Ob GLP-1-Präparate, mRNA-Impfstoffe, Biologika oder Gentherapien: Ein wachsender Teil moderner Arzneimittel ist hochspezialisiert und stellt damit zunehmend komplexere Anforderungen an die Transport- und Lagerungsbedingungen. Schon geringe Abweichungen bei der Temperaturregulierung können bei sensiblen und wertvollen Produkten zum Qualitätsrisiko werden. Angesichts dessen entwickelt sich die Logistik in der Pharmaindustrie vom Hintergrundprozess zu einem entscheidenden Faktor für die Arzneimittelqualität. Der damit einhergehende Veränderungsdruck kann nicht allein durch zusätzliche Investitionen oder höhere Transportkapazitäten bewältigt werden, sondern setzt einen Transformationsprozess der Logistikstrukturen und ihrer Funktionsweise voraus.
Bundesrat fordert neue Regulierungen
Wie relevant das Thema inzwischen auch politisch ist, verdeutlicht die aktuelle Debatte. Im Juli 2026 hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für einheitliche Anforderungen an Transportdienstleister beim Arzneimittelversand einzusetzen. Hintergrund ist unter anderem die Frage, wie die Einhaltung vorgegebener Lagerungs- und Transporttemperaturen von Medikamenten auch während des Transports bis zu den Patientinnen und Patienten gewährleistet werden können.
Für Logistikdienstleister bedeutet das weit mehr, als lediglich erhöhte Kühlkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Gefragt sind unter anderem verlässliches Temperaturmanagement, hohe Transparenz über den gesamten Transportweg sowie ein Qualitätsmanagement, das unterschiedliche regulatorische Anforderungen berücksichtigt. Gerade bei grenzüberschreitenden Lieferketten ist entscheidend, dass Standards über verschiedene Verkehrsträger und Beteiligte hinweg konsistent eingehalten werden.
Die Debatte zeigt, dass punktuelle Verbesserungen einzelner Abschnitte der Lieferkette künftig möglicherweise nicht mehr ausreichen. Sollten sich die EU-Regulierungen verschärfen, werden pharmazeutische Unternehmen ihre Herangehensweise an Logistik neu, das heißt stärker ganzheitlich betrachten müssen.
C.H. Robinson hat seine Healthcare-Kompetenzen vor diesem Hintergrund gezielt ausgebaut
Seit kurzem gehört C.H. Robinson zu den wenigen globalen Logistikunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar im Gesundheitsbereich. C.H. Robinson begleitet Pharma- und Healthcare-Unternehmen bei der Planung und Steuerung anspruchsvoller, temperaturkontrollierter Lieferketten und unterstützt sie dabei, steigende Qualitätsanforderungen zuverlässig umzusetzen.
Mit der Übernahme von DeSpir Logistics hat das Unternehmen seine Kompetenzen im Bereich hochwertiger und besonders sicherheitskritischer Transporte gezielt erweitert. DeSpir ist auf Sendungen spezialisiert, bei denen Echtzeit-Transparenz, Sicherheit und kontrollierte Transportbedingungen eine zentrale Rolle spielen. Mit dem erwarteten Wachstum von Next-Generation-Medikamenten dürfte auch der Bedarf an spezialisierten Logistiklösungen weiter steigen. C.H. Robinson plant daher, seine Kapazitäten in diesem Bereich auszubauen und seine Healthcare-Kompetenzen kontinuierlich weiter zu stärken.
Weitere Informationen zum Thema: Temperature-sensitive medicines | C.H. Robinson
C.H. Robinson ist weltweit führendes Unternehmen im Bereich Lean AI-Lieferketten. Seit über einem Jahrhundert vertrauen Unternehmen weltweit auf C.H. Robinson, um den Transport ihrer Güter neu zu gestalten. Unter dem Motto „Building Tomorrow“s Suppy Chains, Today™“ arbeitet C.H. Robinson heute mit demselben Einsatz an Lösungen für die Zukunft. 83.000 Kunden und 450.000 Spediteuren vertrauen C.H. Robinson jährlich 37 Millionen Sendungen im Wert von 23 Milliarden US-Dollar an. Maßgeschneiderte Lösungen sorgen weltweit für optimierte LKW-, Teilladungs-, See- und Lufttransporte sowie viele weitere Logistikservices. Die einzigartige Kombination aus menschlicher Expertise und Lean AI macht Lieferketten schneller, intelligenter und nachhaltiger. Als verantwortungsbewusstes globales Unternehmen investiert C.H. Robinson jedes Jahr Millionenbeträge in Projekte, die seinen Mitarbeitenden besonders am Herzen liegen. Weitere Informationen finden Sie unter chrobinson.com. (Nasdaq: CHRW)
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- Bundesrat (Wikipedia)
Bundesrat steht für: Aktuelle Staatsregierungen: Bundesrat (Schweiz), Regierung und Regierungsmitglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft Bundesrat (Rojava), Regierung der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien Aktuelle Staatsparlamente: Bundesrat (Deutschland), Verfassungsorgan zur Vertretung der Länder auf Ebene des Bundes Bundesrat (Österreich), Länderkammer des Parlaments Bundeshaus (Äthiopien), Oberhaus des äthiopischen Bundesparlaments Sonstiges: Bundesrat für Niederdeutsch, politische Interessensvertretung der Niederdeutsch sprechenden Bürger in Deutschland Volks-Bundesrath, eine Organisation der „Reichsbürger“, siehe Reichsbürgerbewegung #Volks-Bundesrath und Volks-Reichstag / Deutsche Gesundheitskasse Bundesrat (Irak), 2005 geplanter, aber nie gebildeter legislativer Rat im Irak Bundesrat (Deutsches Reich), historisch im Norddeutschen Bund und im Deutschen Kaiserreich, erstes und oberstes Verfassungsorgan des Gesamtstaates Siehe auch: - Qualitätssicherung (Wikipedia)
Qualitätssicherung (QS) (englisch quality assurance (QA)) ist im Qualitätsmanagement von Unternehmen und Behörden ein Sammelbegriff für unterschiedliche Ansätze und Maßnahmen zur Sicherstellung festgelegter Qualitätsanforderungen. Die Hauptfunktionen der Qualitätssicherung sind die Qualitätsplanung, Qualitätsprüfung und Qualitätslenkung. Nach DIN EN ISO 9000:2015 3.3.6 ist Qualitätssicherung der Teil von Qualitätsmanagement, der darauf zielt, Vertrauen darauf zu schaffen, dass Anforderungen an die Produkt- oder Dienstleistungsqualität erfüllt werden. Qualitätssicherung hat es bereits gegeben, bevor der Begriff selbst aufkam. Im deutschen Sprachraum wurde Qualitätssicherung bekannt, als Unternehmen begannen, ihr Qualitätsmanagementsystem (QMS) nach der 1987 begründeten Normenreihe ISO 9001 zertifizieren zu lassen. - Temperaturmanagement (Wikipedia)
Die milde therapeutische Hypothermie (MTH) ist der Zustand der als medizinische Maßnahme auf 32 bis 34 °C abgesenkten Körpertemperatur (Hypothermie). Sie wurde in die internationalen Leitlinien zur Reanimation von erwachsenen Patienten aufgenommen, trägt zur Erhöhung der Überlebensrate und zur Verbesserung des neurologischen Zustandes nach erfolgreichen Reanimationen bei und sollte frühest möglich veranlasst werden. Sie wird durch gezieltes Temperaturmanagement (targeted temperature management) erreicht. Bewusstlose Patienten, die nach einem Herzstillstand infolge Kammerflimmern erfolgreich reanimiert wurden, sollen nach der ILCOR-Empfehlung vom 8. Juli 2003 für 12 bis 24 Stunden auf 32 bis 34 °C Körperkerntemperatur abgekühlt werden. Nach den 24 Stunden sollen sie langsam, mit höchstens 0,25–0,5 °C pro Stunde, wieder erwärmt werden. Dabei vermindern sich der Stoffwechsel und der Sauerstoffverbrauch des Gewebes, und es wird einer hypoxischen Gewebeschädigung vor allem des Gehirns vorgebeugt. Möglicherweise vermindert die niedrige Temperatur auch die Konzentration freier Sauerstoffradikale, die im vorgeschädigten Gewebe sonst weitere Zelluntergänge hervorrufen. Die Herzfrequenz verlangsamt sich, die sogenannten QRS-Komplexe im Elektrokardiogramm werden breiter, der Kalium-Spiegel im Blut sinkt, die Urinproduktion nimmt zu und der Blutzuckerspiegel kann steigen. Zudem kann eine reversible Pupillenerweiterung auftreten; weite lichtstarre Pupillen müssen bei einem unterkühlten Patienten daher nicht Anzeichen einer schweren Hirnschädigung sein. Eine Kühlung auf weitaus tiefere Temperaturen wird als tiefe Hypothermie bezeichnet, dabei kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Stoffwechselentgleisungen, und Herzstillstand kommen. Ein weiteres Anwendungsgebiet der MTH liegt in der Versorgung von Neugeborenen mit einer Asphyxie während des Geburtsvorganges. Durch die therapeutische Hypothermie kann nicht nur die Mortalität der Kinder gesenkt, sondern vor allem auch das neurologische Outcome verbessert werden. Patienten mit erhöhtem intrakraniellem Druck oder einem Herzinfarkt zeigen ein besseres, Patienten nach einem Schlaganfall sogar ein …