Schluss mit Ausreden: Warum die Suche nach Lösungen wichtiger ist als das Jammern über Probleme

Ernst Crameri erklärt, warum Menschen trotz Unzufriedenheit an ihrem bisherigen Leben festhalten und wie neue Entscheidungen Veränderungen ermöglichen.

Schluss mit Ausreden: Warum die Suche nach Lösungen wichtiger ist als das Jammern über Probleme

Ernst Crameri, Unternehmer, Coach und Autor des Podcasts „Ergebnisorientiert“

Viele Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. Sie beklagen sich über ihre Arbeit, ihren Chef, ihre Kollegen oder ihre persönlichen Lebensumstände. Gleichzeitig finden sie zahlreiche Gründe, weshalb sich an ihrer Situation angeblich nichts ändern lässt. Unternehmer, Coach und Autor Ernst Crameri beschäftigt sich in Folge 3299 seines Podcasts „Ergebnisorientiert“ mit genau diesem Widerspruch. Seine zentrale Botschaft lautet: Wer seine Energie ausschließlich darauf verwendet, Hindernisse zu erklären, verliert den Blick für mögliche Lösungen.

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Crameri beobachtet immer wieder Menschen, die ihre berufliche Situation als belastend empfinden und dennoch über Jahre hinweg in denselben Verhältnissen bleiben. Die Arbeit wird zur täglichen Qual, die Unzufriedenheit nimmt zu und selbst die Freizeit wird von negativen Gedanken bestimmt. Statt die eigene Situation grundsätzlich zu hinterfragen, richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf äußere Umstände. Der Arbeitgeber, die Kollegen oder die wirtschaftliche Lage werden als Ursache für das persönliche Unglück betrachtet. Nach Crameris Auffassung führt diese Denkweise dazu, dass Menschen zunehmend das Gefühl entwickeln, ihrem bisherigen Leben ausgeliefert zu sein.

Dabei stellt der Unternehmer eine grundlegende Frage: Weshalb investieren Menschen so viel Energie in die Erklärung dessen, was nicht funktioniert, statt nach Möglichkeiten zu suchen, die funktionieren könnten? Wer ausschließlich Schwierigkeiten betrachtet, nimmt mögliche Handlungsalternativen häufig gar nicht mehr wahr. Crameri plädiert deshalb für einen bewussten Perspektivwechsel. An die Stelle der Frage, warum eine Veränderung unmöglich erscheint, soll die Überlegung treten, welche konkreten Schritte notwendig wären, um ein anderes Leben aufzubauen. Dieser Wechsel bedeutet nicht, bestehende Schwierigkeiten zu ignorieren. Vielmehr geht es darum, die eigenen Handlungsmöglichkeiten systematisch zu erkennen und zu nutzen.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Bereitschaft, frühere Entscheidungen zu überprüfen. Berufliche Wege, persönliche Verpflichtungen und Lebensmodelle entstehen häufig durch Entscheidungen, die irgendwann einmal getroffen wurden. Doch nicht jede dieser Entscheidungen muss dauerhaft richtig bleiben. Crameri betont, dass Menschen ihre bisherigen Lebensumstände neu bewerten und Veränderungen einleiten können. Ein Arbeitsplatzwechsel, eine berufliche Neuorientierung oder eine grundsätzliche Veränderung der persönlichen Prioritäten können mögliche Wege sein. Solche Schritte erfordern allerdings Mut, Vorbereitung und die Bereitschaft, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen.

Crameri spricht dabei auch aus persönlicher Erfahrung. Er beschreibt, wie stark Erziehung, gesellschaftliche Erwartungen und berufliche Verpflichtungen das eigene Denken prägen können. Auch er habe sich früher durch solche Einflüsse eingeschränkt gefühlt. Entscheidend sei für ihn die Erkenntnis gewesen, dass persönliche Freiheit nicht allein von äußeren Umständen abhängt, sondern auch davon, ob Menschen bereit sind, bisherige Überzeugungen und Lebensentscheidungen zu hinterfragen. Wer seine Situation verändern wolle, müsse zunächst anerkennen, dass grundsätzlich verschiedene Handlungsmöglichkeiten existieren können.

Mit seiner Podcastfolge möchte Crameri Menschen dazu anregen, ihre Unzufriedenheit nicht länger als unveränderlichen Zustand hinzunehmen. Statt immer neue Gründe für Stillstand zu sammeln, empfiehlt er, konkrete Ziele zu formulieren, realistische Möglichkeiten zu prüfen und erste Schritte konsequent umzusetzen. Nicht jede Veränderung lässt sich sofort verwirklichen, und nicht jedes Hindernis kann vollständig beseitigt werden. Doch wer beginnt, lösungsorientiert zu denken und zu handeln, schafft die Grundlage dafür, das eigene Leben wieder aktiver zu gestalten.

Weitere Informationen und Impulse zur persönlichen Weiterentwicklung bietet der Podcast „Ergebnisorientiert“ unter https://ergebnisorientiert.com.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Coaching (Wikipedia)
    Coaching ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Beratungsmethoden. Dabei wird die Entwicklung eigener Lösungen begleitet und gefördert. Coaching dient insbesondere der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung und ist von der heilkundlichen Behandlung psychischer Erkrankungen abzugrenzen. Methodisch bezeichnet das Wort strukturierte Gespräche zwischen einem Coach und einem Coachee. Die Ziele dieser Gespräche reichen von der Einschätzung und Entwicklung persönlicher Kompetenzen und Perspektiven über Anregungen zur Selbstreflexion bis hin zur Überwindung von beruflichen Konflikten oder zu Fragen des beruflichen Alltags (Führung, Kommunikation, Organisation und Zusammenarbeit). Dabei fungiert der Coach als neutraler, kritischer Gesprächspartner und verwendet je nach Ziel Methoden aus dem gesamten Spektrum der Personal- und Führungskräfteentwicklung. In der Schweiz wird der Begriff Coaching auch im Bereich Fitness verwendet. Ein Trainer im Sport wird ebenfalls Coach genannt; es handelt sich dabei oft um einen Personal Trainer. Manche Coaches im Bereich Lebenskunst bezeichnen sich auch als Lifecoach bzw. Life Coach.
  • Eigenverantwortung (Wikipedia)
    Als Eigenverantwortung oder Selbstverantwortung (auch Eigenverantwortlichkeit) bezeichnet man die Bereitschaft und die Pflicht einer Person, für das eigene Handeln und Unterlassen Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet, dass man für das eigene Tun und Unterlassen einsteht und die Konsequenzen, etwa in Form von Sanktionen, dafür trägt. Das Konzept ist sowohl in der Organisationslehre als auch von juristischer und sozioökonomischer Bedeutung. Es stellt eine Grundlage der Ideologie des Liberalismus dar. In dessen Ausprägung des Neoliberalismus bedeutet dies eine Pflicht des Einzelnen, sich aus eigener Kraft an äußere Umstände anpassen zu können.
  • Persönlichkeitsentwicklung (Wikipedia)
    Der Begriff Persönlichkeit (abgeleitet von Person) hat die Individualität jedes einzelnen Menschen oder Tiers zum Gegenstand und bezeichnet meist einen lebenserfahrenen, reifen Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften. Dabei geht es um die Frage, hinsichtlich welcher psychischen Eigenschaften sich Menschen als Individuen oder in Gruppen voneinander unterscheiden. „Temperament“ und „Charakter“ sind ältere Fachbezeichnungen und nicht als Synonym zu verwenden, da sie zum Teil eine andere Bedeutung haben. Es werden zahlreiche Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Die normale menschliche Variation von Persönlichkeitsmerkmalen steht dabei ebenso im Interesse der Forschung wie die Identifikation von Persönlichkeitsstörungen. Kernfragen sind beispielsweise die Stabilität oder Veränderung von Persönlichkeitsmerkmalen, ihre dispositionelle Funktion (Bedeutung für zukünftiges Verhalten) oder die Art ihrer Repräsentation und Manifestation (Konstrukte oder Rekonstrukte). In der Philosophie werden eher die Begriffe Personalität und Person verwendet (vgl. Philosophische Anthropologie).
  • selbstbestimmung (Wikipedia)
    Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird.
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