ARAG IT-Experten erklären digitale Risiken und wie sie sich reduzieren lassen

Cyberangriffe: Wie gut sind private Daten geschützt?

ARAG IT-Experten erklären digitale Risiken und wie sie sich reduzieren lassen

Organisierte Hackergruppen stellen eine zunehmende Herausforderung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dar. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt in seinem aktuellen Jahresbericht eine weiterhin angespannte IT-Sicherheitslage. Diese betrifft längst nicht mehr nur große Konzerne oder kritische Infrastrukturen, sondern ebenso kleine Unternehmen und Privatpersonen. Die ARAG IT-Experten erläutern, wer besonders gefährdet ist und wie man sich mit geeigneten Maßnahmen wirksam schützen kann.

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Wer ist betroffen?
Grundsätzlich kann jeder zum Ziel von Cyberangriffen werden, der online aktiv ist. Besonders im Fokus stehen Unternehmen, bei denen sich sensible Kunden- oder Mitarbeiterdaten abgreifen lassen, etwa Kreditkarteninformationen, Passwörter oder personenbezogene Daten. So erbeuteten Hackergruppen im vergangenen Jahr unter anderem interne Daten bei Volkswagen, Mitarbeiterdaten bei Coca-Cola oder Kundendaten bei der Fluglinie Qantas.

Doch die ARAG IT-Experten weisen darauf hin, dass nicht nur Unternehmen betroffen sind: Auch die Energieinfrastruktur sowie der öffentliche Sektor geraten zunehmend ins Visier. Im Extremfall können Cyberangriffe sogar staatliche Strukturen empfindlich treffen – mit direkten Auswirkungen auf die Bevölkerung.

Welchem Risiko sind Privatpersonen ausgesetzt?
Obwohl viele Nutzer glauben, sorgfältig mit ihren Daten umzugehen, bewegen sich die meisten vergleichsweise sorglos im Netz. Je selbstverständlicher digitale Anwendungen Teil des Alltags werden, desto weniger Aufmerksamkeit schenken viele der Datensicherheit. Während Bargeld, Ausweise oder Wohnungsschlüssel gut geschützt werden, fehlt dieses Sicherheitsbewusstsein laut ARAG IT-Experten bei digitalen Werten häufig noch.

Gefahren drohen überall dort, wo online eingekauft, Bankgeschäfte erledigt, gestreamt oder über soziale Netzwerke kommuniziert wird. Hinzu kommt eine neue Dimension durch Künstliche Intelligenz: Betrüger können mithilfe von KI Gesichtserkennungen täuschen, trügerisch echte Phishing-Mails verfassen oder Stimmen so realistisch imitieren, dass selbst telefonische Betrugsmaschen erfolgreich sind.

Neben finanziellen Schäden leiden Betroffene häufig auch emotional. Cyberangriffe greifen massiv in die persönliche Sicherheit und Privatsphäre ein. Besonders gravierend ist der Identitätsdiebstahl: Mit gestohlenen Daten werden digitale Doppelgänger erschaffen, die im Namen der Betroffenen Verträge abschließen oder sogar Straftaten begehen können – mit potenziell existenzbedrohenden Folgen.

Wie kann man seine Daten schützen?
Die ARAG IT-Experten empfehlen einen mehrstufigen Basisschutz. Dazu gehört in erster Linie der bewusste Umgang mit Passwörtern: Für jedes Konto sollte ein eigenes, möglichst komplexes Passwort verwendet werden. Ein komplexes Passwort besteht idealerweise aus einer Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und ist mindestens zwölf Zeichen lang, zum Beispiel so: Urlaub_Sonne_2024!. Passwortmanager helfen dabei, den Überblick über zahlreiche Zugangsdaten zu behalten. Sie sind meist als App, Browser-Erweiterung oder direkt im Betriebssystem integriert und speichern Passwörter verschlüsselt ab. Auf Wunsch erstellen sie auch automatisch starke, individuelle Passwörter, die sich Nutzer nicht selbst merken müssen.

Zusätzlich raten ARAG Experten dringend zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei wird beim Login neben dem Passwort ein zweiter Sicherheitsnachweis abgefragt – etwa ein Einmalcode über eine Authentifizierungs-App oder per SMS. Diese Funktion lässt sich bei vielen E-Mail-Konten, sozialen Netzwerken und Online-Diensten in den Sicherheitseinstellungen aktivieren.

Darüber hinaus sollten Betriebssysteme, Apps und Virenschutzprogramme stets auf dem neuesten Stand sein, da Sicherheitsupdates bekannte Schwachstellen schließen und Cyberkriminellen das Handwerk erschweren.

Vorsicht im Alltag ist ebenso entscheidend: E-Mails mit ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen, verdächtigen Links oder Dateianhängen sollten grundsätzlich misstrauisch machen. ARAG Experten raten, solche Inhalte keinesfalls anzuklicken oder herunterzuladen, sondern zunächst Absenderadresse, Schreibweise und Tonfall genau zu prüfen. Häufig weisen Rechtschreibfehler, unpersönliche Anreden oder starker Zeitdruck auf Betrugsversuche hin.

Gleiches gilt für Anrufe oder Kurznachrichten, die zu schnellem Handeln drängen oder mit Drohungen arbeiten. Im Zweifel sollte man das Gespräch beenden und den angeblich kontaktierenden Anbieter über bekannte, offizielle Kanäle selbst kontaktieren.
Öffentliche WLAN-Netze sollten möglichst nicht für sensible Vorgänge wie Online-Banking oder Einkäufe genutzt werden. Wer Smart-Home-Geräte oder vernetzte Technik einsetzt, sollte zudem auf sichere Netzwerkeinstellungen, starke Passwörter und regelmäßige Updates achten, um einen unbefugten Zugriff zu erschweren.

Schutz durch Versicherungen?
Zusätzlich kann eine Cyberversicherung sinnvoll sein. Während sie für große Unternehmen längst unverzichtbar ist und auch für kleinere Betriebe an Bedeutung gewinnt, wird sie von Privatpersonen häufig noch unterschätzt. Dabei sind Cyberbausteine teilweise bereits in Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen enthalten oder können ergänzt werden.

Auch im Rechtsschutz kann Cyberschutz eine wichtige Rolle spielen, etwa bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen, Cybermobbing, Rufschädigung oder Identitätsdiebstahl. Entscheidend ist, dass Deckungssumme und Leistungsumfang zum individuellen Nutzungsverhalten passen: Wer online einkauft, soziale Medien nutzt, ein Smart Home betreibt oder KI-gestützte Anwendungen verwendet, sollte seinen Versicherungsschutz entsprechend prüfen und gegebenenfalls ergänzen. Insbesondere wegen neuer Risiken durch KI raten die ARAG IT-Experten zu einer vorausschauenden Absicherung.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/versicherungs-ratgeber/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.100 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • ARAG (Wikipedia)
    ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent
  • BSI (Wikipedia)
    BSI steht für: Back side illumination (rückwärtige Belichtung), eine Konstruktionstyp von Halbleiter-Bildsensoren Body-Shape-Index, ein Index zur Bewertung des Körperfettanteiles eines Menschen British Standards Institution, britische Normungsorganisation BSI SA, eine Schweizer Privatbank (eh. Banca della Svizzera Italiana) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, eine deutsche Behörde Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure, Lobbyverband der deutschen Spirituosenbranche Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft, Zusammenschluss von Interessenverbänden der Wohnungs- und Immobilienbranche Powiat Siemiatycki in der Woiwodschaft Podlachien, Polen (Kfz-Kennzeichen) BSÍ steht für: Umferðarmiðstöðin BSÍ, oft kurz BSÍ, isländischer Busbahnhof bSI steht für: buildingSMART International, Interessenverband für Informationsverarbeitung im Bauwesen Siehe auch: BSI-Kompaktkupplung, Vorrichtung zum Verbinden von Schienenfahrzeugen
  • Cyberangriff (Wikipedia)
    Ein Cyberangriff, auch Cyberattacke, ist ein unerlaubter Zugriff auf größere, für eine spezifische IT-Infrastruktur wichtige Rechnernetze von außen. Der Angriff beruht meist auf einer im System oder in der Software ausgenutzten Sicherheitslücke oder auf menschlichem Versagen.
  • Gesichtserkennung (Wikipedia)
    Gesichtserkennung bezeichnet die Analyse der Ausprägung sichtbarer Merkmale im Bereich des frontalen Kopfes, gegeben durch geometrische Anordnung und Textureigenschaften der Oberfläche. Sowohl Menschen, als auch diverse andere Spezies sind dazu in der Lage eigene Artgenossen und teilweise auch Individuen anderer Arten an den Gesichtsmerkmalen zu unterscheiden. Künstliche Intelligenz lässt sich ebenfalls so programmieren, dass sie menschliche (oder tierische) Gesichter erkennt.
  • Identitätsdiebstahl (Wikipedia)
    Als Identitätsdiebstahl (auch Identitätsbetrug, Identitätsmissbrauch) wird die missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten durch Vortäuschung einer (fremden) Identität einer anderen natürlichen Person durch Dritte bezeichnet.
  • KI (Wikipedia)
    KI steht für: sumerische Gottheit, siehe Uraš (Göttin) Adam Air, ehemalige indonesische Fluggesellschaft nach dem IATA-Code Canadian Regional Airlines (IATA-Code), kanadische Fluggesellschaft Kaliumiodid, chemische Verhältnisformel Kanzerogenitätsindex, Gefahreneinstufung von Mineralfasern Karolinska-Institut, medizinische Hochschule bei Stockholm Kategorischer Imperativ, grundlegendes ethisches Prinzip des Philosophen Immanuel Kant Kiribati, Ländercode nach ISO 3166 Knabeninstitut Wilhelmsdorf, heute Gymnasium Wilhelmsdorf in Wilhelmsdorf (Württemberg) Kombiinstrument, Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen Kommunistische Internationale, auch Komintern Konfidenzintervall, statistischer Vertrauensbereich Konfigurationsidentifizierung, Teil des Konfigurationsmanagements Konstanzer Inventar, Sammlung kriminologischer und kriminalstatistischer Informationen Kontraindikation, in der Medizin ein Umstand, der gegen eine Maßnahme spricht Kreditinstitut Künstliche Insemination, künstliche Befruchtung bei Rindern und anderen Tieren Künstliche Intelligenz, Teilgebiet der Informatik Trabajos Aéreos del Sahara (ICAO-Code), ehemalige spanische Fluggesellschaft Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kleinfahrzeugkennzeichen der Binnenschifffahrt KI als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen: Deutschland: kreisfreie Stadt Kiel Griechenland: Kilkis Mazedonien: Kičevo Österreich: Bezirk Kirchdorf, Oberösterreich Serbien: Kikinda Slowakei: Košice (noch nicht vergeben) Tschechien: Karviná (auslaufend) KÍ steht für: KÍ Klaksvík, färöischer Fußballverein aus Klaksvík K.I steht für: AEG K.I (AEG G.I), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Doppeldecker-Bombenflugzeug Fokker K.I (Fokker M.9), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Zweirumpf-Experimentalflugzeug Ki steht für: Ki, Papuasprache, siehe Amto Ki (Papua), Distrikt (Distrik) in der indonesischen Provinz Papua Selatan Einheitenvorsilbe mit dem Zahlenwert 1024, siehe Binärpräfix Ki (Album) des kanadischen Musikers Devin Townsend Ki (Klan), alte Familie in Japan Begriff für Kraft bzw. Lebensenergie in der japanischen Philosophie, siehe Qi Kikuyu (Sprache) nach ISO 639-1 Ki ist der …
  • Passwortmanager (Wikipedia)
    Ein Passwort-Manager, auch Passwortmanager, Kennwort- oder Passwortverwaltung (englisch Password Manager, Password Safe) genannt, ist eine Anwendungssoftware, mit deren Hilfe ein Computer-Benutzer Zugangsdaten und Geheimcodes verschlüsselt speichern, verwalten und verwenden kann. Entsprechende Anwendungsprogramme sind plattformübergreifend für Desktop-Computer, Laptops sowie für Smartphones verfügbar.
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