Staffelübergabe bei der Aktion „Waldfegen“ und Vernissage zur Ausstellung „Pflanzen“

Kunsthaus KAT18: Mit der Natur im Einklang

Gemeinsam für die Kunst: das Team vom Kunsthaus KAT18 mit dem neuen Waldfegen-Team. Bild: Wingens

Mit rotem Samt verhangen, zog eine große Plakatwand die Blicke der zahlreich erschienen Gäste auf sich. Einzig der Schriftzug „Waldfegen“ ließ erahnen, was sich darunter verbarg. Unter Applaus wurde dann vor dem Kunsthaus KAT18 die Fotografie von der Aktion „Waldfegen“ des renommierten Kölner Künstlers Ivo Weber enthüllt. Dies war der Auftakt für ein sommerliches Kunst-Event, das in der Vernissage zur neuen Ausstellung „Pflanzen“ in der KAT18 Galerie gipfelte.

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„Für uns war es eine große Ehre, dass uns Ivo Weber im vergangenen Jahr zu seiner bedeutenden Aktion eingeladen hat“, betonte Jutta Pöstges, die künstlerische Leitung von Kunsthaus KAT18. Denn der bekannte Kölner Künstler realisiert seit mehr als zwanzig Jahren das „Waldfegen“ an gleicher Stelle, aber immer in neuer Form und mit wechselnden Besetzungen. In jedem Jahr lädt er eine andere Person aus dem kulturellen Feld ein, eine Gruppe von Waldfegenden zusammenzustellen. So waren im Herbst 2025 die Kunstschaffenden aus der Ateliergemeinschaft von Kunsthaus KAT18 und Teammitglieder gefragt, die Idee des Künstlers in Szene zu setzen. Nachdem das Foto gemacht worden war, das ab sofort auf der Plakatwand am Kartäuserwall zu sehen ist, folgte der nächste Akt: Wieder griffen alle Beteiligten, die den Waldboden unter Webers Regie freigelegt hatten, zu den Rechen und verteilten das Laub wieder auf der Fläche – ein Zeichen der Vergänglichkeit des Seins und in der Aktionskunst.

Nach der Enthüllung der Plakatwand wurde der sprichwörtliche Staffelstab an das Waldfegen-Team im Herbst 2026 unter Valeria Fahrenkrog übergeben. Mit einer Keramikvase von KAT18-Künstlerin Martina Stoffel, die mit einem Setzling aus dem Gebiet des Waldfegens bepflanzt wurde, bedankte sich Jutta Pöstges für das Vertrauen von Ivo Weber und wünschte dem neuen Team gutes Gelingen. Die anschließende Performance „Sternenkuchenbaum“ mit Tanja Geiß und Camillo Grewe am Piano lud die Gäste ins Innere des Kunsthauses ein. „Mich fasziniert immer wieder, wie unsere Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigungen ihre Potenziale entfalten und aufblühen“, erklärte Nils Fuchs, Leiter Kunsthaus KAT18 der Alexianer GWK START GmbH. Dies empfand auch das kunstaffine Publikum so, dass sich zur Vernissage in der Kaffeebar KAT18 einfand, die gleichzeitig als Galerie für das Kunsthaus fungiert. Dort werden noch bis zum 18. September die Werke der Kunstschaffenden in der Gruppenausstellung „Pflanzen“ gezeigt, die mit ihrer thematischen Anlehnung an die Waldfegen-Aktion in Zeichnungen und Malerei, Keramiken und einer neuen Teller-Edition den Bogen „natürlich“ schließt. Den Kunstgenuss untermalte die Band „ÄH NEIN!“ um Camillo Grewe, Souleymane Fall, Robert Trutnau und Tom Schaechter zusammen mit Stefan Kraus als Gast am Saxophon. Die Musiker ließen mit ihrem Konzert auf dem Vorplatz des Kunsthauses den sommerlichen Abend ausklingen.

KUNSTHAUS KAT18

Das Kunsthaus bietet professionelle Arbeitsplätze für Künstler*innen mit Beeinträchtigung. Dies sind Arbeitsplätze im Rahmen einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Bereits vor Eröffnung des Kunsthauses vor über 10 Jahren wurde mit Künstler*innen mit Beeinträchtigung in den Bereichen Rehabilitation, Kunst/Kunstvermittlung und Design gearbeitet. Feste regionale Kooperationspartner des Kunsthauses sind u. a. das Kunstmuseum Kolumba in Köln und das Kunstmuseum Bonn. Das KUNSTHAUS KAT18 arbeitet in einem internationalen Netzwerk zusammen mit Kulturinstitutionen und Künstler*innen aus dem europäischen Raum. Träger von Kunsthaus KAT18 ist die GWK START GmbH. Weitere Informationen unter www.kunsthauskat18.de

Über die Alexianer START GmbH

Die Alexianer START GmbH ist ein moderner Rehabilitations- und Bildungsträger mit Sitz in Köln und Münster an insgesamt 17 Standorten. Über 2.000 beeinträchtigte Menschen mit u.a. psychischen Erkrankungen sind bei Alexianer START beschäftigt, unterstützt von fast 500 Fachkräften. Das Angebot reicht von Tischlerei, Webdesign über Außenarbeitsplätze in Betrieben bis hin zu Qualifizierungsmaßnahmen, kulturellen/sportlichen Angeboten und einer individuellen Begleitung zum Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Zur Alexianer START GmbH gehören u.a. die Alexianer Klostergärtnerei in Köln, eine Betriebsstätte, die Kerzen für den Kölner Dom herstellt, die „Onkel Alex“-Läden in Hiltrup sowie, die sich im Aufbau befindliche, Klostergärtnerei in Amelsbüren. Die Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) sind im Alexianer Verbund und firmieren unter Alexianer GWK START GmbH. Mit modern ausgestatteten Betriebsstätten, erfahrenem Fachpersonal und einem inklusiven Selbstverständnis arbeiten die sozialen Unternehmen eng mit der regionalen Wirtschaft, Kommunen und sozialen Trägern zusammen. Weitere Informationen unter www.alexianer-start.de

Über die Alexianer GWK START GmbH

Die Alexianer GWK START GmbH ist ein Träger von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM). Als ein gemeinnütziges Unternehmen im Alexianer-Verbund ermöglicht sie Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen sowie mit psychischen Erkrankungen die Teilhabe am Arbeitsleben. Die Alexianer GWK START GmbH bildet sie an den Standorten in Köln und Bergisch Gladbach fort, entwickelt individuelle Stärken und bietet ihnen besondere Wohnformen sowie ambulant betreutes Wohnen an. Das Ziel: Menschen neue Perspektiven zu eröffnen, selbstbestimmt am Arbeitsleben teilzuhaben und Kompetenzen im Bildungsbereich zu erwerben. START steht für Schulung, Teilhabe, Arbeit, Rehabilitation und Team – und für den Anspruch, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken. Weitere Informationen unter www.gwk-koeln.de

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Kontakt
Alexianer START GmbH
Claudia Wingens
Gremberghovener Straße 32
51149 Köln
+49 160 966 581 39
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http://www.alexianer.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Kunst (Wikipedia)
    Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne) bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit von Menschen, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Nach Tasos Zembylas unterliegt der Formationsprozess des Kunstbegriffs einem ständigen Wandel, der sich entlang von dynamischen Diskursen, Praktiken und institutionellen Instanzen entfalte. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber auch der Prozess bzw. das Verfahren selbst sein. So wie die Kunst im gesamten ist das Kunstwerk selbst gekennzeichnet durch das Zusammenwirken von Inhalt und Form. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kunst wurde auf alle Produkte menschlicher Arbeit angewandt (vgl. Kunstfertigkeit) als Gegensatz zur Natur, was beispielsweise bei Kunststoff, Künstliche Ernährung, Künstliches Aroma, Künstliche Intelligenz ersichtlich wird. Jedoch versteht man seit der Aufklärung unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der schönen Künste: bildende Kunst mit den klassischen Gattungen Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur und etlichen Kleinformen sowie seit dem 19. Jahrhundert dem Kunstgewerbe, Gebrauchskunst oder angewandte Kunst genannten Grenzbereich zum Kunsthandwerk Musik mit den Hauptsparten Komposition und Interpretation in Vokal- und Instrumentalmusik, Gattungen der Musik (nach Funktion oder Besetzung) Literatur mit den Hauptgattungen Epik, Dramatik, Lyrik und Essayistik darstellende Kunst mit den Hauptsparten Theater, Tanz und Film Ausdrucksformen und Techniken der Kunst haben sich seit Beginn der Moderne stark erweitert, so mit der Fotografie in der bildenden Kunst oder mit der Etablierung des Comics als Verbindung bildender Kunst mit der Narrativität der Literatur. Bei den darstellenden Künsten, Musik und Literatur lassen sich heute auch Ausdrucksformen der Neuen Medien wie Hörfunk, Fernsehen, Werbung und …
  • Werkstatt für behinderte Menschen (Wikipedia)
    Eine Werkstatt für behinderte Menschen (offizielle Abkürzung WfbM, früher auch „beschützende Werkstatt“, heute auch „Förderwerkstatt“ oder „Werkstatt für angepasste Arbeit“) ist eine Einrichtung zur „Eingliederung“ bzw. Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben in Deutschland („Berufliche Rehabilitation“, siehe Eingliederungshilfe). In Deutschland sind entsprechenden Einrichtungen in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) organisiert, auf europäischer Ebene besteht die European Association of service providers for persons with disabilities (Europäische Vereinigung der Dienstleister für Menschen mit Behinderungen, EASPD).
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