Quintauris erweitert Technologie-Ökosystem für Next-Gen industrieller RISC-V-Plattformen

Strategische Kooperationen stärken Bereiche Software, Prozessor-IP, Entwicklung und Simulation

Quintauris erweitert Technologie-Ökosystem für Next-Gen industrieller RISC-V-Plattformen

(Bildquelle: Pedro Lopez, CEO Quintauris)

München, 8. September 2026 – RISC-V entwickelt sich mit hoher Dynamik von einer offenen Befehlssatzarchitektur zu einer tragfähigen Plattform für industrielle und Automotive-Anwendungen. Mit dieser Entwicklung verändern sich auch die Anforderungen an das Ökosystem: Neben leistungsfähigen Prozessoren sind nun auch standardisierte Ausführungsumgebungen, interoperable Softwareplattformen sowie eng aufeinander abgestimmte Entwicklungs-, Simulations- und Validierungswerkzeuge gefragt.

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Vor diesem Hintergrund hat Quintauris im ersten Halbjahr 2026 sein internationales Technologie-Ökosystem gezielt erweitert. Neue Kooperationen in den Bereichen Automotive-Software, Prozessor-IP, Entwicklungswerkzeuge und Simulation stärken den Plattformansatz des Unternehmens und schaffen die Voraussetzungen für eine schnellere und interoperable Einführung von RISC-V in sicherheitskritischen Embedded- und Automotive-Anwendungen.

„Der Erfolg von RISC-V entscheidet sich nicht allein auf der Ebene der Prozessorarchitektur,“ erklärt Pedro Lopez, CEO von Quintauris. „Entscheidend ist, wie gut sich Hardware, Software und Entwicklungstools zu einer durchgängigen Plattform verbinden lassen. Genau daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern.“

Technologiekompetenz entlang des gesamten Entwicklungsprozesses

Die im ersten Halbjahr angekündigten Kooperationen erweitern das Quintauris-Ökosystem gezielt entlang des gesamten Technologie-Stacks:

Mit Elektrobitstärkt Quintauris beispielsweise die Softwareebene des Ökosystems. Die Zusammenarbeit bringt umfassende Automotive-Softwarekompetenz in die Entwicklung offener Plattformen für softwaredefinierte Fahrzeuge ein. Damit werden OEMs und Tier-1-Zulieferer dabei unterstützt, RISC-V-basierte Architekturen effizient in zukünftige Fahrzeuggenerationen zu integrieren.

Auf Hardwareebene ergänzt die Kooperation mit Nuclei System Technology das Portfolio um leistungsfähige RISC-V-Prozessorkerne für Echtzeit- und Automotive-Anwendungen. Die Integration in die RT-Europa-Plattform schafft zusätzliche Optionen für standardisierte und interoperable Systemarchitekturen.

Auch die Entwicklungsumgebung wurde konsequent ausgebaut. Gemeinsam mit Ashling integriert Quintauris moderne Debugging- und Entwicklungswerkzeuge in sein Ökosystem und unterstützt Entwickler über den gesamten Softwarelebenszyklus hinweg – von der ersten Implementierung bis zur Systemvalidierung.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch die Einführung der EM- Altair Profile Specification. Diese definiert eine standardisierte RISC-V-Ausführungsumgebung für mikrocontrollerbasierte Embedded-Systeme und schafft damit die Grundlage für langfristige Binärkompatibilität über unterschiedliche Implementierungen hinweg. Durch klar definierte ISA-Erweiterungen, Privilegierungsmodelle und Systemannahmen reduziert EM-Altair die Fragmentierung des Embedded-RISC-V-Ökosystems und erleichtert die Entwicklung portabler Software.

Diese Kooperationen ergänzen die bestehenden Plattformaktivitäten von Quintauris und zeigen, wie sich ein offenes Industrieökosystem Schritt für Schritt vervollständigt. Anstelle isolierter Einzellösungen entsteht ein integrierter Technologie-Stack, der Entwickler von der Prozessorarchitektur über Software und Toolchains bis hin zu Simulation und Validierung unterstützt.

Interoperabilität als Schlüssel zur industriellen Einführung von RISC-V

„Interoperabilität entsteht nicht von selbst“, so Lopez. „Sie ist das Ergebnis gemeinsamer Standards, enger Zusammenarbeit und eines Ökosystems, in dem sich unterschiedliche Technologien sinnvoll ergänzen. Unser Ziel ist es, genau diese Grundlage für die industrielle Nutzung von RISC-V zu schaffen.“

Wissen teilen, Innovation beschleunigen

Mit dem kontinuierlichen Ausbau seines Partnernetzwerks unterstreicht Quintauris seine Rolle als Enabler eines offenen und interoperablen RISC-V-Ökosystems. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Wissensvermittlung, um den Einstieg in die offene Architektur weiter zu erleichtern. So wurde die Quintauris-UGR-Aula ins Leben gerufen, um das Wissen über die RISC-V-Technologie und ihre entscheidende Rolle bei der Ermöglichung der Hardware-Entwicklung der nächsten Generation zu fördern. In Kursen wie „Introduction to RISC-V“, die gemeinsam mit der Universität Granada angeboten werden, erhalten Entwickler und Technologieentscheider einen praxisnahen Überblick über die Architektur, das wachsende Ökosystem und die Einsatzmöglichkeiten von RISC-V in industriellen Anwendungen.

Quintauris ist ein globaler Anbieter von RISC-V-basierten Produkten. Das im Jahr 2023 gegründete Unternehmen entwickelt Profile, Referenzarchitekturen und Softwarekomponenten, die eine hohe Kompatibilität gewährleisten und dazu beitragen, dass RISC-V-Lösungen in verschiedenen Branchen breite Anwendung finden.

Quintauris wurde von führenden Halbleiterherstellern wie Bosch, Infineon, Nordic Semiconductor, NXP, Qualcomm und STMicroelectronics gegründet. Das Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, die weltweite Einführung von RISC-V, der offenen Standard-Befehlssatzarchitektur (ISA), zu beschleunigen. Ziel ist es, damit die Entwicklung von Prozessoren der nächsten Generation für Automobil-, Industrie- und IoT-Anwendungen zu ermöglichen.
Detailliertere Informationen stehen auf www.quintauris.com bereit. Darüber hinaus stehen wir Ihnen auf LinkedIn und YouTube für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

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81373 München

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Befehlssatzarchitektur (Wikipedia)
    Als Befehlssatzarchitektur, Befehlsarchitektur oder auch Programmiermodell, englisch instruction set architecture bzw. als Akronym ISA, wird die gesamte nach außen sichtbare Architektur eines Prozessors verstanden. Sie erlaubt als Schnittstelle zwischen Software und Hardware eine vollständige Abstraktion der Hardware, da sie sich auf die Funktionalität des Prozessors beschränkt. Während also die Mikroarchitektur die Implementierung in Hardware definiert, spezifiziert die ISA das Verhalten des Prozessors für die Software. Die durch Prozessorarchitekturen implementierten Befehlssätze werden als Teil der Architektur verstanden und erhalten daher in der Regel deren Namen, z. B. die x86-Architektur. Befehlssatzarchitekturen entwickeln sich mit der Prozessorarchitektur weiter. Werden die Neuerungen als Befehlssatzerweiterungen implementiert ohne den bisherigen Befehlssatz zu verändern, bleibt die ISA rückwärtskompatibel, wie dies beispielsweise bei x86 der Fall ist: Mit IA-32 ist die 32-Bit-Erweiterung der ursprünglichen 16-Bit-ISA definiert und mit x64 ist ein 64-Bit-Befehlssatz und ein 64-Bit-Betriebsmodus dazugekommen. Da die Befehlssatzarchitektur als formale Beschreibung spezifiziert ist, gibt sie vor allem Assemblersprache-Programmierern die Möglichkeit, das einheitliche Verhalten von Maschinencode für verschiedene Implementierungen einer bestimmten ISA (Mikroarchitekturen oder virtuelle Maschinen) in Bezug auf Register, Datentypen etc. nachzuvollziehen. Damit kann er oder sie binärkompatible Programme für verschiedene Prozessoren erstellen, wenn sie dieselbe Befehlssatzarchitektur verwenden.
  • Prozessorarchitektur (Wikipedia)
    Die Prozessorarchitektur bezieht sich auf die spezifische Struktur und Organisation eines Prozessors, der ein wesentlicher Bestandteil von Computern und anderen elektronischen Geräten ist. Sie umfasst eine Vielzahl von Aspekten, darunter die Struktur der Befehlssätze, die Pipelining-Techniken, die Verwendung von Caches und Registern, die Anordnung der funktionellen Einheiten sowie die Art und Weise, wie Daten und Anweisungen im Prozessor verarbeitet werden. Eine Prozessorarchitektur ist eine Rechnerarchitektur oder eine Mikroarchitektur und beschreibt einen Mikroprozessor. Auch viele andere integrierte Schaltungen (ICs) besitzen spezialisierte Architekturen, z. B. der Grafikprozessor (GPU).
  • Simulation (Wikipedia)
    Die Simulation (lateinisch simulatio) oder Simulierung (von lateinisch simulare) bezeichnet die Nachbildung von realen Szenarien zum Zwecke der Ausbildung (Flugsimulator, Patientensimulator), der Unterhaltung (Flugsimulator, Zugsimulator), der Analyse oder dem Design von Systemen, deren Verhalten für die theoretische, formelmäßige Behandlung zu komplex sind. Simulationen werden für viele Problemstellungen der Praxis eingesetzt. Bekannte Einsatzfelder sind die Simulation von städtischen und regionalen Systemen wie Strömungs-, Verkehrs-, Wetter- und Klimasimulation, technische Systeme, biophysikalische- und chemische Abläufe aber auch das Üben von Fähigkeiten (Skills) oder Teamarbeit (Crisis Resource Management CRM, Crew Resource Management) sowie der Finanzmarkt. Bei der Simulation werden Experimente oder Trainings an einem Modell durchgeführt, um Erkenntnisse über das reale System zu gewinnen. Dabei wird das Modell unterschiedlichen Einflussgrößen ausgesetzt; z. B. Bedienereingaben, Umwelteinflüsse, Fehlerfälle und die angedachten Anwendungsfälle (use cases). Im Zusammenhang mit Simulation spricht man von dem zu simulierenden System und von einem Simulator als Implementierung oder Realisierung eines Simulationsmodells. Letzteres stellt eine Abstraktion des zu simulierenden Systems dar (Struktur, Funktion, Verhalten). Der Ablauf des Simulators mit konkreten Werten (Parametrierung) wird als Simulationsexperiment bezeichnet. Dessen Ergebnisse können dann interpretiert und auf das zu simulierende System übertragen werden. Der erste Schritt bei einer Simulation ist stets die Modellfindung. Wird ein neues Modell entwickelt, spricht man von Modellierung. Ist ein vorhandenes Modell geeignet, um Aussagen über die zu lösende Problemstellung zu machen, müssen lediglich die Parameter des Modells eingestellt werden. Die Simulationsergebnisse können dann für Rückschlüsse auf das Problem und mögliche Lösungen genutzt werden. Daran können sich – sofern stochastische Prozesse simuliert wurden – statistische Auswertungen anschließen.
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