Zweites Zukunftsforum am 15. Oktober stellt Rahmenplan und konkrete Entwürfe für vier Schlüsselorte zur Diskussion
Eitorf, 04.09.2026 Im Frühjahr wurde gefragt, was Eitorf für seine zukünftige Entwicklung braucht. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich beteiligt, Ideen eingebracht und die drei Zukunftsbilder für die Talachse diskutiert. Inzwischen ist aus diesen Impulsen ein konkreter Rahmenplan entstanden. Am 15. Oktober 2026 geht das Projekt Talachse Eitorf deshalb in die nächste öffentliche Beteiligungsrunde.
Beim zweiten Zukunftsforum wird die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Eitorf gemeinsam mit dem Planungsbüro Pesch und Partner vorstellen, was aus den Ergebnissen der ersten Beteiligung geworden ist und wie sich die Planungen seitdem weiterentwickelt haben. Diesmal geht es nicht mehr nur um grundsätzliche Zukunftsbilder. Im Mittelpunkt stehen der Rahmenplan für die gesamte Talachse und konkrete Entwürfe für vier ausgewählte Schlüsselorte.
„Beim ersten Zukunftsforum haben wir gefragt: Was braucht Eitorf? Jetzt können wir zeigen, was daraus geworden ist“, erklären Lydia Reinhardt und Leon Wenigenrath von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Eitorf in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Rainer Viehof. „Aber auch diese Planungen sind kein Ergebnis hinter verschlossenen Türen. Wir möchten sie mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und ihre Rückmeldungen in die nächsten Schritte einbeziehen.“
Aus Ideen ist ein Rahmenplan gewordenDie erste Beteiligungsrunde hat gezeigt, dass die unterschiedlichen Zukunftsbilder für Eitorf nicht als Gegensätze gesehen werden. Vielmehr sollen ihre Stärken miteinander verbunden werden. Eine starke und vielfältige Innenstadt, die Sieg und ihre Freiräume als prägendes Element, zukunftsfähige Gewerbe- und Arbeitsstandorte sowie attraktive Wohnquartiere mit kurzen Wegen.
Diese Ergebnisse sind in den inzwischen vorliegenden Rahmenplan eingeflossen. Er beschreibt fünf zentrale Leitthemen für die zukünftige Entwicklung der Talachse: Klima, Natur & Freizeit, Nutzungsvielfalt, Versorgung & Bildung, Arbeit & Gewerbe, Wohnen & Nachbarschaft sowie Mobilität & Anbindung.
Damit ist eine gemeinsame Richtung formuliert, Stadt, Talraum und Fluss sollen stärker miteinander verbunden werden. Gleichzeitig soll die Talachse ihre Bedeutung als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort behalten und weiterentwickeln.
Vier Schlüsselorte stehen im FokusBesonders konkret wird es bei vier sogenannten Lupenräumen. Für diese Bereiche mit besonderem Entwicklungspotenzial werden vertiefende Entwürfe erarbeitet:
Die Quartiersentwicklung in Zusammenarbeit mit Retzer Industry auf Gauhes Wiese und dem Iris-Lack-Gelände im westlichen Talbereich, das ehemalige Krewel-Meuselbach Gelände, das Bahnhofsumfeld und den Nahversorgungsstandort Brückenstraße als wichtige Verknüpfungspunkte zwischen Mobilität und Innenstadt, sowie der Knotenpunkt Im Auel mit ZF.
Beim Zukunftsforum am 15. Oktober werden die bisherigen Überlegungen für diese Bereiche vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Dabei geht es ausdrücklich um die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger. Passen die vorgeschlagenen Entwicklungen zu Eitorf? Wo sollte nachgeschärft werden? Was fehlt noch?
Beteiligung geht in die zweite RundeDie Wirtschaftsförderung möchte dabei auch Menschen erreichen, die sich bislang noch nicht am Prozess beteiligt haben. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sind eingeladen, ihre Vorstellungen einzubringen. Schließlich geht es bei der Talachse um die langfristige Entwicklung ihres Wohn-, Lebens- und Arbeitsortes.
Das zweite Zukunftsforum Talachse Eitorf findet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18.00 Uhr im Leonardo statt.
Ergänzend zum Zukunftsforum ist eine zweite Online-Beteiligung vorgesehen. Damit besteht auch für diejenigen, die am 15. Oktober nicht persönlich teilnehmen können, die Möglichkeit, die Planungen zu bewerten und eigene Hinweise einzubringen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.
Die Rückmeldungen aus der zweiten Beteiligungsrunde fließen in die weitere Bearbeitung ein. Im November stehen die Umsetzungsempfehlungen auf der Agenda, im Dezember soll das Strukturkonzept im zuständigen Ausschuss abschließend präsentiert werden.
Das Projekt Talachse Eitorf:
Aufgrund der bevorstehenden tiefgreifenden Transformationsprozesse, die die Gemeinde Eitorf betreffen, ist die Entwicklung einer integrierten Gesamtperspektive für die Talachse unerlässlich. Das Strukturkonzept soll insbesondere die Transformation der gewerblichen und untergenutzten Flächen in der Talachse begleiten, die erheblichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die soziale Infrastruktur und die Wohn- und Lebensqualität der gesamten Gemeinde haben. Seit September 2025 begleitet und unterstützt das Planungsbüro Pesch und Partner aus Dortmund die Gemeinde bei der strategischen Ausrichtung.
Kontakt
Wirtschaftsförderung Gemeinde Eitorf
Lydia Reinhardt
Markt 1
53783 Eitorf
02243 89 214

https://www.eitorf.de/
- bürgerbeteiligung (Wikipedia)
In der Politik bezeichnet Bürgerbeteiligung die Beteiligung und Einbeziehung der Bürger in politischem Gemeinwesen, in die „Gestaltung des Gemeinsamen“ oder „alles Gemeinsamen“. Der Begriff Bürgerbeteiligung zeichnet sich durch eine gewisse Unschärfe aus, da er weder in der gängigen politischen Theorie noch in der sozialen Praxis eindeutig abgegrenzt wird. Einerseits steht seine Verwendung in einem engen Zusammenhang mit dem politischen System eines Staates, sodass es für Bürgerbeteiligung jeweils eine etwas andere Lesart gibt – beispielsweise in Deutschland, Österreich (wo der Begriff im Allgemeinen für inhaltlich und zeitlich aus- und eingegrenzte Verfahren in kleinen Gruppen gebraucht wird) und der Schweiz (wo direkte Beteiligung eine der Grundlagen der landesüblichen direkten Demokratie ist). Zum anderen ist Bürgerbeteiligung ein sogenanntes Fahnenwort und dient damit auch der Identitätsstiftung im politischen Diskurs. - Krewel Meuselbach (Wikipedia)
Krewel Meuselbach (früher Krewel-Werke) ist ein mittelständisches Pharma-Unternehmen aus Eitorf bei Köln. Krewel ist bekannt für seine Produkte Aspecton, Hedelix, Mallebrin und das Neurosedativum Eusedon. 2024 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, woraufhin Dr. Theiss Naturwaren als Investor einstieg. Das Stammwerk in Eitorf wurde 2025 geschlossen. - Öffentlichkeitsbeteiligung (Wikipedia)
In der Politik bezeichnet Bürgerbeteiligung die Beteiligung und Einbeziehung der Bürger in politischem Gemeinwesen, in die „Gestaltung des Gemeinsamen“ oder „alles Gemeinsamen“. Der Begriff Bürgerbeteiligung zeichnet sich durch eine gewisse Unschärfe aus, da er weder in der gängigen politischen Theorie noch in der sozialen Praxis eindeutig abgegrenzt wird. Einerseits steht seine Verwendung in einem engen Zusammenhang mit dem politischen System eines Staates, sodass es für Bürgerbeteiligung jeweils eine etwas andere Lesart gibt – beispielsweise in Deutschland, Österreich (wo der Begriff im Allgemeinen für inhaltlich und zeitlich aus- und eingegrenzte Verfahren in kleinen Gruppen gebraucht wird) und der Schweiz (wo direkte Beteiligung eine der Grundlagen der landesüblichen direkten Demokratie ist). Zum anderen ist Bürgerbeteiligung ein sogenanntes Fahnenwort und dient damit auch der Identitätsstiftung im politischen Diskurs. - Rahmenplan (Wikipedia)
Ein städtebaulicher Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, um Entwicklungspotentiale eines Stadtteils auszuloten und Perspektiven für dessen zukünftige Nutzung in groben Zügen darzustellen. Er ist nicht rechtsverbindlich und keinem standardisierten Verfahren unterworfen. Hinsichtlich des Planungsmaßstabes ordnet er sich zwischen dem Flächennutzungs- und Bebauungsplanung ein und wird so meist als Mittler eingesetzt. Die Planinhalte, bestehend aus Textteil und Planteil, dienen der vereinfachten Darstellung von zukünftigen städtebaulichen Planungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Städtebauliche Rahmenpläne werden häufig erstellt, um in Wettbewerbsverfahren konkrete Nutzungsergebnisse zu erzielen oder bestimmte städtische Bereiche unter Schutz zu stellen (etwa Bestandsschutz oder Nutzungsschutz). Besonders hilfreich sind Rahmenpläne bei Verfahren der Investorensuche und Öffentlichkeitsbeteiligung. Der Rahmenplan wird unter anderem im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Sanierung im besonderen Städtebaurecht (§ 140 BauGB) erwähnt. Unter § 140 Nr. 4 BauGB wird die Rahmenplanung neben der Bauleitplanung als Instrument genannt. - Stadtplanung (Wikipedia)
Die Stadtplanung beschäftigt sich mit der Erarbeitung und Realisierung von wünschenswerten, den menschlichen Bedürfnissen entsprechenden zukünftigen Zuständen einer Stadt und ihrer Teilbereiche. Sie erarbeitet räumliche Konzepte und Prozesse und berücksichtigt dabei insbesondere ökonomische, ökologische, soziale, gestalterische und technische Gesichtspunkte. In der Regel ist sie staatlich institutionalisiert und ordnet verbindlich die Bodennutzung im Gemeindegebiet. Dies umfasst sowohl die öffentliche und die private Bautätigkeit als auch die raumbezogene Infrastrukturentwicklung, im Idealfall unter Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange mit dem Ziel der Konfliktminimierung. Im Fach Stadt- und Regionalplanung, das diverse Hochschulen als Studiengang anbieten, wird zusätzlich die Planung auf übergeordneter räumlicher Ebene (Region oder Land) betrachtet. Die Raumplanung umfasst begrifflich zusätzlich auch die Entwicklung von Landgemeinden bzw. Dörfern. Der stärker architektonisch ausgerichtete Städtebau befasst sich im Besonderen mit den sichtbaren und gestalterischen Aspekten der Stadtplanung.