Vornamen-Stereotype: Generationen im Direktvergleich

Vornamen-Stereotype: Generationen im Direktvergleich

In ihrer Publikation „Namensbilder im Generationsvergleich. Wahrnehmung von Persönlichkeitseigenschaften anhand von Vornamen“, erschienen im Januar 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus, beleuchtet Alexandra Tries, wie stark Vornamen bis heute soziale Erwartungen prägen. Anhand einer Online-Studie zeigt die Autorin, wo Namensstereotype generationsübergreifend stabil bleiben – und an welchen Stellen sie sich in jüngeren Altersgruppen sogar verschärfen.

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Ob im Bewerbungsprozess, in der Schule oder in sozialen Medien: Vornamen wirken als schnelle, sprachlich kodierte Marker und lösen häufig automatisierte Zuschreibungen aus. Tries greift dieses Spannungsfeld aus sozialpsychologischer Perspektive auf und prüft empirisch, ob sich solche „Namensbilder“ über Generationen hinweg halten. Die Arbeit liefert belastbare Daten zu vier Beispielnamen und macht sichtbar, wie Wahrnehmung, Mediennarrative und persönliche Kontakte zusammenwirken – mit Relevanz für Forschung, Bildung und Praxis.

Quantitative Studie zeigt stabile Namensstereotype

Das quantitative Studiendesign erfasst die Bewertung der Vornamen Alexander, Laura, Kevin und Chantal in drei Altersgruppen (16-20, 21-40, 41+). Die Ergebnisse weisen hochsignifikante Effekte des Namens auf: Alexander und Laura werden konsistent positiver wahrgenommen, während Kevin und Chantal deutlich negativer bewertet werden. Zudem zeigen sich Generationseffekte und Interaktionen, wobei die jüngste Altersgruppe besonders ausgeprägte negative Bewertungen berichtet. Ein praxisrelevanter Befund ist, dass persönliche Bekanntschaft stereotype Zuschreibungen mindert – ein Hinweis auf die Wirkung von Kontakt und bewusster Reflexion.
Die Publikation richtet sich an Studierende und Forschende der Sozialpsychologie sowie angrenzender Felder (u.a. Namensforschung, Sprach- und Kommunikationswissenschaft). Darüber hinaus ist sie relevant für Praktiker:innen in Bildung, Medienethik und HR/Recruiting, die Bias-Risiken in Wahrnehmungs- und Auswahlprozessen reduzieren möchten.

Das Buch ist im Januar 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus erschienen (ISBN: 978-3-389-17289-6)

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1687031

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Sozialpsychologie (Wikipedia)
    Die Sozialpsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, in dem untersucht wird, wie psychologische und soziale Prozesse das menschliche Verhalten und Erleben beeinflussen. Sie beschäftigt sich mit Fragen wie der Entstehung von Vorurteilen, der Gestaltung sozialer Beziehungen oder den Auswirkungen von Mediengewalt. Diese Themen sind von zentraler Bedeutung für das Verständnis grundlegender menschlicher Eigenschaften, wie Aggression oder Kooperation, und haben weitreichende gesellschaftliche Relevanz. Die Sozialpsychologie liefert wichtige Erkenntnisse, die in praktischen Bereichen wie der Arbeitspsychologie, Gesundheitspsychologie oder der politischen Psychologie angewendet werden. Ein zentrales Ziel der sozialpsychologischen Forschung ist es, Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Dies umfasst die Förderung von Teamarbeit, die Prävention von Mobbing oder die Bekämpfung von Diskriminierung. Dabei kommen moderne statistische Methoden, wie die logistische Regression, zum Einsatz, um den Einfluss von sozialen und psychologischen Faktoren auf binäre, diskrete Variablen zu untersuchen. Diese Methoden ermöglichen es, komplexe soziale Phänomene zu verstehen und fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
  • Vornamen (Wikipedia)
    Der Vorname einer Person ist der Teil des Namens, der nicht die Zugehörigkeit zu einer Familie ausdrückt, sondern individuell identifiziert. Die Vornamen eines Menschen werden zumeist nach der Geburt von den Eltern bestimmt. In manchen Ländern, so in den deutschsprachigen Ländern, gibt es Reglementierungen, die die Freiheit der Wahl des Vornamens einschränken. Im Deutschen und in den meisten anderen europäischen Sprachen stehen die Vornamen (als individuelle Namen) vor dem Familiennamen (von regionalen Ausnahmen abgesehen), während beispielsweise im Ungarischen, Vietnamesischen, Chinesischen, Japanischen oder Koreanischen der von den Eltern bestimmte individuelle Name hinter dem Familiennamen steht. Rufname ist der Vorname, unter dem eine Person angesprochen wird. Im anglo-amerikanischen Sprachraum sind Zwischennamen gebräuchlich, die auch Mittelnamen (middle names) genannt und meistens mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt werden (middle initials). Im Ostfriesischen gibt es gleichfalls Zwischennamen. Im Russischen steht der Patronym oder auch Vatersname zwischen dem Vor- und dem Familiennamen.
  • Wahrnehmung (Wikipedia)
    Wahrnehmung (auch Perzeption genannt) ist bei Lebewesen der Prozess und das subjektive Ergebnis der Informationsgewinnung (Rezeption) und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und aus dem Körperinneren. Das geschieht durch unbewusstes (und beim Menschen manchmal bewusstes) Filtern und Zusammenführen von Teil-Informationen zu subjektiv sinn­vollen Gesamteindrücken. Diese werden auch Perzepte genannt und laufend mit gespeicherten Vorstellungen (Konstrukten und Schemata) abgeglichen. Inhalte und Qualitäten einer Wahrnehmung können manchmal (aber nicht immer) durch gezielte Steuerung der Aufmerksamkeit und durch Wahrnehmungsstrategien verändert werden. Die Gesamtheit aller Vorgänge der Sinneswahrnehmung bezeichnet man auch als Sensorik.
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