Die größten Fahrermythen – Handy, High Heels, Heavy Metal: Was ist hinterm Steuer erlaubt?
Während des Autofahrens laut Musik hören oder mal eben aufs Handy schauen: solche oder andere Ablenkungen sind auf deutschen Straßen weit verbreitet. Aber ist das wirklich zulässig? Der ERGO Kfz-Experte Peter Schnitzler räumt mit den größten Irrtümern auf.
Essen und Trinken: Nicht verboten, aber riskant
Essen und Trinken am Steuer sind in Deutschland nicht ausdrücklich verboten. „Wer sich dadurch ablenken lässt, nicht mehr sicher fährt oder einen Unfall verursacht, begeht jedoch eine Ordnungswidrigkeit und riskiert ein Bußgeld“, erklärt Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO. Gerichte betonen, dass Fahrerinnen und Fahrer ihr Fahrzeug jederzeit sicher beherrschen müssen – auch dann, wenn sie gerade in ein belegtes Brötchen beißen. Sinnvoller ist es daher, den Verzehr von Snacks und Getränken in eine Pause zu verlegen.
Die digitale Versuchung: Smartphones und Wearables
Die Handynutzung am Steuer regelt das Gesetz eindeutig. „Elektronische Geräte wie Handys dürfen während der Fahrt nur genutzt werden, sofern sie nicht in der Hand gehalten werden“, so Schnitzler. Erlaubt ist die Bedienung über fest eingebaute oder fest verbaute Halterungen, sofern die Fahrerin oder der Fahrer nur einen kurzen Blick auf das Display wirft und ansonsten überwiegend auf die Straße achtet. „Das gilt nicht nur für Smartphones, sondern auch für Smartwatches und ähnliche Wearables“, ergänzt der ERGO-Experte. Wer etwa durch Nachrichten scrollt oder auf eine antwortet, verstößt gegen das Verbot. „Auch wenn die meisten neueren Autos inzwischen mit Assistenzsystemen der Stufe 2 ausgestattet sind, sprich Systeme die Teile der Lenkung, Beschleunigen und der Bremsung übernehmen, muss der Fahrer jederzeit aufmerksam sein“, rät Schnitzler.
Unpassend gekleidet?
Es gibt keinen Paragrafen, der bestimmte Schuhe beim Autofahren explizit verbietet – weder High Heels noch Flip-Flops. „Entscheidend ist, ob der Fahrer das Fahrzeug sicher bedienen kann“, so der Kfz-Experte. Kommt es wegen ungeeignetem Schuhwerk zu einem Unfall, kann das als Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht gewertet werden. In der Folge drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall Probleme mit dem Versicherungsschutz wegen grober Fahrlässigkeit. Grundsätzlich ist das Autofahren im Kostüm, mit Perücke oder Schminke in Ordnung, solange das Fahrzeug sicher geführt wird. Das Tragen von Vollmasken ist jedoch verboten, da das Gesicht für die Identifikation erkennbar bleiben muss.
Entertainment ja, Musik in voller Lautstärke nein
Laute Musik oder Kopfhörer sind im Auto grundsätzlich erlaubt, solange Warnsignale wie Hupen und Sirenen noch wahrgenommen werden. Auch Noise-Cancelling-Kopfhörer sind nicht explizit verboten. Aber wer beispielsweise Rettungsfahrzeuge überhört, begeht eine Ordnungswidrigkeit, riskiert ein Bußgeld und gefährdet sich und andere. Zusätzlich können Ablenkungen durch häufige Liedwechsel, ständiges Bedienen von Streaming-Apps oder In-Car-Entertainment als Verstoß gegen die Pflicht zur konzentrierten Fahrzeugführung gewertet werden.
Wenn Ablenkung rechtliche Folgen hat
Sichere Fahrzeugführung heißt, das Fahrzeug jederzeit technisch und fahrerisch so zu beherrschen, dass niemand gefährdet oder unnötig behindert wird. Ablenkungen wie Essen, die Nutzung des Handys oder laute Musik können daher bereits ohne Unfall als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, wenn sie die sichere Fahrzeugführung offensichtlich beeinträchtigen. Kommt es zu einem Unfall, prüfen Polizei und Versicherer, ob eine Ablenkung mitursächlich war. Je nach Fall drohen Bußgelder, Punkte, Strafverfahren und Kürzungen oder Regressforderungen wegen grober Fahrlässigkeit in der Kfz-Versicherung.
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- Auto (Wikipedia)
Ein Automobil (Kraftwagen, in der Schweiz amtlich Motorwagen) ist ein mehrspuriges motorgetriebenes Straßenfahrzeug zur Beförderung von Personen oder Lasten. Die umgangssprachliche Kurzform Auto bezeichnet vor allem Kraftfahrzeuge, die zum Transport von Personen bestimmt sind. Amtlich werden diese als Personenkraftwagen (kurz: Pkw) bezeichnet, oder – bei mehr Sitzplätzen – als Kraftomnibus. Automobile, die keine PKW sind, werden als Nutzfahrzeug bezeichnet. Lastkraftwagen (Lkw) dienen mehrheitlich dem Straßentransport von Gütern. Der weltweite Fahrzeugbestand lag im Jahr 2010 bei über 1,015 Milliarden Automobilen und stieg seitdem kontinuierlich an. 2011 wurden weltweit über 80 Millionen Automobile gebaut. In Deutschland waren im Jahr 2012 etwa 51,7 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, davon sind knapp 43 Millionen Personenkraftwagen. - Ergo (Wikipedia)
Ergo steht für: ergo, lateinisch für „also, entsprechend, demnach“ (bspw.: Cogito ergo sum) Ergo Group, deutsche Versicherungsgruppe Ergo Arena, Multifunktionshalle in den polnischen Städten Danzig und Sopot ergo, Name einer Bluesband aus der DDR, siehe Waldemar Weiz #Ergo Personen: Linde Ergo (* 1966), belgische Bildhauerin Siehe auch: Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Ergo beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Ergo enthält - kfz (Wikipedia)
Die Abkürzung Kfz steht für: Kraftfahrzeug Die Abkürzung KFZ steht für: Kapillarfüllungszeit, medizinischer Fachbegriff Die Abkürzung kfz steht für: Kubisch flächenzentriertes Kristallgitter, ein Begriff der Kristallographie, siehe Kubisches Kristallsystem oder Bravais-Gitter Koromfe, Sprache in Westafrika (ISO-639-3-Code) Siehe auch: - mythos (Wikipedia)
Ein Mythos (seltener der Mythus, veraltend die Mythe, Plural Mythen, von altgriechisch μῦθος, „Laut, Wort, Rede, Erzählung, sagenhafte Geschichte, Mär“, lateinisch mythus) ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, die natürliche oder soziale Phänomene erklären oder veranschaulichen soll. Im religiösen Mythos wird das Dasein der Menschen mit der Welt der Götter, Geister und übernatürlichen Kräften verknüpft. Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung der von ihnen behaupteten Wahrheit. Kritik an diesem Autoritäts- und Wahrheitsanspruch gibt es seit der griechischen Aufklärung bei den Vorsokratikern (z. B. Xenophanes um 500 v. Chr.). Für die Sophisten steht der Mythos im Gegensatz zum Logos, welcher durch verstandesgemäße Beweise versucht, die Wahrheit seiner Behauptungen zu begründen. In einem weiteren Sinn bezeichnet Mythos auch Personen, Dinge oder Ereignisse von hoher symbolischer Bedeutung oder auch einfach nur eine falsche Vorstellung oder Lüge. So wird etwa das Adjektiv „mythisch“ in der Umgangssprache häufig als Synonymbegriff für „märchenhaft-vage, fabulös oder legendär“ verwendet. Eine bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchliche, heute seltene Verdeutschung ist „die Mythe“ als Singular. Das Ensemble aller Mythen eines Volkes, einer Kultur, einer Religion wird als Mythologie (von griechisch μυθολογία „Sagendichtung“) bezeichnet. So spricht man z. B. von der Mythologie der Griechen, der Römer, der Germanen.