Golden Grape Awards: Das sind die Gewinner 2025/2026

Preisverleihung auf der Eurovino in Karlsruhe

Golden Grape Awards: Das sind die Gewinner 2025/2026

Die Preisträger der Golden Grape Awards bei der Preisverleihung auf der EuroVino 2026 in Karlsruhe (Bildquelle: EuroVino – Jürgen Rösner)

Bei den Wettbewerben der Golden Grape Awards für Silvaner, Sauvignon Blanc, Riesling, Burgundersorten und Blaufränkisch hat das Verkostungsteam von wein.plus über 4.400 Weine von 994 Weingütern verkostet. Hier kommen die Sieger!

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In der stimmungsvoll beleuchteten Aktionshalle der Messe Karlsruhe sitzen über 500 Gäste an festlich gedeckten Tischen. Unter Applaus und Jubel strahlen auf der Bühne Winzerinnen und Winzer, Kellermeister und Vertriebsleiter ins Publikum. Am Abend des ersten Tages der Fachmesse Eurovino hat das wein.plus-Verkostungsteam den Siegern der Golden Grape Awards ihre Trophäen überreicht.

Der große Wettbewerb von wein.plus umfasste auch diesmal wieder fünf Rebsorten: Silvaner, Sauvignon Blanc, Riesling, Burgundersorten und Blaufränkisch. Über 16 Monate hinweg beurteilte das Verkostungsteam unter der Leitung von Marcus Hofschuster insgesamt 4.444 Weine von 994 Produzenten aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Damit lag die Zahl der Weine um rund zehn Prozent höher als im Jahr 2024. Die Verkoster bewerteten die Weine blind im neutralen Verkostungsraum in Erlangen nach dem 100-Punkte-System.

Aus allen fünf Wettbewerben gingen zusammen 589 Preisträger und 1.851 prämierte Weine in unterschiedlichen Kategorien hervor. Die Medaillen reichten von Bronze über Silber und Gold bis zu Großem Gold. Diese höchste Auszeichnung wurde ab 92 Punkten vergeben – ein Ergebnis, das insgesamt nur 274 Weine erreichten. Die meisten Weine bewerteten Kim Schreiber und Marcus Hofschuster beim Riesling-Wettbewerb, bei dem es auch die meisten Höchstwertungen gab.

Die drei Preisträger jedes Wettbewerbs, die in Karlsruhe ausgezeichnet wurden, gewannen jeweils die meisten Medaillen der Kategorie „Großes Gold“. Um die Rangfolge der Sieger festzulegen, berücksichtigte die Jury bei gleich vielen Medaillen zusätzlich die Zahl weiterer Auszeichnungen sowie die Punktewertungen der Weine. Den drei Bestplatzierten überreichte das Verkostungsteam jeweils eine gläserne Skulptur als Auszeichnung. Anschließend nahmen die Preisträger auch die Glückwünsche von Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz und der Karlsruher Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz entgegen.

„Die Golden Grape Awards sind nicht wie andere Wein-Wettbewerbe“, erklärt Verkostungsleiter Marcus Hofschuster. „Wir probieren nicht mit einer großen Jury jede Menge Weine in sehr knapper Zeitspanne. Stattdessen probieren zwei erfahrene Verkostungsprofis über das ganze Jahr hinweg mit viel mehr Zeit für jeden einzelnen Wein. Aus den Ergebnissen dieser Blindverkostungen ermitteln wir die Gewinner der Awards.“

Am Silvaner-Wettbewerb der Golden Grape Awards 2025/26 nahmen 74 Weingüter mit 279 Weinen teil, 130 Weine von 49 Erzeugern zeichnete das Verkostungsteam aus. Es gab siebenmal Großes Gold, 81-mal Gold und 42-mal Silber.

Platz 1: Horst Sauer (Franken)
Platz 2: Rudolf May (Franken)
Platz 3: Hans Wirsching (Franken)

Mit jeweils elf Medaillen erhielten das Weingut Rainer Sauer (Franken) und das Weingut Werther-Windisch (Rheinhessen) die meisten Auszeichnungen, gefolgt vom Weingut Horst Sauer, das neun Medaillen gewann.

Am Sauvignon-Blanc-Wettbewerb nahmen 161 Weingüter mit 527 Weinen teil. 117 Weine von 74 Erzeugern erhielten von Kim Schreiber und Marcus Hofschuster eine Prämierung. Dabei vergaben sie zwölfmal Großes Gold, 76 mal Gold, 28 mal Silber und einmal Bronze.

Platz 1: Gross (Steiermark)
Platz 2: Neumeister (Steiermark)
Platz 3: Drautz-Able (Württemberg)

Das Weingut Drautz-Able erhielt mit sechs Medaillen hier die meisten Auszeichnungen.

Beim Riesling standen 337 Weingüter mit 1.965 Weinen im Wettbewerb. 875 Weine von 210 Erzeugern wurden ausgezeichnet: Es gab 208-mal Großes Gold, 444-mal Gold und 223-mal Silber.

Platz 1: Schäfer-Fröhlich (Nahe)
Platz 2: Robert Weil (Rheingau)
Platz 3: Max Ferdinand Richter (Mosel)

Das Weingut Schäfer-Fröhlich errang 27 Auszeichnungen, das Weingut Max Ferdinand Richter 26 Auszeichnungen und das Weingut Nik Weis (Mosel) 24 Auszeichnungen. Das Weingut Leitz (Rheingau) gewann 21 Medaillen.

Beim Burgundersorten-Wettbewerb verkostete die Jury 1.575 Weine von 374 Weingütern. Insgesamt 687 Weine von 234 Erzeugern zeichnete sie aus. Die Vekroster verliehen 42-mal Großes Gold, 424-mal Gold, 211-mal Silber und zehnmal Bronze.

Platz 1: Friedrich Becker (Pfalz)
Platz 2: Bertram-Baltes (Ahr)
Platz 3: Weingut Franz Keller (Baden)

Mit 15 Medaillen gewann das Weingut Friedrich Becker die meisten Auszeichnungen, gefolgt vom Weingut Schlumberger-Bernhart (Baden) mit 14 Medaillen. Das Bischöfliche Weingut (Rheingau) und das Weingut Neus (Rheinhessen) erhielten jeweils zwölf Medaillen, das Weingut Brenneisen (Baden) erreichte elf.

Beim Blaufränkisch standen 48 Weingüter mit 98 Weinen im Wettbewerb. 42 Weine von 22 Erzeugern wurden prämiert. Es gab fünfmal Großes Gold, 27-mal Gold und zehnmal Silber.

Platz 1: Anita und Hans Nittnaus (Burgenland)
Platz 2: Jalits (Burgenland)
Platz 3: Aldinger (Württemberg)

Hier gewann das Weingut Anita und Hans Nittnaus mit sieben Medaillen die meisten Auszeichnungen.

wein.plus wurde 1998 von Utz Graafmann in Erlangen gegründet und ist die bekannteste digitale Weinplattform Europas. Das Unternehmen verkauft keinen Wein, sondern vernetzt Weininteressierte, Winzer, Händler und Dienstleister. Verkostungsleiter Marcus Hofschuster gehört zu den weltweit renommiertesten Weinkritikern, die Redaktion publiziert News, Interviews und Stories in fünf Sprachen. Finanziert wird wein.plus ausschließlich von den Beiträgen seiner Mitglieder. Die Weinplattform beschäftigt rund 20 feste Mitarbeiter.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Blaufränkisch (Wikipedia)
    Blaufränkisch, außerhalb Österreichs als Lemberger oder Blauer Limberger (klassischer Name) bezeichnet, ist eine Rotweinsorte. Der Blaufränkisch bevorzugt mildes Klima und windgeschützte Standorte. Als früh austreibende Rebsorte ist sie immer vom Spätfrost gefährdet. Je nach Erntezeitpunkt lassen sich aus den Trauben leichte und fruchtige, aber auch tanninreiche Weine mit einer intensiv roten Farbe ausbauen, die einen kräftigen, fruchtigen, charaktervollen Rotwein mit Aromen von Kirschen und Beeren hervorbringen. Seine Lagerfähigkeit ist erheblich. Die vielen Vorzüge dieser Sorte zeigen sich auch in Verschnitten mit anderen Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Trollinger oder Spätburgunder, denen sie mit ihrer Fruchtigkeit zu mehr Komplexität verhilft. Ein sortenreiner Blaufränkisch ist ein hervorragender Begleiter zu Wildgerichten, stark mit Kräutern gewürzten Gemüsegerichten und Teigwaren sowie zu pikanten Käsesorten.
  • Chardonnay (Wikipedia)
    Chardonnay (französisch, gesprochen [ʃaʁ.dɔ.nɛ] ) ist eine weltweit verbreitete Weißweinsorte mit einem hohen Qualitätspotenzial und Bekanntheitsgrad. Dies ist nicht allein auf ihre geschmacklichen Qualitäten zurückzuführen, sondern auch auf die gute Anpassungsfähigkeit der Rebsorte an verschiedene Standortgegebenheiten. Sie bringt auf unterschiedlichsten Standorten der Welt ansprechende Weinqualitäten. Weltweit sind ca. 200.000 ha Rebfläche mit Chardonnay bestockt. Damit liegt die Sorte in der Rangliste der meist angebauten Rebsorten auf Platz 5 (2010) nach Cabernet Sauvignon, Merlot, Airén und Tempranillo. Die berühmtesten Chardonnay-Weine wachsen in den französischen Weinbaugebieten von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts und am Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Sorte eine große Erfolgsgeschichte erfahren.
  • Lemberger (Wikipedia)
    Lemberger steht für: einen Bewohner der Stadt Lemberg, dem deutschen Namen für die Stadt Lwiw im östlichen Galizien, heute in der westlichen Ukraine Lemberger, ein Synonym der Rebsorte Blaufränkisch Lemberger Gegengambit, eine Schacheröffnung, siehe Blackmar-Diemer-Gambit #Ablehnungen des Gambits Lemberger ist der Familienname folgender Personen: Georg Lemberger (um 1490/1500–um 1540/1545), deutscher Maler und Holzschneider der Reformationszeit Siegfried Lemberger (1884–1942), österreichischer Filmproduzent, Opfer des NS-Regimes Ernst Lemberger (1906–1974), österreichischer Botschafter
  • Riesling (Wikipedia)
    Riesling ist eine weiße Reb- und Weinsorte, die zu den hochwertigsten und kulturprägenden Gewächsen gezählt wird. Die besten Rieslinge werden in klimatisch kühleren Weinbaugebieten erzeugt. Verbreitet ist die Sorte in Deutschland, aber auch in zahlreichen anderen Weinbauländern und wird besonders in Spitzenlagen angebaut. Riesling-Weine genießen hohes Ansehen auf internationalen Märkten. In nördlichen Anbaugebieten (Deutschland, Elsass) wird die Sorte oftmals an steilen Hängen angebaut. Riesling wird in Deutschland nachweislich seit mehr als 600 Jahren kultiviert.
  • Sauvignon Blanc (Wikipedia)
    Sauvignon Blanc, auch Blanc Fumé, oder Sauvignon Jaune genannt, ist eine Weißweinsorte mit weltweiter Verbreitung. Die Rebsorte gehört zu den 20 am häufigsten angebauten Rebsorten der Weinwelt und ist die zweitwichtigste weiße Qualitätssorte nach Chardonnay. Im Jahr 2010 lag die weltweite Anbaufläche bei 111.000 ha. Dies entsprach einer Steigerung von 70 % in Bezug auf das Jahr 2000. Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein mit eigenwilligen, pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, häufig auch „grünen“ Noten (frisch gemähtes Gras), und einem Mineralton mit einer unterstützenden Säurestruktur (→ Säure (Wein)). Das typische Sauvignon-Blanc-Aroma wird durch den Gehalt an Methoxypyrazinen (Aromen von Kartoffel, grünem Paprika, grüner Bohne und grünem Spargel) verursacht (siehe auch den Artikel Phenole im Wein).
  • Verkostung (Wikipedia)
    Eine Verkostung, eine Degustation (franz. dégustation) oder ein Tasting (von engl. taste ‚probieren‘, ‚schmecken‘ ‚verkosten‘) ist eine Runde von Experten, Connaisseuren oder Laien zur geschmacklichen Beurteilung oder zum Vergleich von Genussmitteln bzw. die Tätigkeit des Probierens dieser Genussmittel. Der französische Ausdruck wird neben Frankreich noch überwiegend in der Schweiz verwendet. Hauptsächlich werden Flüssigkeiten verkostet, darunter Tee, Kaffee, Speiseöle, alkoholische Getränke wie Bier, Wein, Spirituosen, Liköre usw., aber auch Fruchtsäfte und Cocktails. Verkostungen, bei denen den Testern die zu vergleichenden Produkte nicht bekannt sind bzw. sie neutrale Proben erhalten, werden Blindverkostung (engl. blind tasting) genannt.
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