Das Luftfrachtaufkommen an deutschen Flughäfen wächst weiter. Nach Angaben des Flughafenverbands ADV wurden von Januar bis August 2026 insgesamt rund 3,22 Millionen Tonnen Luftfracht umgeschlagen, was einer Steigerung von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und 4,8 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Der ADV bezeichnet Luftfracht damit als den stabilsten Wachstumsbereich des deutschen Luftverkehrs.[1]
Für Verlader kann Luftfracht zusätzliche Flexibilität schaffen und dabei helfen, Risiken durch Verzögerungen im Seeverkehr abzufedern. Verlängern sich Laufzeiten aufgrund von Hafenüberlastungen oder ausgefallenen Abfahrten, kann sie kritische Lieferlücken schließen. Zugleich ist zu beachten, dass Luftfracht deutlich teurer und ihre Kapazität strukturell begrenzt ist. Die Herausforderung besteht somit darin, den richtigen Umfang zu bestimmen, anstatt möglichst viel Fracht in die Luft zu verlagern.
Mehr Resilienz – aber nicht um jeden Preis
Wer seine Lieferkette widerstandsfähiger machen möchte, sollte Luftfracht nicht als pauschalen Ersatz für die Seefracht betrachten. Bei jeder sich abzeichnenden Verzögerung sämtliche Sendungen auf das Flugzeug zu verlagern, würde zwar kurzfristig Lieferzeiten absichern, zugleich aber hohe und auf Dauer nicht tragfähige Premiumkosten verursachen.
Entscheidend ist deshalb, Produkte nach ihrer geschäftlichen Kritikalität zu priorisieren. Faktoren wie Umsatzbeitrag, Marge, Bestandsrisiko und Kundenverpflichtungen helfen dabei zu bestimmen, welche Waren für Luftfracht infrage kommen. Weniger zeitkritische Produkte können weiterhin kostengünstiger auf dem Seeweg transportiert werden, während Luftfracht gezielt für Sendungen eingesetzt wird, bei denen eine Verspätung erhebliche wirtschaftliche Folgen hätte.
Ausschlaggebend ist der Vergleich zwischen dem Aufpreis für Luftfracht und dem möglichen Schaden einer Verzögerung. Übersteigt dieser die Mehrkosten des Verkehrsträgerwechsels, ist der Einsatz wirtschaftlich sinnvoll. Statt unter akutem Zeitdruck zu entscheiden, sollten dafür bereits im Vorfeld klare Kriterien für Serviceanforderungen und Geschäftsrisiken definiert werden.
Die Balance dauerhaft steuern
C.H. Robinson empfiehlt hierfür einen festen Entscheidungsrahmen, in dem die Transportkosten auch in Hinblick auf Serviceanforderungen und Geschäftsrisiken evaluiert werden. Die entsprechenden Schwellenwerte sollten feststehen, bevor Zeitdruck und knappe Kapazitäten die Entscheidung verteuern. So wird Luftfracht weder zum Notfallknopf noch zur teuren Standardlösung, sondern zu einer geplanten und budgetierten Eskalationsstufe innerhalb einer multimodalen Transportstrategie.
Damit dieser Ansatz im Tagesgeschäft funktioniert, unterstützt C.H. Robinson Verlader dabei, relevante Sendungs- und Kostendaten zusammenzuführen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Mit Navisphere® Advanced Visibility lassen sich beispielsweise prognostizierte Abweichungen überwachen, sodass Verkehrsträgerwechsel eingeleitet werden können, bevor Kapazitäten knapp werden. Kennzahlen wie gefährdeter Umsatz, die termingerechte Zustellung kritischer Sendungen und der Anteil der Premiumfracht am Transportbudget helfen zugleich, Nutzen und Kosten des Luftfrachteinsatzes kontinuierlich zu bewerten.
Werden die genannten Aspekte zu einem ganzheitlichen Transportansatz vereint, kommt Luftfracht dort zum Einsatz, wo ihr Aufpreis einen größeren wirtschaftlichen Schaden verhindert, während günstigere Verkehrsträger in den übrigen Fällen die bessere Wahl bleiben.
Weitere Informationen zum Thema: Managing Global Air Freight Disruptions | C.H. Robinson
[1] Monatsstatistik | Flughafenverband ADV
C.H. Robinson ist weltweit führendes Unternehmen im Bereich Lean AI-Lieferketten. Seit über einem Jahrhundert vertrauen Unternehmen weltweit auf C.H. Robinson, um den Transport ihrer Güter neu zu gestalten. Unter dem Motto „Building Tomorrow“s Suppy Chains, Today™“ arbeitet C.H. Robinson heute mit demselben Einsatz an Lösungen für die Zukunft. 83.000 Kunden und 450.000 Spediteuren vertrauen C.H. Robinson jährlich 37 Millionen Sendungen im Wert von 23 Milliarden US-Dollar an. Maßgeschneiderte Lösungen sorgen weltweit für optimierte LKW-, Teilladungs-, See- und Lufttransporte sowie viele weitere Logistikservices. Die einzigartige Kombination aus menschlicher Expertise und Lean AI macht Lieferketten schneller, intelligenter und nachhaltiger. Als verantwortungsbewusstes globales Unternehmen investiert C.H. Robinson jedes Jahr Millionenbeträge in Projekte, die seinen Mitarbeitenden besonders am Herzen liegen. Weitere Informationen finden Sie unter chrobinson.com. (Nasdaq: CHRW)
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- Kapazität (Wikipedia)
Kapazität (von lateinisch capacitas „Fassungsvermögen“) steht für: Elektrische Kapazität (Physik), Maß für die Fähigkeit eines Körpers oder Systems, elektrische Ladung zu speichern Kondensator (Elektrotechnik) als umgangssprachliches Synonym für das elektrische Bauelement Kapazität (galvanische Zelle), maximale Ladungsmenge einer galvanischen Zelle, wie Batterien und Akkumulatoren Wärmekapazität (Physik), Vermögen eines Körpers, Energie in Form von Wärme zu speichern Kapazität (Hydraulik), Verhältnis der Volumenänderung zur damit verbundenen Druckänderung Kapazität (Kettenschaltung), auszugleichende Anzahl an Zähnen eines Schaltkäfigs beim Fahrrad mit Kettenschaltung Volumen von Hohlkörpern, auch im übertragenen Sinne Speicherkapazität (Informatik), Daten-Fassungsvermögen einer Speicher-Hardware Kanalkapazität (Informationstheorie), maximale Bitrate fehlerfreier Übertragung Kapazität eines Schnittes als die Summe der Kapazitäten der aus dem Schnitt herausführenden Kanten (Graphentheorie); siehe Flüsse und Schnitte in Netzwerken#Schnitt Kapazität (Verkehr), maximaler Verkehrsfluss einer Verkehrsanlage Kapazität (Wirtschaft), Produktionsleistung oder Gesamtheit der Produktionsstätten Kapazität (Mathematik), monotone Mengenfunktion Lernvermögen einer Person (Psychologie); siehe Lernen hervorragender Fachmann bzw. anerkannter Experte seines Fachgebietes (allgemein). Synonym: Koryphäe Siehe auch: - Kostenkontrolle (Wikipedia)
Plankosten sind in der Betriebswirtschaftslehre der durch Kostenplanung im Voraus ermittelte künftige Verbrauch an Produktionsfaktoren, der in Unternehmen bei normalem Arbeitsablauf in Zukunft erreicht werden soll. - Kundenbindung (Wikipedia)
Die Kundenbindung umfasst im Marketing sämtliche Maßnahmen eines Unternehmens, die darauf abzielen, ein wiederholtes Kaufverhalten beim Kunden auszulösen und aus Laufkundschaft durch Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit Stammkunden zu gewinnen. - Lieferfähigkeit (Wikipedia)
Die Lieferfähigkeit (englisch delivery excellence) ist in der Wirtschaft die durch das Supply-Chain-Management zu gewährleistende Verfügbarkeit, Produkte jederzeit bei auftretender Nachfrage liefern zu können. - Luftfracht (Wikipedia)
Die Luftfracht (englisch air freight, cargo) umfasst alle Güter, die durch Luftverkehr mittels Luftfrachtbrief durch Luftfrachtführer transportiert werden („Luftverlastung“). - Priorisierung (Wikipedia)
Priorisierung oder Prioritätensetzung steht für: allgemein das Festlegen einer Priorität im Rahmen des Zeitmanagements die Festlegung von Rangfolgen bei Aufgaben Priorisierung medizinischer Leistungen, Abstufung nach dem Vorrangigkeitsprinzip Siehe auch: - Resilienz (Wikipedia)
Resilienz (von lateinisch resilire „zurückspringen, abprallen“) steht für: Resilienz (Systemtheorie), Fähigkeit eines Systems zum Selbsterhalt Resilienz (Psychologie), psychische Widerstandsfähigkeit Resilienz (Soziologie), Fähigkeit von Gesellschaften, externe Störungen zu verkraften Resilienz (Ingenieurwissenschaften), Fähigkeit technischer Systeme, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen Resilienz (Ökosystem), Fähigkeit eines Ökosystems, nach einer Störung zum Ausgangszustand zurückzukehren Resilienz, systemische Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Störungen, siehe Resilienz-Management Resilienz (Zahnmedizin), Nachgiebigkeit der Mundschleimhaut bei Belastung Resilienz (Energiewirtschaft), Ausfallsicherheit in der Energieversorgung Resilienz (Mathematik), ein Begriff aus der Theorie der Blätterungen Resilienz (Betriebswirtschaftslehre), ein Konzept aus dem strategischen Management und Risikomanagement Siehe auch: organisatorische Resilienz (BSI-Standard) Robustheit gegen Benutzungsfehler (Resilienz technischer Systeme) Klimaresilienz (sozial-ökologische Resilienz bei Klimawandelfolgen) - Risikomanagement (Wikipedia)
Das Risikomanagement übernimmt in Unternehmen das Management von Unternehmensrisiken durch deren Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikoquantifizierung, Risikoaggregation, Risikobeurteilung, Risikobewertung, Risikokommunikation und abschließende Risikobewältigung. - Seefracht (Wikipedia)
Frachtgut – auch Ladung, Cargo oder, im allgemeinen Sprachgebrauch, Fracht genannt – ist die Bezeichnung für ein Transportgut, das von einem Frachtführer gegen Entgelt befördert wird. Das Entgelt für den Transport von Frachtgut wird als Fracht bezeichnet. Der Begriff für den Transport zwischen Verlade- und Entladestation wird als Fuhre bezeichnet. Unterschieden wird zudem zwischen Binnenfracht (innerhalb eines Staates) und Seefracht. - Service (Wikipedia)
Service (englisch service, „Dienst“; aus französisch bzw. altfranzösisch servise, „Dienstbarkeit, Ehrerbietung“; aus lateinisch servitium „Sklavendienst“) mit Betonung auf der ersten Silbe steht für: alle Arten einer Dienstleistung Kundendienst Service (französisch service „Tafelgeschirr“, ursprünglich „das, was dem Mahle dient“) mit Betonung auf der zweiten Silbe steht für einen zusammengehörenden Satz Essgeschirr, siehe Essgeschirr die Bedienung der Gäste in der Gastronomie, siehe Servieren die Überprüfung eines Kraftfahrzeugs in einer Werkstatt, siehe Kfz-Inspektion in der Schweiz allgemein eine Wartung Service (Musik), die Vertonung eines englischen Gottesdienstes Aufschlag in einzelnen Sportarten, siehe Angabe in der Informatik eine Bündelung von Funktionen in einer technischen Komponente, siehe Dienst (Informatik) Service Motors, ehemaliger US-amerikanischer Kraftfahrzeughersteller, 1911–1932 in Wabash, Ind. Service ist der Familienname folgender Personen: Elman Service (1915–1996), amerikanischer Ethnologe James Service (1823–1899), australischer Politiker John Stewart Service (1909–1999), US-amerikanischer Beamter im State Department Robert Service (Historiker) (* 1947), britischer Historiker Robert W. Service (1874–1958), kanadischer Dichter und Novellist Siehe auch: SERVIS Serviss (Begriffsklärung) Ceviche Dienst (Begriffsklärung) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Service beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Service enthält - Transparenz (Wikipedia)
Transparenz (Durchsichtigkeit; Gegenteil: Intransparenz; Adjektiv: transparent) (lat. transparens ‚durchscheinend‘) steht für: Transparenz (Physik), Durchlässigkeit in Bezug auf elektromagnetische Wellen, insbesondere des Lichts Transparenz (Computergrafik), durchscheinend wirkende Elemente einer Bilddatei Transparenz (Akustik), Unterscheidbarkeit aufeinanderfolgender Töne Transparenz (Computersystem), Hardware oder Software, deren Existenz für den Benutzer weder direkt erkennbar noch relevant ist Transparenz (Signalverarbeitung), Signalübermittlung, die sich beim Empfänger nicht bemerkbar macht Transparenz (Politik), öffentliche Nachvollziehbarkeit von Vorgängen in der Politik/Verwaltung Markttransparenz, Verfügbarkeit von Informationen in und über einen Markt Medientransparenz, Begriff aus der Kommunikationswissenschaft; siehe auch Medientransparenzgesetz (Österreich) Verhaltenstransparenz, Nachvollziehbarkeit des Verhaltens von Individuen; siehe Gläserner Mensch (Datenschutz) Durchsichtigkeit (lateinisch Perspicuitas) als optische und geistige Durchschaubarkeit, etwa bei der anatomischen Demonstrationszeichnung, siehe Leonardo da Vinci #Anatomische Studien Siehe auch: Transparent Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Transparenz beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Transparenz enthält Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit transparent beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel transparent enthält Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Transparency beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Transparency enthält Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit durchsichtig beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel durchsichtig enthält - Transportkosten (Wikipedia)
Transportkosten sind Kosten, die durch den Transport von Gütern oder Personal entstehen. - Umsatz (Wikipedia)
Umsatz steht für: Erlös, wertmäßige Erfassung des Absatzes eines Unternehmens Umsatz (Naturwissenschaft), die Bilanz der Mengenveränderung einer Grundgröße oder eines Elements den Besteuerungstatbestand der Umsatzsteuer die Zu- und Abgänge auf einem Girokonto Siehe auch: - Verkehrsträger (Wikipedia)
Verkehrsträger ist in der Verkehrswissenschaft und in der Verkehrspolitik die Gesamtheit aller Transport- und Verkehrsmittel, die auf technisch gleichartigen Verkehrswegen unterwegs sind oder die die Transportmittel betreibenden Verkehrsunternehmen. „Verkehrsträger“ wird im Sinne von „Verkehrsmedium“ verstanden, einem Trägermedium, das dazu dient, den Verkehr „aufzunehmen“, zu „tragen“. Verkehrsträger bezeichnen also verschiedene Arten von Verkehrswegen, die bestimmte Verkehrsleistungen aufnehmen und aushalten und damit das Verkehrsaufkommen einer Volkswirtschaft „tragen“. Verkehrsträger umfassen im weiteren Sinne die Verkehrsinfrastruktur, die für ein bestimmtes Transport- oder Verkehrsmittel vorhanden sein muss, damit eine Verkehrsleistung erbracht werden kann. Im engeren Sinne sind Verkehrsträger die Verkehrsunternehmen als Betreiber der Verkehrssysteme. Ein Verkehrsträger ist das Trägermedium, auf dem Verkehr stattfindet oder die zusammenfassende Bezeichnung der Verkehrsunternehmen einer Verkehrsart. Als Verkehrswege kommen Landwege (Fußwege, Radwege, Straßen, Eisenbahnstrecken), Wasserwege (Binnengewässer und Seewege) und die Luftwege (Luftstraßen, Organized Track System) in Frage. Findet auf ihnen Verkehr statt (Fußverkehr, Straßenverkehr, Schienenverkehr, Schiffsverkehr, Luftverkehr), so gelten sie als Verkehrsträger. Auch Rohöl-Rohrleitungen (Pipelines) werden in Verkehrsstatistiken zu den Verkehrsträgern gerechnet. Verkehrsträger im engeren Sinne sind die Verkehrsunternehmen der einzelnen Verkehrsarten: Verkehrsträger im weiteren Sinne sind alle Verkehrsunternehmen, die bestimmte Verkehrsarten anbieten.