Gelsenkirchen hilft Menschen ohne Obdach: Erste deutsche Kommune arbeitet beim Kälteschutz direkt mit der Sheltersuit Foundation

Gelsenkirchen hilft Menschen ohne Obdach: Erste deutsche Kommune arbeitet beim Kälteschutz direkt mit der Sheltersuit Foundation

(Bildquelle: @ Tony Docekal)

Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, übergibt der Gelsenkirchener Sozialdezernent Dr. Christian Klicki wärmende Sheltersuits und Shelterbags an lokale Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Gelsenkirchen ist damit die erste deutsche Kommune, die offiziell beim aktiven Schutz obdachloser Menschen direkt mit der Sheltersuit Foundation zusammenarbeitet. Und Sheltersuit selbst verdoppelt die georderte Menge auf insgesamt 40 Sheltersuits und 10 Shelterbags, die kommende Woche an die Hilfsorganisationen übergeben werden.

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Wenn die Temperaturen im Herbst sinken, wird das Überleben auf der Straße für Menschen ohne Obdach zu einer lebensbedrohlichen Herausforderung. Um betroffenen Personen akuten Schutz vor Kälte und Nässe zu bieten, erwirbt die Stadt Gelsenkirchen als erste deutsche Kommune direkt Sheltersuits und Shelterbags für die örtliche Wohnungslosenhilfe.Der erste Kontakt entstand vor über einem Jahr über die Caritas, die auch den ersten „Sleep Out“ in Deutschland initiierte. Die Stadt Gelsenkirchen orderte zunächst 20 Sheltersuits sowie 5 Shelterbags. Da die Sheltersuit Foundation versprochen hatte, jede Erstbestellung einer Kommune zu verdoppeln, liefert die Organisation nun insgesamt 40 Sheltersuits und 10 Shelterbags aus.

Der Sheltersuit ist ein wetterfester, warmer Winter-Parka mit integriertem Schlafsack, der modular aufgebaut ist und zuverlässig vor Kälte, Wind und Regen schützt. Das Schlafsack-Unterteil kann im Sitzen auch als wärmende Decke genutzt werden. Der Shelterbag wiederum dient als leichtes, rollbares Schlafsystem für unterwegs. Das Besondere: Die Produkte werden nachhaltig als Upcycling aus Textilresten und -überschüssen in einem sozialen Atelier gefertigt. So verbindet die Initiative konkreten Kälteschutz mit nachhaltiger und sozialer Wirkung.

Die offizielle Übergabe der Ausrüstung durch den Gelsenkirchener Sozialdezernenten Dr. Chistian Klicki an die lokalen Hilfsorganisationen findet am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, von 9:30 bis 10:30 Uhr statt.

„Dass Gelsenkirchen als erste deutsche Kommune diesen Schritt geht und wärmende Kleidung für Menschen ohne Obdach bestellt, ist ein starkes Signal“, sagt Bart Nijsink, Senior Fundraiser & Partnerships bei der Sheltersuit Foundation. „Wir haben unser Wort gehalten und die Lieferung sehr gerne verdoppelt, um gemeinsam noch mehr Menschen auf der Straße vor Kälte und Nässe zu schützen. Ich freue mich darauf, bei der Übergabe am 15. Oktober persönlich in Gelsenkirchen dabei zu sein.“

Sheltersuits und Shelterbags werden ausschließlich über Spenden finanziert. ( https://sheltersuit.com/de/wo-schlaefst-du)

Hintergrund:
Die Sheltersuit Foundation ist eine Non-Profit-Organisation des niederländischen Designers Bas Timmer, die 2014 in Enschede mit dem Ziel gegründet wurde, wirkungsvolle Produkte zu entwickeln, die Menschen warmhalten und schützen: den Sheltersuit und den Shelterbag. Diese werden kostenlos an Obdachlose, Flüchtlinge und Opfer von Naturkatastrophen auf der ganzen Welt verteilt. Sie werden aus upgecycelten Materialien von talentierten Menschen einer eigenen sozialen Fabrik hergestellt. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Hilfsorganisationen soll die Kluft zwischen Bedürftigen und Hilfsbereiten überbrückt werden. Die Sheltersuit Foundation ist unter dem Motto „People Helping People“ in Europa, Großbritannien, Südafrika und den Vereinigten Staaten aktiv. Mehr Infos auf https://sheltersuit.com/ukraine

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Gelsenkirchen (Wikipedia)
    Gelsenkirchen [ɡɛlzənˈkɪrçən] ist eine Großstadt im zentralen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen und gehört zur Metropolregion Rhein-Ruhr. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Münster ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. In Deutschland und darüber hinaus ist Gelsenkirchen vor allem als Heimat des Fußballclubs FC Schalke 04 und für den bis zur Jahrtausendwende betriebenen Bergbau bekannt. Gelsenkirchen wird aufgrund von Kennzahlen wie der Arbeitslosenquote und dem verfügbaren Einkommen oft als die ärmste Stadt Deutschlands bezeichnet. Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen, durch die einige umliegende Gemeinden und auch größere Städte, darunter die ehemalige Großstadt (seit 1926) Buer (seit 1912 Stadt Buer) sowie der Stadtteil Horst – früher die Freiheit Horst, seit 1891 Amt Horst – nach Gelsenkirchen eingegliedert bzw. mit dieser Stadt zusammengelegt wurden. Schon mit der ersten größeren Eingemeindung 1903 lag die Einwohnerzahl Gelsenkirchens über der 100.000-Grenze, was es zur Großstadt machte. Im Jahr 2022 lag Gelsenkirchen mit rund 260.000 Einwohnern auf Platz zwölf der 30 Großstädte Nordrhein-Westfalens. Früher hatte Gelsenkirchen aufgrund der vielen Fackeln, mit denen die Kokereien das überschüssige Koksofengas entsorgten, den Beinamen Stadt der 1000 Feuer. Seit den 1960er Jahren vollzieht sich ein Strukturwandel von der Montanindustrie zur Wissens- und Dienstleistungswirtschaft.
  • Übergabe (Wikipedia)
    Übergabe bezeichnet: In der Kranken- und Altenpflege: Die Vermittlung aller für die Arbeit einer Station wichtigen Informationen. Siehe: Übergabe (Pflege) Im Recht: Der einvernehmliche Wechsel im Besitz. Siehe: Übergabe (Sachenrecht) Im Eisenbahnwesen: Einen Güterzug, der einzelne Güterwagen zwischen dem Start- bzw. Zielbahnhof und dem nächsten Knotenbahnhof befördert. Siehe: Übergabezug Siehe auch: Übergabebuch Übergabegruppe
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