Ab heute ohne: Rauchstopp mit Plan & Partnern

Wege aus der Nikotinsucht – mit Unterstützung aus der Apotheke

Ab heute ohne: Rauchstopp mit Plan & Partnern

Apotheken sind Partner bei der Rauchentwöhnung (Bildquelle: © LAV/canva)

Stuttgart – Zum Weltnichtrauchertag erinnert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg daran, dass ein Rauchstopp einer der wirksamsten Schritte ist, um die eigene Gesundheit langfristig zu schützen. Denn Rauchen kann nicht nur Lungenkrebs verursachen, sondern ist auch ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und chronische Lungenerkrankungen wie COPD. Die Apotheken im Land begleiten Menschen auf ihrem Weg aus der Nikotinabhängigkeit – mit geprüften Entwöhnungshilfen, persönlicher Beratung und praktischen Strategien zur Rückfallprävention.

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„Ein Rauchstopp gelingt am besten mit einem klaren Plan und starken Partnern an der Seite“, sagt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. „Apotheken bieten niedrigschwellige und kompetente Unterstützung, die Menschen dabei hilft, motiviert zu bleiben und die schwierige Entwöhnungsphase zu meistern.“

Für viele Raucherinnen und Raucher kann eine Nikotinersatztherapie ein wichtiger Baustein sein, um Entzugssymptome zu lindern und Rückfälle zu vermeiden. In Apotheken stehen verschiedene Präparate zur Verfügung – individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse der Anwender: Nikotinpflaster für eine gleichmäßige Abgabe über den Tag, Nikotinkaugummis für situative Entlastung bei akutem Verlangen sowie Nikotin-Sprays für eine besonders schnelle Wirkung in herausfordernden Momenten. „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Betroffenen die richtige Form der Unterstützung zu finden“, betont Habighorst-Klemm. „Eine fachkundige Einordnung der Produkte und ihrer Anwendung hilft den Patient:innen und erhöht ihre Erfolgschancen deutlich.“

Neben geeigneten Hilfsmitteln spielt die Begleitung im Alltag eine zentrale Rolle. Apothekenteams unterstützen bei der Entwicklung individueller Strategien, die Rückfälle vermeiden helfen. Sie geben konkrete Tipps für den Umgang mit Stress und besprechen Verhaltensalternativen. „Natürlich ist die Motivation des Betroffenen selbst ein entscheidender Erfolgsfaktor, aber die Entwöhnung klappt besser im Team. Beziehen Sie deshalb Freunde und Familie mit ein. Vielleicht findet sich ein Sparringspartner, der auch mit dem Rauchen aufhören will.“ Wichtig ist vor allem auch, den eigenen Auslöser zu kennen und sich ein Belohnungssystem zu überlegen. Das hilft dabei, am Ball zu bleiben, rät die Apothekerin.

„Jeder kleine Schritt weg vom Nikotin zählt – und wir begleiten unsere Kund:innen dabei. Und natürlich ist ein einzelner Zug an einer Zigarette kein Scheitern. Entscheidend ist, wie man danach weitermacht. Kurz innehalten, Gründe analysieren – und den Rauchstopp fortsetzen Die wohnortnahen Apotheken in Baden-Württemberg stehen rund ums Jahr als verlässliche Gesundheitsberater bereit. Wer den Entschluss fasst, mit dem Rauchen aufzuhören, findet hier direkte Ansprechpartner, ohne Termin und mit viel Erfahrung aus der Praxis. In der geplanten Apothekenreform ist zudem vorgesehen, dass Apotheken künftig eine spezielle pharmazeutische Dienstleistung zur Rauchentwöhnung anbieten dürfen. Die Kosten hierfür sollen dann von den Krankenkassen übernommen werden.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.100 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Apotheke (Wikipedia)
    Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug.
  • Arzneimittel (Wikipedia)
    Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe, arzātīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Medizin, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet.
  • Nikotinsucht (Wikipedia)
    Tabakabhängigkeit bezeichnet die Abhängigkeit von Nicotin, einem Alkaloid der Tabakpflanze, in Wechselwirkung mit verschiedenen weiteren Inhaltsstoffen des Tabaks oder des Tabakrauchs. Tabakabhängigkeit entsteht meistens und in besonders ausgeprägter Weise durch das Rauchen von nicotinhaltigem Tabak. Allerdings kann Nicotin fast in jeder Applikationsform abhängig machen, wobei es jedoch erhebliche Unterschiede gibt, ob es geraucht, gekaut oder geschnupft wird.
  • Rauchen (Wikipedia)
    Tabakrauchen (kurz: Rauchen) ist die Inhalation von Tabakrauch, der durch das Verbrennen (eigentlich Glimmen) tabakhaltiger Erzeugnisse wie Zigaretten, Zigarillos oder Shishatabak entsteht. Zigarren und Pfeifen werden üblicherweise gepafft, wenngleich auch hier oft vom Rauchen gesprochen wird. Der Übergang ist fließend, manchmal wird Tabakrauch von Wasserpfeifen oder Zigarillos gepafft, manchmal inhaliert. Seit die gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens sowie des Passivrauchens wissenschaftlich belegt wurden, wird das Thema öffentlich verstärkt wahrgenommen und diskutiert. Laut der Weltgesundheitsorganisation sterben mit Stand 2025 jedes Jahr über sieben Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, davon etwa 1,6 Millionen Nichtraucher durch Passivrauchen. Alleine im 20. Jahrhundert starben mehr Menschen an den Folgen des Rauchens als in beiden Weltkriegen zusammen. Der jährliche wirtschaftliche Schaden wurde 2017 auf rund 950 Mrd. Euro geschätzt. Zum Verschleiern der gesundheitlichen Auswirkungen des Tabakkonsums betrieb die Tabakindustrie eine über Jahrzehnte verfolgte Desinformationsstrategie zum Leugnen dieser wissenschaftlichen Tatsachen.
  • zigaretten (Wikipedia)
    Eine Zigarette (französisch cigarette, Diminutiv zu „Zigarre“) ist ein mit Tabak gefülltes Stäbchen, das aus den fermentierten, getrockneten und feingeschnittenen Blättern der Tabakpflanze hergestellt wird, die in Papier gestopft, gedreht, gefaltet oder gerollt werden. Durch Verbrennung entsteht der daraus konsumierbare Tabakrauch. Tabakrauch wird als Rauschmittel verwendet und fand vor allem im 20. Jahrhundert starke Verbreitung. Inzwischen ist der Zigarettenkonsum in westlichen Ländern aufgrund verschiedener Maßnahmen zur Eindämmung des Rauchens stark rückläufig. Der Grund für diese Maßnahmen ist vor allem die krebserregende Wirkung des Tabakrauchs. Die meisten Fertig-Zigaretten haben heutzutage die Größe bzw. das Format King Size mit einer Länge von 83 mm. Hinzu kommen Zigaretten im Format Super King Size, die 99 mm lang sind. Filterlose Zigaretten, also sogenannte Strangzigaretten, sind zumeist kürzer als „King Size“.
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