„Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ entwickelt sich weiter

Jetzt auch Herkunftskennzeichnung von Mischprodukten möglich

"Gutes aus deutscher Landwirtschaft" entwickelt sich weiter

(Bildquelle: Deutscher Raiffeisenverband e. V.)

Auf der Grünen Woche 2026 hat die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e. V. (ZKHL) gemeinsam mit dem Bundesverband der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) und dem Deutschen Raiffeisenverband e. V. (DRV) die Entwicklung des Herkunftskennzeichens Deutschland beleuchtet und ein neues Rohstoff-Zeichen vorgestellt. Mit dem Rohstoff-Zeichen ist es ab sofort möglich, in Mischprodukten die deutsche Herkunft der landwirtschaftlichen Rohstoffe auszuloben. Die Veranstaltung, die von Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer des BVEO e. V., moderiert wurde, stieß auf großes Interesse aus der Branche.

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Im Mittelpunkt stand die aktuelle Weiterentwicklung des Systems „Herkunftskennzeichen Deutschland“. Seit dem 01.01.2026 erlaubt das neue Rohstoff-Zeichen die Auslobung auf Produkten mit mehreren Zutaten. So wird beispielsweise mit dem Text „Kartoffeln aus deutscher Landwirtschaft“ auf einem Kartoffelsalat die deutsche Herkunft der Hauptzutat angezeigt. Das stellt eine deutliche Erweiterung der Auszeichnungsmöglichkeiten gegenüber dem bisher allein verfügbaren Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ dar.

Weiterhin wurden die zeichenfähigen Produktgruppen, auf denen die beiden Zeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ sowie das Rohstoff-Zeichen genutzt werden können, erweitert. Nun können auch Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Zucker, Fruchtsaft, Honig sowie Pflanzen und Blumen mit den Herkunftskennzeichen ausgelobt werden. Peter Jürgens, Geschäftsführer der ZKHL e. V., erklärte dazu: „Mit Einführung eines weiteren Zeichens „Rohstoff aus deutscher Landwirtschaft“ können jetzt landwirtschaftliche Rohstoffe mit deutscher Herkunft in vielen gemischten und verarbeiteten Produkten sichtbar gemacht werden. Das „Rohstoff-Zeichen“ schließt die Lücke, die das bisherige Zeichen bei gemischten und verarbeiteten Produkten aufgrund des geltenden Kennzeichnungsrechts zwangsläufig lässt. Dieses neue Zeichen wird dazu beitragen, die deutsche Herkunft der wesentlichen Rohstoffe in verarbeiteten Produkten transparenter zu machen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine klare Orientierung zu bieten.“

In einer prominent besetzten Podiumsdiskussion teilten Branchenvertreter ihre Erfahrungen mit dem Zeichen und ihre Erwartungen an die neue Zeichenfamilie:
– Michael Schulze Kalthoff, Mitglied des Vorstands der Westfleisch SCE mbH
– Hans Peter Goldnick, Präsident des ZDG
– Nico Wolff, Geschäftsführer der Spreenhagener Vermehrungs-betriebe für Legehennen GmbH
– Björn Fromm, Präsident des BVLH
– Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des DRV

Die Teilnehmer stellten die Bedeutung für die Wertschöpfungskette und eine transparente, verständliche Herkunftsinformation heraus. Björn Fromm betonte, dass die einheitliche Kennzeichnung der deutschen Agrarprodukte im teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich eingeführt wurde und bereits nach kurzer Zeit eine breite Sichtbarkeit erreicht hat.

Für die weiterverarbeitende Industrie sieht Franz-Josef Holzenkamp eine große Chance, deutsche Agrarrohrstoffe in weiterverarbeiteten Produkten gegenüber den Verbrauchern sichtbar zu machen und privatwirtschaftlich auch ohne flankierende Gesetzgebung einen großen Schritt in Richtung der gewünschten Herkunftskennzeichnung zu gehen. Die Teilnehmer hoben gemeinsam hervor, wie wichtig klare und nachvollziehbare Kennzeichnungen für den Konsumenten sind, um Vertrauen in die Qualität und Herkunft von Lebensmitteln zu gewährleisten.

Der Verein Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e. V. (ZKHL) hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit in der Lebensmittelkette nachhaltig zu verbessern. Dabei soll der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft – unter Einbeziehung der gesellschaftlich relevanten Themen und Verbraucherwünsche – besondere Beachtung geschenkt werden. Verantwortliches Handeln und faires Miteinander bilden die Wertebasis für die gemeinsamen Anstrengungen in der ZKHL. Als Dialogplattform der Lebensmittelkette agiert die ZKHL unabhängig, neutral und im Rahmen der marktwirtschaftlichen Grundordnung. Die Erörterung gemeinsamer Handlungsoptionen gehört ebenso zur Aufgabenstellung wie die Einrichtung einer neutralen Schlichtungsstelle.

Die Mitglieder der ZKHL sind: – Handelsverband Deutschland – HDE e.V. – Deutscher Bauernverband e.V. – Deutscher Raiffeisenverband e.V. – Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. 3/3 – BVEO Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst + Gemüse e. V. – Handelsvereinigung für Marktwirtschaft e.V. – i.m.a. – information.medien.agrar e.V. – Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V. – WWA – Wirtschaftswissenschaftliches Institut der Agrarwirtschaft – Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. – Netzwerk Agrar e.V. – DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) – ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. – Deutscher Verband Tiernahrung e.V.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • "Gutes (Wikipedia)
    Das Gute ist im allgemeinen Sprachgebrauch gewöhnlich eine unscharfe Bezeichnung für den Inbegriff oder die Gesamtheit dessen, was zustimmend beurteilt wird und als erstrebenswert gilt. Im Vordergrund steht dabei die Vorstellung des im ethischen Sinn Guten, auf das man mit guten Taten abzielt. In der Philosophie hat der Begriff des Guten traditionell sowohl in der Metaphysik als auch in der Ethik eine wichtige Rolle gespielt. Zahlreiche moderne Philosophen bestreiten aber die philosophische Relevanz von Aussagen, in denen etwas als gut bezeichnet wird. Eine metaphysische Bedeutung erhält das Gute in einer Vielzahl von Modellen, die ethischen Normen und damit auch dem Guten eine objektive Realität zuschreiben. Solche Modelle führen moralische Forderungen auf ein göttliches Gesetz oder auf eine objektive Wertordnung zurück. Demnach legt nicht der Mensch nach seinem Ermessen fest, was gut ist, sondern er erkennt einen objektiven Sachverhalt, wenn er etwas dem Bereich des Guten zuordnet. In diesen Systemen ist das Gute eine Wirklichkeit, die von Natur aus der Welt der Alltagserfahrung übergeordnet ist und ihr bindende Normen setzt. In nichtmetaphysischen ethischen Theorien hingegen wird das Gute als subjektive Setzung des Menschen aufgefasst und nur auf dessen Selbsterhaltung und Wohlergehen bezogen. Nach diesen Theorien ergibt sich, was als „gut“ bewertet wird, aus der menschlichen Natur oder wird gemäß den menschlichen Bedürfnissen festgelegt.
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