Nabelschnurblut könnte Schlüssel für langes Leben sein

Nabelschnurblut könnte Schlüssel für langes Leben sein

Vita 34 – Stammzelleneinlagerung

Viele Menschen wünschen sich ein langes Leben – aber vor allem ein gesundes Leben. In der modernen Medizin spielt dabei ein Begriff eine immer größere Rolle: Longevity. Damit ist die Verlängerung der gesunden Lebensjahre gemeint.

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang sind Stammzellen. Sie helfen dem Körper, sich zu erneuern und zu reparieren. Besonders im Fokus stehen heute sehr junge Stammzellen, die bei der Geburt eines Kindes aus dem Nabelschnurblut gewonnen werden können. Gleichzeitig wird oft über „Longevity“ als Lifestyle-Trend gesprochen. Dieser Beitrag erklärt den Zusammenhang von Stammzellen aus dem einzigartigen Nabelschnurblut und Longevity.

1. Altern und Stammzellen: Die Grundlagen einfach erklärt
Unser Körper besteht aus vielen Milliarden Zellen. Manche davon sind Stammzellen. Diese sind etwas Besonderes, weil sie sich teilen und zu verschiedenen Zellarten entwickeln können. So helfen sie zum Beispiel dabei, Blut, Haut oder das Immunsystem zu erneuern.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Anzahl der Stammzellen ab und die Stammzellen arbeiten nicht mehr so gut wie früher. Das bedeutet: Der Körper kann sich langsamer regenerieren. Wunden heilen schlechter, das Immunsystem wird schwächer und das Risiko für Krankheiten steigt.

2. Longevity-Forschung: Was ist heute schon möglich?
Die Forschung zu Stammzellen und gesundem Altern läuft auf zwei Ebenen:
Erstens: Die Ebene der Forschung im Labor (präklinisch). In Tiermodellen hat man gesehen, dass jüngere Stammzellen altersbedingte Schäden teilweise ausgleichen können. Diese Ergebnisse sind spannend, gelten aber noch nicht direkt für den Menschen.
Zweitens: Die Ebene der Forschung am Menschen (klinisch). Es gibt erste Studien mit Menschen, zum Beispiel: zur Stärkung des Immunsystems oder zur Unterstützung der Regeneration.

Wichtig zu wissen: Eine echte Verjüngung oder Lebensverlängerung beim Menschen ist bisher noch nicht bewiesen. Jedoch befinden sich schon viele Anwendungen in der Forschung und die Forschungsaktivitäten in diese Richtung sind so intensiv wie nie zuvor.

3. Prävention: Stammzellen bei der Geburt sichern
Die für Longevity erforschten und darüber hinaus für immer mehr Therapien von schweren Krankheiten wichtigen jüngsten Stammzellen können nur in einem einzigen Moment gesichert werden: 2-3 Minuten nach der Geburt.

Sie können aus Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe oder der Plazenta gewonnen werden und sie sind biologisch die jüngsten Zellen, die man von einem Menschen gewinnen kann, kaum durch Umweltfaktoren belastet und besonders anpassungsfähig.

Die Entnahme der Stammzellen erfolgt kurz nach der Geburt. Sie ist schmerzfrei und risikolos für Mutter und Kind. Die Stammzellen gelten als ethisch unbedenklich, da sie normalerweise als „klinischer Abfall“ gelten und ohne Zerstörung von Embryonen gewonnen werden. Nach der Geburt werden sie eingefroren und so langfristig gelagert.

Die Einlagerung ist eine vorsorgliche Entscheidung, die die einzigartige Möglichkeit schafft, einem Kind später im Leben eigene, junge Stammzellen für medizinische Therapien oder dann neu erforschte Longevity-Anwendungen zur Verfügung stehen zu können – zum Beispiel in der regenerativen Medizin.
Obwohl eine tatsächliche Lebensverlängerung durch Stammzellen aktuell erst in der spannenden Phase der Erforschung ist, gibt es keine Alternative zur präventiven Stammzelleneinlagerung. Denn der Moment der Geburt ist der einzige Moment, in dem diese jungen Stammzellen gesichert werden können.

Fazit
Stammzellen spielen eine wichtige Rolle in der modernen Medizin – sie werden schon heute in Therapien von mehr als 80 Krankheiten angewendet. Mit Longevity ist nun ein wichtiges weiteres Forschungsfeld hinzugekommen. Aber nicht nur ein Forschungsfeld: Der Trend zum gesunden Altern ist auch ein großer, internationaler Trend. Die vorsorgliche Sicherung von Stammzellen bei der Geburt kann Familien eine zusätzliche medizinische Option für die Zukunft eröffnen, die schmerzlos durchzuführen aber nur in einem sehr kurzen Zeitfenster möglich ist.

Die zukünftigen Forschungserkenntnisse werden zeigen, was alles möglich wird. Gut informierte Entscheidungen, transparente Informationen und verantwortungsvolle Forschung sind der Schlüssel, um das heutige und das zukünftige Potenzial von Stammzellen sinnvoll zu nutzen.

Die FamiCord Group ist der Pionier und Marktführer im Zellbanking in Europa. Mit rund 750 Mitarbeiter*innen sind wir in mehr als 30 Ländern tätig und erwirtschaften einen Jahresumsatz von über EUR 75 Mio. In über 25 Jahren Unternehmensgeschichte haben wir über eine Million Zellpräparate eingelagert und die Therapie von über 7.000 Menschen unterstützt. Die FamiCord Group befindet sich auf einer spannenden Reise, auf der wir mehrere kleinere europäische Unternehmen mit jahrzehntelanger Tradition und etablierten lokalen Marktpositionen in eine starke internationale Gruppe integrieren.

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https://vita34.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • forschung (Wikipedia)
    Unter Forschung versteht man, im Gegensatz zum zufälligen Entdecken, die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie deren Dokumentation und Veröffentlichung. Publiziert wird überwiegend als wissenschaftliche Arbeit in relevanten Fachzeitschriften und/oder über die Präsentation bei Fachtagungen. Forschung und Forschungsprojekte werden im wissenschaftlichen und industriellen, aber auch im künstlerischen Rahmen betrieben.
  • Geburt (Wikipedia)
    Geburt (lateinisch partus und altgriechisch γονή gonḗ), auch Entbindung (der Mutter von einem Kind) oder altertümlich Niederkunft (der Mutter mit einem Kind), ist der Vorgang des den Mutterleib verlassenden Kindes, welcher das Ende einer Schwangerschaft darstellt. Unter physiologischen Bedingungen wird die Geburt vom Fötus eingeleitet. Eine Schwangerschaft dauert beim Menschen durchschnittlich 266 Tage und endet, wenn der Fötus die Gebärmutter der Mutter verlässt. Die meisten Kinder werden innerhalb von jeweils zwei Wochen vor bzw. nach dem errechneten Termin geboren. Auf den Tag genau zum errechneten Termin kommen nur vier Prozent der Kinder zur Welt. Eine baldige Geburt kann sich durch folgende Symptome ankündigen: durch das Einsetzen der Eröffnungswehen (Dauer ungefähr 30–60 Sekunden, alle 10 Minuten) durch einen eventuell leicht blutigen Ausfluss infolge des sich lösenden Schleimpfropfes vom Muttermund (Zeichnungsblutung), teilweise einige Tage vor der Geburt den Blasensprung (das Platzen der Fruchtblase) Durchfall oder Erbrechen In der Medizin beginnt die Geburt, wenn der Muttermund mindestens fünf Zentimeter eröffnet ist und die Wehen regelmäßig und muttermundswirksam sind. Bei Überschreitung des sogenannten errechneten Termins um etwa 14 Tage oder wegen medizinischer Notwendigkeit kann durch eine Geburtseinleitung der Geburtsbeginn künstlich herbeigeführt werden.
  • Gesundheitsvorsorge (Wikipedia)
    Gesundheitsvorsorge steht für: Krankheitsprävention, Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Krankheiten Gesundheitsförderung, vorbeugende Maßnahmen, „vorausschauende Problemvermeidung“ Gesundheitsvorsorge (Unfallversicherung), eine Gemeinschaftseinrichtung der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Longevity (Wikipedia)
    Longevity [ɫɔnˈdʒɛvəti] bedeutet Langlebigkeit. Der Begriff beinhaltet im deutschen Sprachgebrauch vor allem Erkenntnisse und Ratschläge zur Verlängerung der menschlichen Lebenszeit, wobei es das Ziel ist, den Alterungsprozess zu verlangsamen, altersbedingte Beschwerden zu vermeiden und vor allem die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren oder gar zu erhöhen. Quantität und Qualität der Lebensjahre sollen gesteigert werden. Longevity wird teilweise noch umfassender aufgefasst, so beinhaltet der Begriff nicht nur Maßnahmen zur Verlängerung der Lebenszeit im Alter, sondern er umfasst die gesamte menschliche Lebensspanne und gibt Hinweise, um Gesundheit und Vitalität zu bewahren oder zu verbessern. Der Begriff „Longevity“ ist ein Kofferwort, das aus den lateinischen Begriffen „longus“ (lang) und „vita“ (Leben) besteht und aus dem Englischen in das Deutsche übernommen worden ist.
  • Nabelschnurblut (Wikipedia)
    Als Nabelschnurblutstammzellen bezeichnet man Stammzellen, die aus Nabelschnurblut oder auch Plazentarestblut nach der Abnabelung des Kindes gewonnen werden. Seit Ende der 1980er-Jahre weiß man, dass Nabelschnurblut reich an Stammzellen ist, die in der Lage sind, das blutbildende System wiederherzustellen. Der Grund dafür ist die Wanderung der Blutbildung, die während der fetalen Entwicklung in Leber und Milz ansässig ist, in das Knochenmark. Diese Wanderung erfolgt im letzten Schwangerschaftsdrittel über den Blutkreislauf des Kindes. Dadurch finden sich zum Zeitpunkt der Geburt im Blut des Kindes und damit auch im Restblut von Nabelschnur und Plazenta außergewöhnlich viele Stammzellen. Nabelschnurblutstammzellen wurden 1988 erstmals durch die französische Ärztin Eliane Gluckman in Paris medizinisch genutzt, um ein Kind mit Fanconi-Anämie zu behandeln. Bis 2011 sind über 20.000-mal Nabelschnurblutstammzellen, überwiegend als Fremdtransplantation, zum Einsatz gekommen (→ Stammzelltransplantation), und über 600.000 Spenden waren aufbewahrt. Es wurden bisher ungefähr 50 000 Nabelschnurblut Transplantationen durchgeführt.
  • Schwangerschaft (Wikipedia)
    Die Schwangerschaft (fachsprachlich auch Gestation oder Gravidität, lateinisch graviditas) ist der Zeitraum, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer werdenden Mutter, genannt Schwangere, zu einem Kind heranreift. Die Schwangerschaft bei Menschen dauert bei normalem Verlauf von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 38 Wochen, mit einer Schwankungsbreite von mehreren Wochen. In den ersten acht Wochen nach der Befruchtung der Eizelle wird das heranreifende Kind als Embryo bezeichnet. Nachdem die inneren Organe ausgebildet sind (ab der neunten Entwicklungswoche), wird die Bezeichnung Fötus (auch Fetus) verwendet.
  • Stammzellen (Wikipedia)
    Als Stammzellen werden allgemein Körperzellen bezeichnet, die sich in verschiedene Zelltypen oder Gewebe ausdifferenzieren können. Je nach Art der Stammzelle und ihrer Beeinflussung haben sie das Potenzial, sich in jegliches Gewebe (embryonale Stammzellen) oder in bestimmte festgelegte Gewebetypen (adulte Stammzellen) zu entwickeln. Stammzellen sind in der Lage, Tochterzellen zu generieren, die selbst wiederum Stammzelleigenschaften besitzen, aber auch solche mit größerer Ausdifferenzierung. Hierzu befähigt sie ein noch nicht vollständig geklärter Mechanismus asymmetrischer Zellteilung. Über das jeweilige Schicksal der Zellen entscheidet dabei vor allem das biologische Milieu, in dem sie sich befinden. Stammzellen werden vor allem durch ihr ontogenetisches Alter und ihr Differenzierungspotenzial unterschieden: die ontogenetisch frühesten Stammzellen sind die pluripotenten embryonalen Stammzellen, aus denen später die primitiven Keimstammzellen sowie die somatischen Stamm- und Progenitorzellen (oder Vorläuferzellen) hervorgehen. Phylogenetisch gehen die Stammzellen auf den letzten gemeinsamen eukaryotischen Vorfahren (LECA) zurück. Auch Pflanzen besitzen Stammzellen. Diese befinden sich an der Spitze des Sprosses im sogenannten Apikalmeristem sowie an den Wurzelspitzen im Wurzelmeristem. Im Gegensatz zu fast allen tierischen und menschlichen Zellen besitzen bei Pflanzen praktisch alle Zellen die Fähigkeit, einen kompletten Organismus zu regenerieren.
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