Der Bildband „Vorstellungen“ von Heinz Neumärker erkundet den Circus als Raum der Wahrnehmung und dokumentiert eine Welt im Verschwinden

Der Blick in die Manege

Mit dem Bildband „Vorstellungen“, der Anfang April 2026 erscheint, wird das fotografische Werk von Heinz Neumärker (1935 – 2017) um ein weiteres Kapitel ergänzt. Herausgegeben von seinem Sohn Carsten Neumärker, der bereits zum sechsten Mal den umfangreichen Nachlass seines Vaters mit einer Veröffentlichung erschließt, richtet diese den Blick erstmals konsequent auf das Geschehen in der Manege selbst: Diesmal sind es jene flüchtigen Momente der Aufführung, die den Kern des Circus ausmachen.

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Heinz Neumärker war ein Amateurfotograf und zugleich ein großer Zirkusenthusiast. Als Amateurfotograf reiste er über fünf Jahrzehnte lang den Gastspielen hinterher, überwiegend in der für ihn von seinem Wohnort Leverkusen aus gut erreichbaren Orten des Rheinlandes und Ruhrgebietes. Während sich die bislang erschienenen fünf Bildbände vor allem mit der Architektur des Circus, dem Leben auf dem Gelände und den Menschen und Tieren jenseits der Vorstellung beschäftigen, verlagert „Vorstellungen“ nun den Fokus in das Zentrum des Geschehens: in den Kreis der Manege, in dem sich Publikum und Darbietung unmittelbar begegnen. Der Band verzichtet bewusst auf eine klassische Kapitelstruktur. Die 103 Schwarzweiß-Fotografien stehen in einer lose gefügten Bildfolge, die sich beim Blättern wie eine Aufführung entfaltet. So entsteht der Eindruck, eine Circusvorstellung nicht nur zu betrachten, sondern in ihrer Dramaturgie zu durchlaufen, vom ersten Moment gespannter Erwartung bis zum Verklingen des Applauses.

Historisch betrachtet war der Circus stets mehr als ein Ort der Unterhaltung. Seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert steht er für eine neue Ordnung des Sehens: Die kreisförmige Manege kennt keine privilegierte Perspektive, kein oben und unten. Alle Blicke richten sich auf ein gemeinsames Zentrum, alle Zuschauer sind gleichermaßen Teil des Geschehens. Diese Konstellation ließe sich als frühe Form einer demokratisierten Wahrnehmung verstehen. Zugleich war der Circus seit jeher ein Ort gelebter Diversität. Lange bevor gesellschaftliche Debatten Begriffe wie Inklusion prägten, arbeiteten hier Menschen unterschiedlichster Herkunft, körperlicher Voraussetzungen und Lebensentwürfe selbstverständlich zusammen. Migranten, Kleinwüchsige oder Außenseiter fanden im Circus nicht selten einen Platz, der ihnen außerhalb verwehrt blieb. Ebenso prägten Frauen die Geschichte des Circus in entscheidender Weise, vielfach als Leiterinnen großer Unternehmen und als prägende Persönlichkeiten eines traditionsreichen, aber zugleich erstaunlich offenen Systems.

Neumärkers Bilder zielen nicht auf spektakuläre Effekte, sondern auf eine präzise, zurückhaltende Beobachtung. Der Fotograf wahrt Distanz, nicht aus Kälte, sondern als Ausdruck von Respekt. Er verzichtet auf Dramatisierung und Überhöhung und überlässt den Bildern ihre eigene Wirkung. So entstehen Aufnahmen, die weniger das Ereignis als vielmehr die Bedingungen seines Erscheinens sichtbar machen.

Der Clown erscheint dabei nicht nur als Figur des Humors, sondern als Teil einer Praxis, in der Überhöhung sichtbar und zugleich relativiert wird. Er imitiert Offiziere, Gelehrte, Würdenträger – und entlarvt sie durch Überzeichnung. Der Akrobat wird nicht als entrückter Held inszeniert, sondern als Körper im Risiko. Besonders eindrücklich zeigt sich dies in den Fotografien vom Hochseil: Der Artist scheint stillzustehen, und doch ist jede Bewegung eine permanente Korrektur. Das Seil bildet ein fragiles Gleichgewicht, das jederzeit verloren gehen kann.

Auch die Tierdarstellungen entziehen sich eindeutigen Lesarten. Die Eisbären betreten die Manege mit einer Präsenz, die zugleich monumental und flüchtig wirkt. Ihr helles Fell reflektiert das Licht und scheint sich im nächsten Moment wieder aufzulösen. Sichtbarkeit wird hier zur Frage, nicht zur Gewissheit. Die Schlangen hingegen stehen für eine nahezu lautlose Form der Bewegung, ein sensibles Wechselspiel aus Nähe und Kontrolle. Das Krokodil mit geöffnetem Maul markiert die Grenze, an der das Spiel jederzeit kippen kann.

In den Darstellungen der Raubtiere Tiger und Löwen wird schließlich die Fragilität jeder Ordnung sichtbar. Der Dompteur erscheint nicht als uneingeschränkter Beherrscher, sondern als Teil eines prekären Gleichgewichts. Kontrolle zeigt sich als temporäres Arrangement, als ein Verhältnis, das jederzeit ins Wanken geraten kann. Der Circus wird so zum Ort, an dem Risiko nicht verborgen, sondern ausgestellt wird.

Diese Bildwelt verweist über das einzelne Motiv hinaus. Der Circus erscheint als ein Raum, in dem grundlegende Fragen menschlicher Erfahrung sichtbar werden: das Verhältnis von Disziplin und Freiheit, von Körper und Inszenierung, von Kontrolle und Kontrollverlust. Jede Darbietung wird zur Metapher nicht als eindeutige Aussage, sondern als offenes Angebot an den Blick.

Zugleich ist „Vorstellungen“ ein Dokument des Verschwindens. Der klassische Wanderzirkus, einst ein Ort unmittelbarer sinnlicher Erfahrung, verliert zunehmend an gesellschaftlicher Präsenz. Mit ihm droht auch eine Form des Erlebens verloren zu gehen, die sich digitalen Medien entzieht: das Zusammenspiel von Licht und Schatten, der Klang der Kapelle, die physische Nähe von Mensch und Tier im Raum. Die Fotografie kann diese Erfahrung nicht ersetzen, doch sie bewahrt Momente, die über ihren ursprünglichen Augenblick hinausweisen.

Gerade in der posthumen Veröffentlichung erhält diese Arbeit eine zusätzliche Dimension. Carsten Neumärker führt das Werk seines Vaters nicht nur fort, sondern setzt es in einen neuen Zusammenhang. Indem er den Nachlass erschließt und thematisch weiterentwickelt, macht er sichtbar, was im fotografischen Archiv angelegt war: eine konsequente, über Jahre gewachsene Auseinandersetzung mit dem Circus als Lebens- und Erfahrungsraum.

Heinz Neumärker: „Vorstellungen – Circusfotografien von 1958 bis 1981“, herausgegeben von Carsten Neumärker, 116 Seiten SW, 31x31cm, Hardcover, Fadenheftung, Leinen, mit 103 Abbildungen, Digitaldruck auf Arctic Volume 150gr, € 78,00. ISBN 978-3-9826723-3-5; zu bestellen über buch.one/shop

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  • Bildband (Wikipedia)
    Ein Bildband ist eine, auch in digitaler Form mögliche, Publikation, in der Abbildungen einen Hauptteil des Inhalts ausmachen.
  • Circus (Wikipedia)
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    Die Elefanten (Elephantidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Rüsseltiere. Die Familie stellt die größten gegenwärtig lebenden Landtiere und schließt außerdem die einzigen heute noch lebenden Vertreter der Ordnungsgruppe ein. Es werden drei rezente Arten unterschieden: der Afrikanische Elefant, der die weitgehend offenen Landschaften Afrikas südlich der Sahara bewohnt, der ebenfalls in Afrika heimische, aber weitgehend auf tropische Regenwälder beschränkte Waldelefant und der im südlichen und südöstlichen Asien vorkommende Asiatische Elefant, der eine Vielzahl von Landschaftsräumen nutzt. Alle Elefanten sind durch ihren Rüssel, ein muskulöses Organ, das aus der Verwachsung der Nase mit der Oberlippe hervorgegangen ist, und durch ihre aus den oberen Schneidezähnen gebildeten Stoßzähne gekennzeichnet. Weitere auffällige Merkmale finden sich in dem massiven Körperbau mit säulenförmigen Beinen und der grauen, wenig behaarten Haut. Elefanten sind soziale Tiere, die in Familiengruppen aus weiblichen Individuen und deren Nachwuchs leben. Sie durchstreifen mehr oder weniger große Aktionsräume auf der Suche nach Nahrung. Die Größe der Aktionsräume und die Ausdehnung der Wanderungsbewegungen sind abhängig von lokalen Gegebenheiten wie dem genutzten Landschaftsraum und dem daraus resultierenden Nahrungsangebot. Männliche Tiere leben dagegen entweder einzelgängerisch oder formieren sich in Junggesellengruppen. Die Kommunikation untereinander, sowohl innerhalb als auch zwischen den verschiedenen Familiengruppen, findet auf mehreren Wegen statt. Zu diesen gehören Gerüche, die über Kot, Urin und Drüsensekrete vermittelt werden, Tastkontakte unter anderem mit dem Rüssel, verschiedene Körpergesten und eine reichhaltige Lautgebung, bei der variable Grolllaute im niedrigen Frequenzbereich hervorzuheben sind. Die Nahrung der Elefanten basiert auf Pflanzen, die mit dem Rüssel aufgenommen werden. In der Regel nutzen die Tiere sowohl harte Bestandteile wie Gräser als auch weichere wie Blätter und Zweige. Die genaue Zusammensetzung wird von der jahreszeitlichen Verfügbarkeit der einzelnen Pflanzen bestimmt. Ausgewachsene männliche Tiere kommen einmal jährlich in die Musth, eine …
  • fotobuch (Wikipedia)
    Als Fotobuch bezeichnet man ein Buch, das hauptsächlich aus Fotos besteht. Dies kann ein individuell hergestelltes, digital gedrucktes Buch sein, oder ein in einer Auflage gedrucktes, von einem Verlag oder im Selbstverlag herausgebrachtes Buch. Man bezeichnet Bildbände, Ausstellungskataloge, Künstlerbücher, Fachbücher über fotografische Gestaltungsfragen oder Apparaturen und fotohistorische Bücher als Fotobücher. Wo genau die Grenzen sind, also ob die Kodex-Form zwingend erforderlich ist oder etwa Mappenwerke oder Leporellos noch als Fotobuch bezeichnet werden können, wird in der Fotobuchforschung diskutiert. Es gibt auch Versuche, das Fotobuch sehr viel enger zu definieren und zum Beispiel von Ausstellungskatalogen, touristischen Bildbänden und Fotografie-Lehrbüchern zu unterscheiden. Demnach wäre ein Fotobuch ein Buch mit oder ohne Text, dessen wesentliche Aussage durch Fotografien transportiert wird und dessen Autor der Fotograf oder die Herausgeber, gegebenenfalls auch mehrere Fotografen sind. Für die Aussage des Buchs spielen auch Aspekte wie Layout, Format, Bindung und Papierqualität eine Rolle.
  • Fotografie (Wikipedia)
    Fotografie oder Photographie (zusammengesetzt aus altgriechisch φῶς phōs, deutsch ‚Licht‘ [im Genitiv φωτός photós] und altgriechisch γράφειν gráphein, deutsch ‚zeichnen‘ (-graphie), sinngemäß „Mit Licht zeichnen“) bezeichnet: eine Gattung der Bildenden Kunst eine bildgebende Methode, bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort direkt und dauerhaft gespeichert (analoges Verfahren) oder in elektronische Daten gewandelt und gespeichert wird (digitales Verfahren) das dauerhafte Lichtbild (Diapositiv, Filmbild oder Papierbild; kurz Bild, umgangssprachlich auch Foto genannt), das durch fotografische Verfahren hergestellt wird; dabei kann es sich entweder um ein Positiv oder ein Negativ auf Film, Folie, Papier oder anderen fotografischen Trägern handeln. Fotografische Aufnahmen werden als Abzug, Vergrößerung, Filmkopie oder als Ausbelichtung bzw. Druck von digitalen Bild-Dateien vervielfältigt. Der entsprechende Beruf ist der Fotograf. Bilder, die zum Beispiel für das Kino aufgenommen werden. Beliebig viele fotografische Bilder werden in Reihen von Einzelbildern auf fotografischen Film aufgenommen, die später mit einem Filmprojektor als bewegte Bilder (Laufbilder) vorgeführt werden können (siehe Film).
  • Historie (Wikipedia)
    Das Wort Historie [hɪsˈtoːʀi̯ə] (die Betonung liegt auf dem „o“, das abschließende „e“ wird als Schwundform der lateinischen Variante historia gesprochen) bezeichnet bis in das 18. Jahrhundert den Bericht, die einzelne Nachricht, die einzelne Geschichte, die Erzählung, ob fiktional oder wahr. Speziell in der Geschichtswissenschaft werden viele umfassend erzählende antike und mittelalterliche Geschichtswerke als Historien bezeichnet. Zusammensetzungen wie „Universal-Historie“ oder „Kirchen-Historie“ kamen im 17. Jahrhundert auf, um einen Bereich der Weltgeschichte zu bilden. Das Wort verschwand im deutschen Sprachgebrauch weitgehend, als im 19. Jahrhundert die Geschichtswissenschaft aufgebaut wurde. Es bewahrt heute eine eigenständige Bedeutung in der Shakespeare-Forschung, die der Gliederung Rechnung trägt, die sich in der ersten postumen Shakespeare-Ausgabe, der Folio-Edition von 1623, findet. Sie unterscheidet zwischen Comedies, Histories und Tragedies: Komödien, Historien (oder Historien-Dramen) und Tragödien. In der Frühe-Neuzeit-Forschung wird das Wort insbesondere dann benutzt, wenn man darauf verzichten will, rückwirkend Texte zu eindeutig als fiktionale Literatur zu verbuchen. Das Problem ist hier in der Regel, dass diese Texte eher undifferenziert als erbauliche, lehrreiche Erzählungen, Berichte, schlicht „Historien“, eingestuft wurden, ohne intensivere Diskussion ihrer Faktizität. Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Sprechen von Historien geht seinerseits auf ein antikes zurück.
  • Hochseil (Wikipedia)
    Als Seiltanz bezeichnet man eine Aktion, bei der eine oder mehrere Personen auf einem straff gespannten oder durchhängenden Seil laufen, tanzen und andere Kunststücke ausführen.
  • Krokodile (Wikipedia)
    Die Krokodile (Crocodylia; von altgriechisch κροκόδειλος krokódeilos „Krokodil“) sind eine Ordnung der amniotischen Landwirbeltiere. Heute werden etwa 26 Arten unterschieden, die sich auf acht bis neun Gattungen in den drei Familien der Echten Krokodile, der Alligatoren (inklusive Kaimane) und der Gaviale verteilen. In einem spezielleren Sinn wird der Begriff „Krokodile“ auch auf die Echten Krokodile angewendet. Krokodile leben in Flüssen und Seen der Tropen und Subtropen, nur das Leistenkrokodil kann auch im Meer leben und kommt häufig an den Küsten Australiens und verschiedener Inseln Südostasiens vor. Ihr echsenartiges, urtümlich anmutendes Aussehen ist nur eine von vielen Anpassungen an ihre Lebensweise als im Wasser lebende Lauerjäger. Sie besitzen einen seitlich abgeflachten Schwanz, mit dessen Hilfe sie schnell schwimmen können. Außerdem haben sie hochliegende Augen und Nasenlöcher, sodass sie fast vollständig untertauchen, aber trotzdem noch atmen und aus dem Wasser schauen können. Neben den Vögeln sind die Krokodile eines der beiden heute noch lebenden (rezenten) Taxa der Archosaurier, zu denen unter anderem auch die ausgestorbenen Pterosaurier und die Nicht-Vogel-Dinosaurier gehören (vgl. äußere Systematik). Die heutigen Krokodile weisen jedoch nur einen Bruchteil der Artenvielfalt der Vögel auf. Die relativ enge Verwandtschaft zwischen Vögeln und Krokodilen lässt sich anhand einer ganzen Reihe von Merkmalen, vor allem dem Bau des Herz-Kreislauf-Systems, nachweisen. Aufgrund eines Rückenpanzers aus in der Haut liegenden Knochenplatten werden die Krokodile umgangssprachlich auch als Panzerechsen bezeichnet.
  • Löwen (Wikipedia)
    Löwen (niederländisch , französisch Louvain) ist eine belgische Stadt in der Region Flandern. Sie ist Hauptstadt der Provinz Flämisch-Brabant und Hauptort des Bezirks Löwen. Löwen hat 102.175 Einwohner (Stand 1. Januar 2020). Löwen ist vor allem bekannt für seine Universität, die Katholieke Universiteit Leuven, sowie für sein Stadtbild, das mit dem gotischen Rathaus und dem Alten Markt einige der schönsten Beispiele flämischer Baukunst aufweist.
  • Manege (Wikipedia)
    Manege (französisch manège, eigentlich „Einreiten, Pferdedressur, Reitkunst“, aber auch „Reitbahn, Reithalle“ sowie „Karussell, Ringelreiten“) steht für: den Vorführungsraum in einem Zirkus, siehe Manege (Zirkus) eine ehemalige Reithalle in Paris, siehe Salle du Manège eine ehemalige Paradehalle einer Reitschule in Moskau, siehe Manege (Moskau) Manege (Film), Stummfilmdrama von Max Reichmann (1927) Siehe auch: Reithalle Reitschule
  • Pferde (Wikipedia)
    Die Pferde (Equus) sind die einzige rezente Gattung der Familie der Equidae. Zur Gattung gehören die Wildpferde (das Przewalski-Pferd und der heute ausgestorbene Tarpan), die verschiedenen Wildeselformen (der Afrikanische und der Asiatische Esel beziehungsweise der Kiang) sowie wenigstens drei Zebra-Arten (das Steppen-, das Berg- und das Grevyzebra). Sie schließt auch die aus den Wildtieren domestizierten Hausformen ein. Die Anzahl der Arten und ihre Abgrenzung zueinander sind bis heute umstritten. Insgesamt werden häufig sieben oder acht Arten unterschieden, von denen die Mehrzahl in ihrem Bestand gefährdet ist. Die Tiere leben heute in Afrika südlich der Sahara und im südlichen sowie zentralen und östlichen Asien. Die bewohnten Habitate bestehen aus offenen, häufig grasbestandenen Landschaftsräumen, die mitunter auch sehr trocken bis wüstenartig sein können. An diese Regionen sind Pferde durch ihren kräftigen Körperbau und die langen, schlanken Gliedmaßen angepasst. An den Beinen findet sich auch das kennzeichnende Merkmal der Gattung, da sowohl die Vorder- als auch die Hinterfüße jeweils nur eine Zehe aufweisen, die von einem breiten Huf bedeckt wird. Der Rückgang der Zehenanzahl, der den Pferden auch die höherrangige Bezeichnung „Einhufer“ einbrachte, ermöglicht eine schnelle und reibungsarme Fortbewegung in den Steppen- und Savannengebieten. Generell sind Pferde gesellig lebende Tiere. Es lassen sich zwei Gruppentypen in der Sozialgemeinschaft unterscheiden: einer mit Mutter-Jungtiergruppen und einzeln lebenden Hengsten und ein zweiter mit größeren Gruppen aus Stuten und Jungtieren, die auch ein oder mehrere männliche Tiere mit einschließen, die sogenannten „Harems“. Die Ausbildung des einen oder anderen Grundtyps ist in der Regel von äußeren Faktoren abhängig. Dazu zählt vor allem das Nahrungsangebot, das über das Jahr beständig oder – durch den stärkeren Einfluss von Jahreszeiten – auch wechselnd sein kann. Die Hauptnahrung der Tiere besteht aus Gräsern, gelegentlich fressen sie auch Blätter und Zweige. Zum Zerkauen der harten Grasnahrung bildeten sich bei den Pferden Backenzähne mit extrem hohen Zahnkronen heraus, was als ein weiteres typisches …
  • Schlangen (Wikipedia)
    Schlangen (Singular Schlange, von mittelhochdeutsch slange; zu slingen, sich winden, sich krümmen, schlingen, schleichen; altgriechisch ὄφεις ópheis; lateinisch serpentes, verwandt mit altgriechisch ἕρπειν herpein, deutsch ‚kriechen‘) sind eine Unterordnung der Schuppenkriechtiere. Sie stammen von echsenartigen Vorfahren ab. Gegenüber diesen ist der Körper stark verlängert und die Extremitäten wurden fast völlig zurückgebildet. Heute sind über 4000 Arten beschrieben. Mit Ausnahme der Arktis, Antarktis, Permafrostgebiete und einiger Inseln sind sie weltweit in allen Lebensräumen anzutreffen. Schlangen spielen in der Kulturgeschichte und Mythologie und darauf aufbauend auch in der Kunst und Literatur eine große Rolle: So verführte in der alttestamentlichen Schöpfungsgeschichte der Bibel eine Schlange Adam und Eva dazu, die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu kosten. Der von einer Schlange umwundene Stab des Asklepios in der griechischen Mythologie (Äskulapstab) ist bis heute das Symbol der medizinischen und pharmazeutischen Berufe.
  • Schwarz-Weiß (Wikipedia)
    SchwarzWeiss ist das vierte Soloalbum des Hamburger Rappers Samy Deluxe. Es erschien am 29. Juli 2011 über das Label EMI als Standard- und Deluxe-Edition. Am 2. Dezember 2011 wurde es, inklusive der EP Up2Date, als Doppelalbum wiederveröffentlicht.
  • Tiger (Wikipedia)
    Der Tiger (Panthera tigris) ist eine in Asien verbreitete Großkatze. Er ist aufgrund seiner Größe und des charakteristischen dunklen Streifenmusters auf goldgelbem bis rotbraunem Grund unverwechselbar. Es gibt acht bis neun Unterarten, die als Festlands- und Inselunterarten unterschieden werden und im Erscheinungsbild voneinander abweichen. Die größten Unterschiede bestehen zwischen den kleinen, kontrastreich gefärbten Sumatra-Tigern und den großen, blasser gefärbten Sibirischen Tigern, auch als Amurtiger bezeichnet. Als typische Unterarten zwischen den beiden Extremen gelten der indische Bengaltiger und der Indochinesische Tiger. Der ausgerottete Bali-Tiger stellte ursprünglich die kleinste Unterart dar. Die sibirische Unterart ist nach Eisbär und Braunbär das drittgrößte landbewohnende Raubtier. Sumatra-Tiger erreichen eine durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge von etwa 140 cm, eine Schwanzlänge von rund 60 cm und ein Gewicht von etwa 120 kg (Männchen) beziehungsweise 90 kg (Weibchen). Männliche Sibirische Tiger erreichen dagegen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 200 cm, besitzen einen rund 90 cm langen Schwanz und wiegen etwa 250 kg. Weibchen sind mit etwa 150 kg Körpergewicht deutlich leichter. Tiger leben in der Regel einzelgängerisch und ernähren sich überwiegend von größeren Huftieren. Dabei bewohnen sie unterschiedlichste Lebensräume, wie tropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder boreale Wälder. Ursprünglich war der Tiger vom Kaukasus und dem Fernen Osten Russlands über Ost-China, den indischen Subkontinent und Hinterindien bis Sumatra, Java und Bali verbreitet. Heute ist er aus großen Teilen seines ehemaligen Verbreitungsgebietes verschwunden. Drei Unterarten sind bereits ausgerottet. Insgesamt gibt es Schätzungen zufolge noch 3000 bis 5000 wildlebende Tiger, die nun größtenteils auf isolierte Schutzgebiete beschränkt sind. Die Art wird von der IUCN als „stark gefährdet“ (Endangered) eingestuft.
  • Vorstellung (Wikipedia)
    Als Vorstellung wird (im engeren Sinn und in der Psychologie) eine anschauliche Repräsentation eines realen oder fiktiven Gegenstands im Bewusstsein eines Erkenntnissubjekts bezeichnet. Mit „anschaulich“ ist hierbei gemeint, dass eine Verbindung zu den Qualitäten der Sinneswahrnehmung besteht.
  • Zirkus (Wikipedia)
    Ein Zirkus oder auch Circus (lateinisch circus ‚Kreis‘, ‚Ring‘, ‚runde Arena‚; Plural: Zirkusse bzw. Circusse) ist meist eine Gruppe von Artisten, die eine Vorstellung mit verschiedenen artistischen (zirzensischen) Darbietungen (Akrobatik, Clownerie, Zauberei, Tierdressuren) zeigt. Wirtschaftlich gesehen ist ein Zirkus ein Unterhaltungsunternehmen.
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