foodjobs Gehaltsstudie 2026 – So hoch sind die Gehälter im Funktionsbereich Vertrieb

foodjobs Gehaltsstudie 2026 – So hoch sind die Gehälter im Funktionsbereich Vertrieb

• Vertriebsmitarbeitende in der Lebensmittelbranche erzielen ein mittleres Einkommen von 82.700 €
• 62,1 % der befragten Fach- und Führungskräfte sind mit ihrem Einkommen zufrieden oder sogar sehr zufrieden
• Gender-Pay-Gap: Frauen im Vertrieb verdienen 27 % weniger

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

09.06.2026, Düsseldorf

foodjobs hat in diesem Jahr erstmals berufserfahrene Fach- und Führungskräfte zu ihrem Einkommen befragt. Für den Bereich Vertrieb liegen nun die Ergebnisse in einer Teilstudie vor. Im Spätsommer erscheint die umfassende Studie zu allen Funktions-bereichen der Lebensmittelbranche.

Das mittlere Einkommen berufserfahrener Vertriebsmitarbeitender in der Lebensmittelbranche beträgt 82.700 € brutto jährlich.* 50 % verdienen zwischen 63.000 € und 107.800 €, die oberen 5 % verzeichnen Summen von mehr als 150.000 €. Zwischen dem Gehalt von Frauen (67.500 €) und Männern (86.000 €) besteht ein Gender-Pay-Gap von 27 %.

Die Zufriedenheit mit dem eigenen Gehalt ist im Vertrieb mit 62,1 % insgesamt sehr ausgeprägt. Allerdings zeigt sich auch hier eine deutliche Differenz zwischen den Geschlechtern: Nur 51,1 % der Frauen geben an, mit ihrem Gehalt zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Bei den Männern liegt der Wert bei 65,9 %.

Im Vertrieb von Lebensmitteln hat leistungsorientierte Bezahlung einen hohen Stellenwert: 56 % der Stichprobe beziehen neben einem Fixgehalt variable Anteile wie Provisionen und Boni. Bei der Hälfte liegen diese Bezüge bei 6 – 16 % des Gesamtgehalts. Als höchster variabler Anteil wurden 49 % angegeben. Daneben ist auch die Quote der Mitarbeitenden mit eigenem Firmenwagen mit 76,7 % ausgesprochen hoch.

Mit der Position steigt das Einkommen im Vertrieb konsequent: Vertriebsmitarbeitende im Innendienst erzielen mit im Schnitt 53.500 € bereits ein gutes Gehalt. Vertriebsmitarbeitende im Außendienst, Gebietsleiter:innen, Bezirksleiter:innen sowie Gebietsverkaufsleitende erhalten im Mittel 70.000 €, Key Account Manager:innen national 90.000 € und Key Account Manager:innen international 96.000 €. Vertriebsleiter:innen, die noch mehr Verantwortung über Umsatz, Budget und Personal tragen, werden mit 120.300 € deutlich höher vergütet. Die Geschäftsführung Vertrieb** wird mit 171.000 € entlohnt. Das genannte Höchstgehalt liegt hier bei 452.000 € brutto jährlich.

Die Unternehmensgröße hat in diesem Funktionsbereich nur geringe Auswirkungen auf das Gehalt – anders als die Faktoren Budgetverantwortung, Personalverantwortung und Berufserfahrung. Die Gehaltssteigerung durch Berufserfahrung lässt sich im Vertrieb insbesondere auf das mit den Jahren wachsende Netzwerk an Kontakten zurückführen. So steigt das Einkommen in den ersten 5 Jahren zunächst schleichend, nach 6–10 Jahren mit deutlichen Gehaltssprüngen auf 82.700 €. Ab 11 Jahren sind Gehälter von 92.800 € möglich, ab 15 Jahren und mehr verdienen 50 % ab 100.000 € aufwärts.

Durch die Beziehungspflege und den direkten Kontakt mit Geschäftspartner:innen und Kunden kommt den Mitarbeitenden im Lebensmittelvertrieb eine wichtige Rolle zu. Im Innen- wie auch im Außendienst bauen sie sich Netzwerke auf, sie führen Beratungs- und Verkaufsgespräche, entwickeln Verkaufsstrategien und erstellen individuelle Angebote. Gutes Kommunikationsvermögen, ein verbindliches Auftreten sowie eine analytisch-strategische Denkweise sind dazu ebenso wichtig, wie die Fähigkeit, Fachliches verständlich zu übermitteln. So ebnet der Vertrieb neuen Produkten und dem eigenen Unternehmen den Weg zum Markterfolg.

Über diese Studie
Die Stichprobe basiert auf einer Umfrage mit 232 Fach- und Führungskräften aus dem Funktionsbereich Vertrieb, die im Zeitraum von Januar bis Mai 2026 durchgeführt wurde. Sie setzt sich aus 79 % Männern und 21 % Frauen zusammen. 34 % der Befragten arbeiten in der Lebensmittelindustrie, 24 % im Handel, 10 % im Foodservice, 9 % im Bereich Zusatzstoffe und Aromen, 5 % im Handwerk und weitere 5 % im Maschinen- und Anlagenbau. Die Zusammensetzung nach Bildungsabschluss ergibt 27 % mit Diplom oder Masterabschluss, 16 % mit Bachelorabschluss, 21 % sind Meister, Techniker oder Fachwirte und 31 % haben eine Berufsausbildung genossen.

Die gesamte Studie zum Funktionsbereich Vertrieb sowie das Infochart stehen kostenlos zum Download bereit unter:

https://www.foodjobs.de/gehalt/lebensmittelbranche-vertrieb

*Angegeben wird das Brutto-Jahresgehalt inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie variablen Zuschüssen wie Boni und Provision. Firmenfahrzeuge wurden mit 6.000 € jährlich verrechnet. Teilzeitbeschäftigungen wurden auf eine 40-Stunden-Woche hochgerechnet. Das mittlere Einkommen wird durch den Median ausgedrückt. Das heißt, die eine Hälfte liegt unter und die andere Hälfte über dem Medianwert.

**Geringe Fallzahl

foodjobs ist das Jobportal der Lebensmittelbranche. Wer in der Lebensmittelwirtschaft ein- und aufsteigen möchte, dem bietet foodjobs als Karrierebegleiter genau die passenden Job-Angebote, die richtige Orientierung und konkrete Tipps. Für Unternehmen ist foodjobs die lebensmittelspezifische Jobbörse für gezielte Personalsuche und Employer Branding. Mit dem wachsenden Partner-Netzwerk bietet foodjobs zusätzlich Medienberatung. Die foodjobs Active Sourcing GmbH sucht Kandidat:innen für Positionen bis 80 T€ Gesamtvergütung p.a.

Kontakt
foodjobs GmbH
Katharina Rams
Kaarster Weg 19
40547 Düsseldorf
0211 957 647 70
118bba6ecf509222d51e38666ea69e0f65370beb
http://www.foodjobs.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • gehalt (Wikipedia)
    Gehalt steht für: Arbeitsentgelt eines Angestellten Inhalt Gehaltsangabe, Anteil eines Stoffes an einem Gemisch Siehe auch: Lohn+Gehalt
  • Gender Pay Gap (Wikipedia)
    Die, der oder das Gender-Pay-Gap (kurz GPG; auch Gender Wage Gap, von englisch gender „Geschlecht“), deutsch die Lohnlücke oder das geschlechtsspezifische Lohngefälle, beschreibt in der Sozialökonomie und Soziologie den Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und Männern, die nicht im öffentlichen Dienst, der Land- oder Forstwirtschaft und nicht in Betrieben unter 10 Mitarbeitenden beschäftigt sind. Der Gap („Lücke“) wird dabei als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Brutto-Stundenlohns von Männern angegeben. Dabei wird zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender-Pay-Gap unterschieden. Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern waren seit den 1970er Jahren wiederholt Gegenstand öffentlicher Kontroversen in allen Industrieländern. Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) veröffentlicht den jährlichen Global Gender Gap Report zu mehr als 150 Ländern, der auch Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern vergleicht (siehe auch Gender-Pension-Gap: Rentenlücke). Nach einer Veröffentlichung der Generaldirektion Justiz der Europäischen Kommission von 2014 liegt in den Ländern der Europäischen Union der unbereinigte Gender-Pay-Gap bei 16 %. In den einzelnen Ländern ist der Gender-Pay-Gap unterschiedlich stark ausgeprägt. Deutschland gehört mit Österreich zu den Ländern, in denen der Gender-Pay-Gap am höchsten ist. In allen Berufsklassen verdienen Frauen in Deutschland weniger als Männer, jedoch ist der Unterschied am größten in Berufen, die üblicherweise von Frauen besetzt werden (sogenannte Frauenberufe). So beträgt der unbereinigte Gender-Pay-Gap in Berufen, welche üblicherweise von Frauen ausgeübt werden (sogenannte Frauenberufe) knapp 27 %, aber nur 13 % in Berufen, die üblicherweise von Männern besetzt werden (sogenannte Männerberufe). Bereinigt liegt die durchschnittliche Lohnlücke bei höchstens 6 % (oder bei 2 % ohne Berücksichtigung von Erwerbsauszeiten von Frauen). Bei den unbereinigten Zahlen sind die regionalen Unterschiede erheblich und liegen zwischen 17 % zugunsten Frauen und 38 % zugunsten Männern.
  • Karriere (Wikipedia)
    Die Karriere oder berufliche Laufbahn (von französisch carrière; englisch career) ist die persönliche Laufbahn eines Menschen in seinem Berufsleben. In der betrieblichen Personalarbeit versteht man unter Karriere „jede betriebliche Stellenfolge einer Person im betrieblichen Stellengefüge“. Seit den 1990er Jahren wird in der Karriereforschung davon ausgegangen, dass Karrieren verstärkt (wenn nicht sogar überwiegend) jenseits organisationaler Grenzen stattfinden. Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff in der Regel einen beruflichen Aufstieg (einen Weg nach oben), d. h., der Begriff Karriere wird häufig verbunden mit Veränderung der Qualifikation und Dienststellung sowie einem wirtschaftlichen und/oder sozialem Aufstieg.
  • Lebensmittelindustrie (Wikipedia)
    Die Lebensmittelindustrie, auch Nahrungsmittelindustrie oder Ernährungsindustrie, ist ein der Landwirtschaft nachgelagerter Teilbereich der Lebensmittelwirtschaft, in dem ein wesentlicher Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse für die menschliche Ernährung verarbeitet wird. Kleinere Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten pro Betrieb gehören in Deutschland traditionell zum lebensmittelherstellenden Gewerbe und werden daher nicht der Industrie zugerechnet.
  • Lebensmittelwirtschaft (Wikipedia)
    Die Lebensmittelwirtschaft bzw. Ernährungswirtschaft umfasst als Wirtschaftszweig die Wirtschaftsbereiche, die sich mit der gewerblichen Produktion, Verarbeitung und Handel von Lebensmitteln bzw. Nahrungsmitteln befassen. Sie wird teilweise auch als Bestandteil des Agribusiness, und der Agrar- und Ernährungswirtschaft eingeordnet.
  • Mittleres Einkommen (Wikipedia)
    Das mittlere Einkommen oder Medianeinkommen in einer Gesellschaft oder Gruppe bezeichnet die Einkommenshöhe, von der aus die Anzahl der Haushalte (bzw. Personen) mit niedrigeren Einkommen gleich groß ist wie die der Haushalte mit höheren Einkommen. Damit definiert der Median das mittlere Einkommen. Dabei ist zu beachten, dass ein Einkommen sowohl das einer Einzelperson, als auch das mehrerer Personen eines Haushalts sein kann (Haushaltseinkommen). Eine Einzelperson ist ein Haushalt der Größe 1. Jedes Einkommen versorgt einen Haushalt mindestens der Größe 1. Das mittlere Einkommen ist das Einkommen, das sich genau in der Mitte der betrachteten und nach Größe sortierten Einkommen befindet. Beispielsweise wäre das zweithöchste das mittlere Einkommen von drei betrachteten Einkommen, bei 101 Einkommen das an 51. Stelle. Das Durchschnittseinkommen als arithmetisches Mittel aller Einkommen (auch: durchschnittliches Haushaltseinkommen) ist in der Regel höher, da die Unterschiede vom mittleren Einkommen zu den höheren und höchsten Einkommen oft um ein Vielfaches größer sind als die Unterschiede zu den niedrigeren Einkommen und einige wenige Haushalte sehr hohe Einkommen beziehen, also die Einkommensverteilung primär Ausreißer nach oben kennt. Das Pro-Kopf-Einkommen als arithmetisches Mittel aller Einkommen bezogen auf die Bevölkerungszahl ist niedriger, weil ein Einkommen im Schnitt mehr als eine Person versorgt. Das mittlere Einkommen ist vom mittleren Vermögen zu unterscheiden.
  • Vertrieb (Wikipedia)
    Der Vertrieb ist eine betriebliche Funktion in Unternehmen, die Produkte (Waren oder Dienstleistungen) für Kunden (Unternehmer oder Endverbraucher) verfügbar machen soll. Dem Vertrieb gegenüber steht der Einkauf oder Beschaffung.
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