In Podcastfolge 3236 von „Ergebnisorientiert“ spricht Ernst Crameri darüber, wie stark Gedanken, Erwartungen und Eigenverantwortung das eigene Lebensgefühl bestimmen.

Ist dein Leben ein Paradies oder eine Hölle?

Ernst Crameri, Unternehmer, Coach und Autor des Podcasts „Ergebnisorientiert“

Viele Menschen erleben ihren Alltag als anstrengend, belastend oder frustrierend. Schnell entstehen Sätze wie: Der Partner macht nicht, was ich will. Der Chef nervt. Die Familie versteht mich nicht. Das Leben läuft gegen mich. Genau an diesem Punkt setzt Ernst Crameri in der neuen Folge seines Podcasts „Ergebnisorientiert“ an.

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Seine zentrale Frage lautet: Ist dein Leben ein Paradies oder eine Hölle? Für Crameri entsteht ein erheblicher Teil der Unzufriedenheit dadurch, dass Menschen anderen die Verantwortung für ihr eigenes Glück übertragen. Sie erwarten bestimmte Reaktionen, bestimmtes Verhalten und bestimmte Entscheidungen von ihrem Umfeld.

Erfüllen andere diese Erwartungen nicht, folgen Ärger, Enttäuschung und Frustration. Crameri spricht in diesem Zusammenhang von einer „hausgemachten Hölle“. Denn wer sein eigenes Wohlbefinden vollständig davon abhängig macht, was andere tun oder lassen, gibt einen großen Teil seiner Selbstbestimmung ab.

Die entscheidende Veränderung beginnt für Crameri deshalb nicht bei den anderen, sondern bei einem selbst. Gedanken, Haltung und Reaktionen seien Bereiche, auf die jeder Mensch direkten Einfluss nehmen könne.

Auch schlechte Tage gehören zum Leben. Entscheidend sei jedoch, wie lange man sich von einem negativen Moment bestimmen lasse. Wer sich stundenlang im Ärger verliert, verstärkt das Problem häufig selbst.

Crameri fordert dazu auf, die eigenen Gedanken bewusster wahrzunehmen. Gedanken beeinflussen Gefühle, Gefühle beeinflussen Handlungen und Handlungen wiederum die Ergebnisse des eigenen Lebens. Wer immer gleich denkt, gleich reagiert und gleich entscheidet, werde häufig auch immer wieder ähnliche Resultate erleben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Dankbarkeit. Wer ausschließlich auf das schaut, was fehlt, werde immer einen Grund finden, unzufrieden zu sein. Wer dagegen bewusst wahrnimmt, was bereits vorhanden ist, verändert seine Perspektive.

Für Crameri bedeutet Dankbarkeit nicht, Probleme zu verdrängen. Es geht vielmehr darum, den eigenen Blick nicht ausschließlich auf Mangel, Ärger und Schwierigkeiten zu richten.

Dadurch kann sich das Lebensgefühl deutlich verändern. Nicht immer deshalb, weil sich die äußeren Umstände sofort verbessern, sondern weil sich die eigene Bewertung der Situation verändert.

Die Folge stellt deshalb auch die Opferhaltung infrage. Menschen seien nicht jeder Situation hilflos ausgeliefert. Selbst wenn sich äußere Umstände nicht sofort verändern lassen, bleibe die Möglichkeit, die eigene Reaktion darauf bewusst zu wählen.

„Hilf dir selbst“ lautet eine der zentralen Aussagen. Wer Veränderung will, müsse Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und bereit sein, das eigene Denken zu überprüfen.

Crameri macht deutlich, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen aufhören, ausschließlich nach Schuldigen zu suchen. Stattdessen gehe es darum, den eigenen Anteil zu erkennen und aktiv zu verändern.

In der Crameri Academy vermittelt Ernst Crameri Erfahrungen aus 50 Jahren Unternehmertum, Coaching und persönlicher Entwicklung. Ziel ist es, neue Perspektiven zu eröffnen, negative Denkmuster schneller zu erkennen und Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben bewusster und eigenverantwortlicher zu gestalten.

Mehr Informationen zur Crameri Academy: Crameri Academy

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Dankbarkeit (Wikipedia)
    Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird. Man kann dem Göttlichen, den Menschen oder sogar dem Sein gegenüber dankbar sein, oder allen zugleich. Geschichtlich gesehen stand und steht die Erfahrung der Dankbarkeit im Blickpunkt einiger Weltreligionen. Sie wurde intensiv diskutiert von Moralphilosophen wie etwa Adam Smith in seiner Theorie der ethischen Gefühle (1759). Das systematische Studium der Dankbarkeit begann innerhalb der Psychologie um das Jahr 2000, ausgehend von der Positiven Psychologie.
  • Eigenverantwortung (Wikipedia)
    Als Eigenverantwortung oder Selbstverantwortung (auch Eigenverantwortlichkeit) bezeichnet man die Bereitschaft und die Pflicht einer Person, für das eigene Handeln und Unterlassen Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet, dass man für das eigene Tun und Unterlassen einsteht und die Konsequenzen, etwa in Form von Sanktionen, dafür trägt. Das Konzept ist sowohl in der Organisationslehre als auch von juristischer und sozioökonomischer Bedeutung. Es stellt eine Grundlage der Ideologie des Liberalismus dar. In dessen Ausprägung des Neoliberalismus bedeutet dies eine Pflicht des Einzelnen, sich aus eigener Kraft an äußere Umstände anpassen zu können.
  • Gedanken (Wikipedia)
    Ein Gedanke ist, was gedacht worden ist oder das Denken an etwas; eine Meinung, eine Ansicht oder ein Einfall bzw. ein Begriff oder eine Idee. Der Gedanke ist ein Ergebnis und eine Grundkomponente im Prozess des Denkens. Der Gedanke, ein Produkt des Denkprozesses in Form eines Urteils, eines Begriffs oder einer Kombination von beidem, der im idealen Fall das Allgemeine in der Masse der Einzeldinge widerspiegelt oder das Wesentliche, das Gesetzmäßige in der Vielfalt der Erscheinungen der den Menschen umgebenden Welt fixiert. Nach Freges Psychologismus­kritik im 19. Jahrhundert und nach Husserl wird wissenschaftssprachlich systematisch zwischen dem Gedanken im subjektiv-psychologischen und dem Gedanken im objektiven Sinn unterschieden. Gedanken als Denkoperationen, also als bewusste psychische Handlung, sprich Gedanken im subjektiven Sinn, sind Gegenstand der kognitiven Psychologie. Die (moderne) Logik hingegen befasst sich mit den Gedanken im objektiven Sinn. Der Gedanke im subjektiven Sinn betrifft die tatsächliche Entstehung (bei Frege: das Fassen) eines Gedankens. Der Gedanke im objektiven Sinn betrifft seine Geltung. Für einen Ratsuchenden ist es gewiss von einigem Wert, zu erfahren, wie sein Auskunftgeber auf den Gedanken gekommen ist, den er ihm mitgeteilt hat. Davon wird er nämlich dessen Glaubwürdigkeit abhängig machen. Ob allerdings die Aussage nicht nur glaubwürdig, sondern auch gültig, sprich: wahr ist, erfährt er nicht auf diesem Weg, sondern nur dadurch, dass er sie an den Tatsachen überprüft. Bei einem Gedanken ist also zwischen seiner Genesis und seiner Geltung zu unterscheiden. Beides kann interessant sein, beides sind annehmbare Perspektiven – aber es ist eben zweierlei. Missachtet man diese Differenz, dann setzt man die eine oder andere Hinsicht absolut. Derart einseitige Positionen sind: der Rationalismus (Ausschluss der Genesis) der Psychologismus (Ausschluss der Geltung). Der Ausdruck „Gedanke“ diente bis ins 16. Jahrhundert als Übersetzung von mens, dianoea und sententia, später nur noch für dianoea im Sinne der Tätigkeit des Verstandes (so Descartes oder Hamilton) oder für sententia im Sinne des Resultats des Denkens, z. B. als Aussage …
  • Lebensfreude (Wikipedia)
    Lebensfreude ist das subjektive Empfinden der Freude am eigenen Leben. In der Literatur findet sich der Begriff oftmals kombiniert mit weiteren erstrebenswerten positiven Attributen wie Selbstbewusstsein, Vitalität, Optimismus, Kreativität und Glücklichsein. Lebensfreude wird als das Gegenteil von Anhedonie und Depression beschrieben oder als das, was der Mensch anstrebt, will er eigene Depressionen überwinden.
  • perspektivwechsel (Wikipedia)
    Die Erzählperspektive eines erzählenden Textes (Epik) ist eine Antwort auf die Frage „Wo sieht und spricht der Erzähler?“ oder auch „Was kann der Erzähler wissen?“. In der Literaturwissenschaft gibt es, entsprechend den verschiedenen Erzähltheorien, auch zahlreiche Modelle von Erzählperspektiven. Die Erzählperspektive kann von der Erzählhaltung unterschieden werden. Die Erzählperspektive beschreibt, wie und aus welcher Sicht erzählt wird, die Erzählform sagt, wer erzählt bzw. in welcher Person erzählt wird.
  • selbstbestimmung (Wikipedia)
    Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird.
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