Achim Kampker über Zukunftsmut und Startups, Christoph Dill über Innovation im Mittelstand – plus Termine für Startups und Existenzgründende im November.
Innovation ist kein Selbstzweck. Und Zukunftsmut besteht nicht darin, Probleme kleinzureden. Zwei Gespräche bei den Founder Talks im Oktober 2026 nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Richtungen – und landen doch an ähnlichen Punkten: Es braucht mehr Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, Neues auszuprobieren und technische Möglichkeiten mit konkretem Nutzen zu verbinden.
Vom Zukunftsfrust zum Zukunftsmut
Achim Kampker, Professor an der RWTH Aachen und Mitgründer der StreetScooter GmbH, spricht über Innovation, Unternehmertum und die Frage, warum Deutschland vorhandenes technologisches Potenzial oft nicht konsequent nutzt. Forschung, Ingenieurswissen und gute Ideen seien vorhanden. Schwieriger werde es beim Transfer in Unternehmen und vor allem bei der Skalierung.
Kampker kritisiert eine „perfektionierte Langsamkeit“ und eine Kultur, in der Regeln und Absicherung Entscheidungen erschweren. Kapital sei grundsätzlich vorhanden, sagt er. Entscheidend sei, ob es in technologieorientierte Startups und neue Unternehmen fließe und ob unternehmerisches Risiko wieder stärker akzeptiert werde.
Sein Zukunftsmut ist kein Wohlfühlbegriff. Gemeint sind Durchhaltevermögen, die Bereitschaft zuzuhören und ein gutes Team aufzubauen. Eine neue Gründerzeit brauche deshalb nicht nur Förderprogramme, sondern auch mehr gesellschaftliche Anerkennung für Unternehmertum.
Innovation zwischen Markt und Möglichkeit
Christoph Dill, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Lumanaa, richtet den Blick stärker auf den Unternehmensalltag. Sein Ausgangspunkt: Eine Erfindung ist noch keine Innovation. Erst wenn eine Lösung am Markt angenommen wird, entsteht wirtschaftliche Relevanz.
Unternehmen sollten deshalb Kundenprobleme und technologische Möglichkeiten zusammendenken. Dill warnt vor „Featuritis“ – neuen Funktionen, die technisch machbar sind, aber keinen erkennbaren Nutzen stiften. Auch künstliche Intelligenz ist für ihn zunächst ein Werkzeug. Ob KI tatsächlich Innovation ermöglicht, entscheidet sich am konkreten Anwendungsfall.
Als praktisches Instrument empfiehlt Dill zwei Zukunftslandkarten: eine für mögliche Veränderungen von Märkten und Kundenbedürfnissen, eine zweite für technologische Entwicklungen. Erst aus beiden Perspektiven entstehen belastbare Innovationsoptionen.
Founder Talks live in Überlingen
Ergänzt wurden die Oktober-Veröffentlichungen durch die Veranstaltungshinweise für November. Im Mittelpunkt steht „Founder Talks live“ am 5. November 2026 in Überlingen am Bodensee. Auf dem Programm stehen nachhaltige Gründung mit der Sanne Brautmodenmanufaktur und Startup-Finanzierung mit Companisto. Danach gibt es Gelegenheit zum Austausch beim Get-together.
Die November-Übersicht nennt weitere Startup- und Gründungsveranstaltungen im DACH-Raum – von Pitches und Networking bis zu Unternehmensnachfolge und Female Founders.
Alle Beiträge und Podcast-Folgen sind auf founder-talks.de abrufbar.
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- Achim Kampker (Wikipedia)
Achim Kampker (* 2. Januar 1976 in Moers) ist ein deutscher Ingenieur, Miterfinder des in Aachen entwickelten Elektrofahrzeugs Streetscooter und Mitbegründer der StreetScooter GmbH. Bis Ende 2013 leitete Kampker den Lehrstuhl für Produktionsmanagement an der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen. Seit Januar 2014 ist er Leiter des von ihm gegründeten Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen. Im Juni 2019 ergriff er die Initiative zur Gründung des Vereins Ingenieure retten die Erde. - Compan (Wikipedia)
Compan (auch kumpan, moderne Schreibweise Kompan) war eine Bezeichnung für Adjutanten im Deutschen Orden und stellvertretende Bürgermeister in einigen Städten des Mittelalters. - innovation (Wikipedia)
Innovation (wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“; von lateinisch innovare ‚erneuern‘ abgeleitet) wird in der Umgangssprache im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Im engeren Sinne resultieren Innovationen erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreich Anwendung finden und den Markt durchdringen (Diffusion). Der komplementäre Prozess zur Innovation ist die Exnovation, die Abschaffung von nicht mehr wirksamen oder gewünschten Prozessen, Produkten oder Technologien. In die Wirtschaftswissenschaft wurde der Begriff durch Joseph Schumpeter mit seiner Theorie der Innovationen eingeführt; hier ist er als Aufstellung einer neuen Produktionsfunktion definiert. Die Innovation ist ein willentlicher und gezielter Veränderungsprozess hin zu etwas Erstmaligem, „Neuem“. Wirtschaft und Gesellschaft wandeln sich, wenn Produktionsfaktoren auf eine neuartige Art und Weise kombiniert werden. Auch in der Geisteswissenschaft und der Kultur wird der Begriff Innovation verwendet. Das forschende Suchen nach neuen Erkenntnissen oder künstlerischen Lösungswegen und Lösungen setzt Neugier, Kreativität und Lust auf Erneuerung voraus. Merkmal künstlerischer Avantgarden ist es, bisher unbekannte („innovative“) Ausdrucksformen zu finden und zu nutzen. - KI (Wikipedia)
KI steht für: Künstliche Intelligenz, Teilgebiet der Informatik sumerische Gottheit, siehe Uraš (Göttin) Adam Air, ehemalige indonesische Fluggesellschaft nach dem IATA-Code Canadian Regional Airlines (IATA-Code), kanadische Fluggesellschaft Kaliumiodid, chemische Verhältnisformel Kanzerogenitätsindex, Gefahreneinstufung von Mineralfasern Karolinska-Institut, medizinische Hochschule bei Stockholm Kategorischer Imperativ, grundlegendes ethisches Prinzip des Philosophen Immanuel Kant Kiribati, Ländercode nach ISO 3166 Knabeninstitut Wilhelmsdorf, heute Gymnasium Wilhelmsdorf in Wilhelmsdorf (Württemberg) Kombiinstrument, Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen Kommunistische Internationale, auch Komintern Konfidenzintervall, statistischer Vertrauensbereich Konfigurationsidentifizierung, Teil des Konfigurationsmanagements Konstanzer Inventar, Sammlung kriminologischer und kriminalstatistischer Informationen Kontraindikation, in der Medizin ein Umstand, der gegen eine Maßnahme spricht Kreditinstitut Künstliche Insemination, künstliche Befruchtung bei Rindern und anderen Tieren Trabajos Aéreos del Sahara (ICAO-Code), ehemalige spanische Fluggesellschaft Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kleinfahrzeugkennzeichen der Binnenschifffahrt KI als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen: Deutschland: kreisfreie Stadt Kiel Griechenland: Kilkis Nordmazedonien: Kičevo Österreich: Bezirk Kirchdorf, Oberösterreich Serbien: Kikinda Slowakei: Košice (noch nicht vergeben) Tschechien: Karviná (auslaufend) KÍ steht für: KÍ Klaksvík, färöischer Fußballverein aus Klaksvík K.I steht für: AEG K.I (AEG G.I), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Doppeldecker-Bombenflugzeug Fokker K.I (Fokker M.9), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Zweirumpf-Experimentalflugzeug Ki steht für: Ki, Papuasprache, siehe Amto Ki (Papua), Distrikt (Distrik) in der indonesischen Provinz Papua Selatan Einheitenvorsilbe mit dem Zahlenwert 1024, siehe Binärpräfix Ki (Devin-Townsend-Album), Musikalbum des kanadischen Musikers Devin Townsend Ki (Tamura-Fujii-Album), Musikalbum von Natsuki Tamura und Satoko Fujii (2025) Ki (Klan), alte Familie in Japan Begriff für … - Künstliche Intelligenz (Wikipedia)
Künstliche Intelligenz (kurz KI, englisch artificial intelligence, kurz AI) ist ein Forschungs- und Anwendungsgebiet der Informatik. Es handelt sich dabei um verschiedene Klassen von Problemlösungsverfahren, die anhand von Eingaben aus ihrer Umgebung Handlungen ausführen. - RWTH Aachen (Wikipedia)
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), unter anderem auch Technische Hochschule Aachen (TH Aachen) genannt, ist eine staatliche Universität des Landes Nordrhein-Westfalen mit Stammsitz in Aachen. Sie ist eine der ältesten und führenden Technischen Universitäten in Deutschland (TU9) und ist mit über 44.000 Studierenden zugleich die zweitgrößte. Sie wurde 1870 als Königliche Rheinisch-Westfälische Polytechnische Schule zu Aachen in Preußen gegründet. Sie genießt eine hohe akademische Reputation als Eliteuniversität und wird als Teil der Exzellenzstrategie gefördert. Sie zählt heute als international bekannte RWTH Aachen University zu den Exzellenzuniversitäten im Land. Sie besteht aus 10 Fakultäten und 290 Instituten. Das Universitätsklinikum der RWTH Aachen ist das größte Krankenhausgebäude Europas. Die RWTH Aachen unterhält zahlreiche Partneruniversitäten und ist Mitglied der IDEA League, einem strategischen Bündnis von fünf führenden Technischen Universitäten Europas, sowie ihres deutschen Pendants TU9, neben anderen Netzwerken, nämlich ACalNet, ALMA, CESAER, DFH, JARA, Netzwerk Hochschuldidaktik NRW, ENHANCE, TIME, UNITECH. Die RWTH ist 2019 erfolgreich aus dem Finale der 3. Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder hervorgegangen. Sie war bereits 2007 und 2012 Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die RWTH Aachen erreicht in nationalen und internationalen Rankings regelmäßig gute Plätze, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Bei dem Times Higher Education Ranking 2025 erreichte die RWTH Aachen weltweit Rang 36 in Ingenieurwissenschaften. Beim QS World University Ranking 2025 erreichte die RWTH im Fach Maschinenbau Platz 1 in Deutschland, Platz 8 in Europa und Platz 23 weltweit. Die RWTH Aachen und ihre Schwesteruniversität ETH Zürich sind die einzigen beiden Universitäten im deutschsprachigen Raum, die trotz ihres vollständigen Universitätsstatus mit Promotions- und Habilitationsrecht den alten Begriff „Technische Hochschule“ in ihrem Namen beibehalten haben. - Skalierung (Wikipedia)
Skalierung (oder das Skalieren) steht für: allgemein die Zuordnung nach Größenordnung in der Mathematik die Multiplikation mit einer Zahl, siehe Skalarmultiplikation in der Statistik und Messtechnik eine Eigenschaft von Merkmalen beziehungsweise Variablen, siehe Skalenniveau in der multivariaten Statistik ein Bündel von Verfahren, um Objekte räumlich anzuordnen, siehe Multidimensionale Skalierung in der Geodäsie der genaue Maßstabsfaktor Skalierung (Marketing), unterschiedliche Verfahren im Marketing in der psychologischen Diagnostik ein bestimmtes Gütekriterium, siehe Gütekriterien psychologisch-diagnostischer Verfahren Skalierung (Computergrafik), die Größenänderung eines digitalen Bildes Skalierung (Mikroelektronik), die Verkleinerung der elektronischen Bauelementmaße mit jeder Technologiegeneration in der Informationstechnik die Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch Hinzufügen von Ressourcen und in der Betriebswirtschaftslehre die Erweiterbarkeit und Wachstumsfähigkeit eines Geschäftsmodells, siehe Skalierbarkeit in der Kühl- bzw. Kraftwerkstechnik die unerwünschte Kristallisation von schwer löslichen Salzen in Rohren, siehe Fouling (Kühlwasser) #Mikrofouling (Scaling) zur Skalierung eines chemischen oder biochemischen Verfahrens, siehe Scale-up Siehe auch: Bildskalierung Skala Skalar Skaleneffekt (Ökonomie) Skalenfaktor (Kosmologie) Urban Scaling - StreetScooter (Wikipedia)
Unter der Marke Streetscooter wurde eine Fahrzeugfamilie von vollelektrischen Kleintransportern verkauft, die in Deutschland entwickelt und produziert wurden. Die Entwicklung der Fahrzeuge startete 2010 in Aachen unter der Leitung von zwei Professoren der RWTH für den Einsatz im Paketzustelldienst. Der Pilotkunde war die Deutsche Post DHL, die 2014 das Herstellerunternehmen StreetScooter GmbH aufkaufte. Das Unternehmen stellte in Werken in Aachen und Düren Fahrzeuge für den Bedarf von Post und DHL wie auch für andere Abnehmer her. Aufgrund von Verlusten beschloss die Deutsche Post AG, den Geschäftszweig Entwicklung und Produktion, der in der Streetscooter Engineering GmbH gebündelt wurde, zu veräußern. Anfang 2022 erfolgte der Verkauf an eine luxemburgische Holding, die unter dem Namen B-ON die Produktion in dem Werk am Standort Düren fortführte. Im Eigentum der Deutsche Post DHL Group verblieb die StreetScooter GmbH, welche die Fahrzeuge der Post wartet. - Überlingen (Wikipedia)
Überlingen (im bodenseealemannischen Dialekt Iberlinge) ist eine Mittelstadt am nördlichen Bodenseeufer. Sie ist nach der Kreisstadt Friedrichshafen die zweitgrößte Stadt im Bodenseekreis und ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die frühere Reichsstadt war von 1939 bis 1972 Kreisstadt des damaligen Landkreises Überlingen. Seit dem 1. Januar 1993 ist Überlingen Große Kreisstadt. - Unternehmertum (Wikipedia)
Der Begriff Unternehmertum (englisch entrepreneurship, von französisch entreprendre ‚unternehmen‘), auch Unternehmergeist, Gründertum, Gründerszene oder Gründerkultur, beschäftigt sich als wirtschaftswissenschaftliche Teildisziplin mit dem Gründungsgeschehen oder der Gründung von neuen Organisationen als Reaktion auf identifizierte Möglichkeiten und als Ausdruck spezifischer Gründerpersönlichkeiten, die ein persönliches Kapitalrisiko tragen. Entrepreneur war im Französischen seit dem 16. Jahrhundert eigentlich ein Begriff für einen militärischen Anführer. So wurde im 18. Jahrhundert zuerst von B. F. de Belister eine Person genannt, die Waren zum kontrahierten Preis verkauft und versucht, sie möglichst billig einzukaufen (sog. Arbitrage, also im Unterschied zu späteren Definitionen ein risikoloses Geschäft). Die klassischen Definitionen des Entrepreneurs heben seine gesamtwirtschaftliche Erneuerungsfunktion hervor. In der modernen Entrepreneurship-Literatur finden sich zahlreiche, teils breitere Definitionsansätze. Entrepreneurship ist mehr als Unternehmensgründung und effiziente Nutzung von Ressourcen. Es schließt kreative Elemente wie die systematische Identifizierung von (Markt-)Chancen, das Finden von neuen (Geschäfts-)Ideen und deren Umsetzung in Form von neuen Geschäftsmodellen ein und ist nicht zwingend mit der Eigentümerfunktion verbunden. Das heißt, Unternehmertum kann auch innerhalb bestehender Unternehmen von Nicht-Eigentümern praktiziert werden (Intrapreneurship). Der deutsche Begriff „Unternehmertum“ bezeichnet außerdem die Gesamtheit der Unternehmer eines Landes bzw. die soziale Klasse der Unternehmer (z. B. das „österreichische Unternehmertum“), wobei die Abgrenzung zum Kleinunternehmertum unscharf verläuft. Zur Kennzeichnung der Charakteristika von innovativen, persönlich risikotragenden Gründern wird heute in der deutschen Sprache meist der Entrepreneurbegriff verwendet. Hingegen wird ein Gründer ohne innovative Geschäftsideen, ohne eigene Mitarbeiter und ohne Wachstumspotenzial im Unterschied zum Entrepreneur oft als Existenzgründer bezeichnet. Als Start-Up bezeichnet man eine frühe und zeitlich begrenzte Entwicklungsphase eines innovativen …