynamiken aus seiner Arbeit mit Unternehmen und aus der Luftfahrt: „Wenn eine Organisation in Turbulenzen gerät, entscheidet nicht allein der Plan auf dem Papier. Entscheidend ist, ob die Führung Vertrauen schafft, offen kommuniziert und die Menschen mitnimmt.“

Seiner Erfahrung nach wird eine Krise nicht nur durch wirtschaftliche Probleme gefährlich, sondern auch durch Unsicherheit, mangelnde Kommunikation und fehlende Vorbereitung. „Während eines Fluges kann genau dieses Verhalten zum Crash führen“ ergänzt Dobler. In seinem Vortrag „Ready for Take-off – Vertrauen schafft Sicherheit“ zeigt Dobler, weshalb die Luftfahrt für Unternehmen in Phasen des Wandels als Vorbild dienen kann. In der Luftfahrt sind Sicherheit, Vorbereitung, Planung und Agilität keine abstrakten Begriffe – sie sind vielmehr Voraussetzungen, um auch bei unerwarteten Turbulenzen handlungsfähig zu bleiben. Die Luftfahrt hat über Jahrzehnte gelernt, sich nicht erst in der Krise mit Risiken zu befassen, sondern sie bereits vor dem Start zu analysieren, Abläufe zu trainieren und Verantwortlichkeiten klar zu definieren. „Selbst bei einem Routineflug unter besten Bedingungen können Turbulenzen auftreten. Dann zeigt sich, ob Vorbereitung, Vertrauen und Agilität wirklich funktionieren. Genau das gilt auch für Unternehmen. Denn das Risiko entsteht meist lange, bevor die Krise öffentlich sichtbar wird“, so der Schweizer Keynote-Speaker.

Der Unternehmensberater ist davon überzeugt, dass es sich bei diesen Überlegungen um eine zentrale Lehre für Unternehmen handelt, die vor tiefgreifenden Umstrukturierungen stehen. Neben Strategie und Zahlen braucht es seiner fundierten Meinung nach eine Führung, die Orientierung gibt, Kommunikation beherrscht und Vertrauen aktiv aufbaut, statt es vorauszusetzen. In der Luftfahrt wird dieses Zusammenspiel systematisch trainiert, da Sicherheit nur entsteht, wenn Technik, Prozesse und Menschen verlässlich ineinandergreifen. „Eine Krise verlangt mehr als Sparprogramme und neue Strukturen. Führungskräfte müssen erklären, vorbereiten, zuhören und entscheiden. Wer in Turbulenzen Vertrauen verliert, verliert auch die Crew. Und ohne Crew landet kein Unternehmen sicher“, betont Bruno Dobler.

Bruno Dobler ist eine faszinierende Persönlichkeit mit einer facettenreichen Karriere, die von seinen Erfahrungen als Verkehrspilot bei der Swiss bis zu den Leistungen als CEO und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte reicht – wie etwa als Aufsichtsrat bei der Zürcher Kantonalbank. Während sich seine Kollegen auf ihre akademische Laufbahn konzentrierten, sammelte Dobler als Ausbilder von Militärpiloten in Uganda, Irak und Indonesien wertvolle Erfahrungen. Seine Leidenschaft für die Fliegerei führte zur Gründung der Horizon Swiss Flight Academy, wo er sein Wissen an angehende Verkehrspiloten weitergab.

Auf seine Zeit als Chefpilot der Crossair folgte eine politische Karriere, in der Dobler die Bürgerinnen und Bürger im Zürcher Kantonsrat vertrat. Als Flugkapitän der Swiss und CEO von Helvetic Airways setzte er seine Erfahrung und sein Know-how in der Luftfahrtbranche ein, um komplexe wirtschaftliche Herausforderungen erfolgreich zu meistern und strategische Neuausrichtungen voranzutreiben. Als Mitglied des Präsidiums der Zürcher Kantonalbank trug Dobler mit seinen Kollegen zur Sicherheit des Finanzsektors bei.

Neben seinen beruflichen Verpflichtungen ist Dobler als Coach und Mentor tätig und gibt seine umfangreichen Erfahrungen und Einsichten aus der Luftfahrt und dem Geschäftsleben an Führungskräfte und Teams weiter. Seine Erkenntnisse aus der Fliegerei überträgt Bruno Dobler in seinen international gefragten Vorträgen auf die Wirtschaft, aber auch auf das private Leben. Trotz seiner beeindruckenden Karriere schätzt Dobler die Natur und verbringt gerne Zeit in Andermatt, Schweiz, wo er ständig auf der Suche nach neuen Entdeckungen ist.

Kontakt
Keynote Speaker & Coach
Bruno Dobler
Gotthardstraße 22
6490 Andermatt
+41 (0) 79 725 51 98
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https://www.dobler.ch

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Agilität (Wikipedia)
    Agilität steht für: Agilität (Management), Merkmal einer Organisation Agility, selten verwendete deutsche Übersetzung der Hundesportart agil (von lateinisch agilis „flink, beweglich“) bezieht sich auf: Agiles Marketing, Vorgehensweise in der Vermarktung agile Softwareentwicklung, Vorgehensmodell zur Softwareentwicklung agiles Lernen, Anwendung agiler Werte, Prinzipien und Methoden auf Lernprozesse agiles Testen, Prüfung von Software im Rahmen eines Entwicklungsprojekts Siehe auch: AGIL-Schema (systemtheoretisches Modell) AGIL Volley Novara (Frauen-Volleyballverein) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit agil beginnt Vitalität (Lebensfähigkeit)
  • Change (Wikipedia)
    Change (englisch „Veränderung“) steht für: Change (Sugababes-Album), Album der Sugababes Change (Yvonne-Catterfeld-Album), Album der deutschen Sängerin Yvonne Catterfeld Change (In the House of Flies), Lied der US-amerikanischen Alternative-Metal-Band Deftones (2000) Change (Band), italienisch-amerikanisches Musikprojekt Change (Magazin), eine Publikation der Bertelsmann Stiftung Change (Theaterstück), Theaterstück von Wolfgang Bauer Change (Film), österreichisch-deutsche Verfilmung des Theaterstücks The Change (Kletterroute), Kletterroute bei Flatanger, Norwegen im Jazz die Harmoniewechsel eines Stückes, die die Grundlage für die Improvisation bilden, siehe Harmonik das englische Wort für Kleingeld in der Organisationsentwicklung eine Veränderung bzw. ein Veränderungsprozess in der IT die Änderung eines Produktes oder Services, siehe Change Management (ITIL) dänisches Unterwäschemarke, siehe Change of Scandinavia Geographie: Le Change, französische Gemeinde im Département Dordogne Change (Saône-et-Loire), eine französische Gemeinde Siehe auch: The Change Changé Chang’e (Begriffsklärung) Changes Change.org Monument to Change as it Changes
  • Sicherheit (Wikipedia)
    Sicherheit bezeichnet allgemein den Zustand, der für Individuen, Gemeinschaften sowie andere Lebewesen, Objekte und Systeme frei von unvertretbaren Risiken ist oder als gefahrenfrei angesehen wird. Für Individuen und Gemeinschaften bezeichnet Sicherheit den Zustand des Nicht-bedroht-Seins der Freiheit ihrer ungestörten Eigenentwicklung in zweierlei Hinsicht: im Sinne des tatsächlichen (objektiven) Nichtvorhandenseins von Gefährdung – als Sicherheit im objektiven Sinne, sowie im Sinne der Abwesenheit von (subjektiver) Furcht vor Gefährdung – als Sicherheit im subjektiven Sinne. Der Begriff „Sicherheit“ umfasst innere wie äußere Sicherheit von Gemeinschaften und schließt – insbesondere im Fall von Staaten – die politische, militärische, ökonomische, soziale, rechtliche, kulturelle, ökologische, technische u. a. Sicherheiten in sich ein.
  • Vertrauen (Wikipedia)
    Vertrauen bezeichnet eine bestimmte Art von subjektiver, auch emotional gefärbter, Überzeugung, nach der man sein Verhalten einrichtet. Es kommt in verschiedenen Ausrichtungen vor, je nachdem, was der unmittelbare Gegenstand des Vertrauens ist. Das Vertrauen auf eine andere Person beinhaltet Überzeugungen über ihre Redlichkeit und ihre zukünftigen Handlungsweisen: Man erwartet, dass diese Person einem hilfreich sein oder jedenfalls nicht schaden werde. Vertrauen bringt daher Kooperation hervor. Hierbei macht der Vertrauende Aspekte seines eigenen Wohlergehens und seiner Sicherheit vom Verhalten des Kooperationspartners abhängig, geht mit seinem Vertrauen also auch ein Risiko ein. Das Gegenteil des Vertrauens ist das Misstrauen; es beinhaltet wesentlich, dass man gegenüber anderen Personen, weil man sie negativ bewertet, Vorsichtsmaßnahmen ergreift, um Schädigung durch sie auszuschließen. Mindestens trifft man eigene Vorkehrungen, um sich zu sichern, und lässt das eigene Wohlergehen nicht vom Verhalten des anderen abhängen. Misstrauen reduziert daher das Ausmaß von Kooperation. Vertrauen und Misstrauen haben gemeinsam, dass Erwartungen und Bewertungen in Bezug auf andere Menschen bestehen, nicht etwa Gleichgültigkeit. Entsprechend gibt es auch das Vertrauen auf eine Information, also etwa auf den Inhalt von Nachrichten, Lehren und Anleitungen: Es beinhaltet die Überzeugung, dass darin keine Täuschung oder Unwahrheit liegt und dass man sein Handeln schadlos danach ausrichten kann. Ein weiterer Sonderfall ist der Begriff des Selbstvertrauens: Hierbei erstreckt sich Vertrauen auch auf Überzeugungen über die eigenen Fähigkeiten, wünschenswerte Ziele zu verwirklichen (als ein Aspekt des Selbstwertgefühls). Neben einem psychologisch-persönlichkeitstheoretischen Ansatz, der die Quelle des Vertrauens in sozialisationsbedingten oder kulturell vermittelten Persönlichkeitsstrukturen sucht, gibt es ökonomische, soziologische, politologische und sozialpsychologische Theorien (transaktionsanalytische Modelle), die versuchen, die Entstehung von Vertrauen in institutionellen Zusammenhängen (z. B. in Organisationen) bzw. in interpersonalen Beziehungen zu erklären.
  • Vorbereitung (Wikipedia)
    Vorbereitung steht für Vorbereitung (Kochen), Arbeitsschritt Arbeitsvorbereitung Berufsvorbereitung Vorbereitung auf den Katastrophenfall Siehe auch Die Vorbereitung des Romans Vorbereitungsverfahren Präparation
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