Musicals in deutschen Medien: Kein Raum für Kritik?

Musicals in deutschen Medien: Kein Raum für Kritik?

Musicals zählen heutzutage zu den beliebtesten und erfolgreichsten Musiktheaterformen. Dennoch finden sich in den deutschsprachigen Medien kaum fundierte Kritiken zu Musicals. In ihrem neuen Essay „Falsch intoniert – falsch bewertet. Warum im deutschsprachigen Raum Rezensionen anstatt Kritiken im Musical vorherrschen“, der im Juli 2026 bei GRIN erschien, geht Lilli Zeifert diesem Phänomen auf den Grund.

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In diesem akademischen Essay untersucht Lilli Zeifert die Unterschiede zwischen Rezension und Fachkritik und geht der Frage nach, inwiefern sich im Musicalbereich andere Maßstäbe etabliert haben als etwa in der Oper. Dadurch bietet die Autorin mit „Falsch intoniert – falsch bewertet“ einen kritischen Blick auf Kompetenz, Verantwortung und den Stellenwert des Musicals im kulturellen Diskurs. Sie grenzt Rezension und (Fach-)Kritik begrifflich voneinander ab, beschreibt die besonderen Anforderungen an eine professionelle Musicalkritik und vergleicht exemplarisch eine Musicalrezension mit einer Opernkritik. Dabei geht sie der Frage nach, weshalb für zwei Sparten des Musiktheaters offenbar unterschiedliche journalistische und fachliche Maßstäbe gelten.

Die Bewertung von Musicals in deutschsprachigen Medien

Nach welchen Kriterien werden künstlerische Leistungen bewertet? Wie viel Fachwissen ist für eine fundierte Kritik erforderlich? Und wann wird eine persönliche Einschätzung als fachlich begründetes Urteil ausgegeben? Besonders aktuell ist diese Debatte durch die zunehmende Zahl frei zugänglicher Reviews, Blogs und Social-Media-Beiträge. Die Grenzen zwischen Rezension, persönlicher Meinung und professioneller Kritik werden dadurch immer unschärfer. Für journalistisch tätige Personen ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Maßstäben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten deshalb von besonderer Bedeutung.

Mit ihrem Essay leistet Lilli Zeifert einen Beitrag zu einer stärkeren Professionalisierung der Musicalkritik und zur kulturellen Anerkennung des Musicals als eigenständiger Sparte des Musiktheaters. „Falsch intoniert – falsch bewertet“ richtet sich daher sowohl an deutschsprachige Kultur-, Musik- und Musicaljournalisten, Musicalrezensierende und -kritiker, Redaktionen und Fachmedien sowie an Studierende und Forschende aus den Bereichen Kulturwissenschaft, Musikjournalismus, Theaterwissenschaft und Musikwissenschaft. Darüber hinaus ist es für deutschsprachige Musicalschaffende, Theater, Darstellende und Leserinnen und Leser interessant, die sich mit der öffentlichen Wahrnehmung und Bewertung von Musicals beschäftigen.

Über die Autorin

Lilli Zeifert ist eine körperlich schwerstmehrfachbehinderte Autorin, Musicalkritikerin und -Rezensentin, Musicallibrettistin und -Produzentin, Songwriterin sowie Studentin der Kulturwissenschaft und Linguistik an der Universität Potsdam. Selbst mit Musiktheater wie Oper und Musical aufgewachsen, veröffentlicht sie seit 2020 sowohl Musicalrezensionen in verschiedenen Fachmedien als auch seit 2022 Musicalfachkritiken auf ihrer eigenen Plattform „Die Musicalkritikerin“ und verbindet dadurch praktische journalistische Erfahrung mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive.

Das Buch ist im Juli 2026 im GRIN Verlag erschienen (ISBN 978-3-389-19799-8).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1737791

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

GRIN ist ein deutscher Selfpublishing Verlag mit Sitz in München, der seit 1998 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und Autor:innen bei der Verbreitung ihrer Manuskripte unterstützt. Das Verlagsprogramm umfasst akademische Arbeiten, Fachbücher und Forschungspublikationen aus zahlreichen Disziplinen, wodurch GRIN mit mehr als 260.000 veröffentlichten Titeln zu den führenden Anbietern für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen im deutschsprachigen Raum zählt.
Mit dem Ausbau seines Selfpublishing-Angebots begleitet GRIN seit 2025 zudem Autor:innen bei der professionellen Veröffentlichung von Sachbüchern, Ratgebern, Belletristik, Biografien und weiteren Buchprojekten.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Journalismus (Wikipedia)
    Journalismus (abgeleitet von französisch „Journal“) bezeichnet die periodische publizistische Arbeit von Journalisten bei der Presse, in Online-Medien oder im Rundfunk mit dem Ziel, Öffentlichkeit herzustellen und die Öffentlichkeit mit gesellschaftlich relevanten Informationen zu versorgen.
  • Kritik (Wikipedia)
    Kritik ist methodisch kontrolliertes Urteilen. Sie prüft Gründe, klärt Begriffe und unterscheidet gültige von ungültigen Ansprüchen – gebunden an Logik und Evidenz; sie ist „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung.“ (Anne-Barb Hertkorn: ) Dabei reflektiert sie auch die Voraussetzungen, aus denen sie urteilt, und vollzieht sich als ein fortlaufender Prozess der Prüfung, Revision und Begründung. Neben der Bedeutung der prüfenden Beurteilung und deren Äußerung in entsprechenden Worten bezeichnet die Kritik – insbesondere in der Verbform kritisieren ebenso wie monieren und die Monierung – auch eine Beanstandung oder Bemängelung. In früheren sozialistischen Staaten laut Duden auch „Fehler und Versäumnisse beanstandende [öffentliche] kritische Stellungnahme als Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung“.
  • Kulturjournalismus (Wikipedia)
    Kulturjournalismus ist eine Subform des Journalismus, die sich mit kulturellen Themen befasst, andere journalistische Subformen mitberücksichtigt und ebenso mit kulturwissenschaftlichen Methoden arbeitet. Im engeren Sinn beschäftigt er sich häufig mit Literatur-, Theater-, Film-, Musik-, Kunst- und Medienkritik und berichtet über Hintergründe und Entwicklungen im Kulturbetrieb. Dies geschieht in Form von Rezensionen, Porträts, Essays oder anderen journalistischen Formaten. Für die Arbeit als Kulturjournalist sind deshalb Recherche-, Konzept-, Erzähl- und Redaktionsformen grundlegend, wie man sie vor allem im Feuilleton findet. In einem weiteren Sinn beinhaltet Kulturjournalismus auch die Berichterstattung über Entwicklungen in den Geisteswissenschaften sowie über intellektuelle Diskurse zu aktuellen politischen Ereignissen oder gesellschaftlichen Trends.
  • Medien (Wikipedia)
    Medien steht für: Presse (Medien) in einem erweiterten Sinne als Vierte Gewalt in der Demokratie Massenmedien, öffentlich verbreitete Kommunikationsmittel Alternativmedien, deren Journalisten arbeiten unabhängig, einzeln oder von sozialen, ökologischen, kulturellen und politischen Organisationen Plural von Medium, verschiedene Bedeutungen siehe dort Geographie: Medien (Land), historisches Land im heutigen Iran, Heimat der antiken Meder Medien, historischer Name von Warkallen, 1938 bis 1946 Roloffseck, Kreis Gumbinen, Ostpreußen, seit 1946: Dwinskoje (Kaliningrad), Siedlung im Rajon Gussew, Oblast Kaliningrad, Russland Medien, Dorf im Kreis Heilsberg, Ostpreußen, seit 1945: Medyny in der Gmina Lidzbark Warmiński, Powiat Lidzbarski, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen Siehe auch: Mediensozialisation Medium (Kommunikation) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Medien beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Medien enthält
  • Musical (Wikipedia)
    Das Musical [ˈmju:zɪkəl] ist ein Genre populären Musiktheaters, das Gesang, Tanz, Schauspiel/Dialog und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet. Die Geschichte des modernen Musicals begann im New York der 1920er-Jahre, fand jedoch neben dem New Yorker Broadway auch rasch Verbreitung im Londoner West End, die noch heute beide als Metropolen des Musicals gelten. Ausgehend von diesen Zentren hat das Musical weltweite Verbreitung gefunden. Neben der temporären Aufnahme in Spielpläne zahlreicher großer wie kleiner Theater haben sich auch in vielen anderen Städten Musical-Theater etabliert, die ausschließlich Musicals als meist längere und aufwendig gestaltete Produktionen (sog. En-suite-Produktionen) zeigen. Auch Tournee-Produktionen diverser Musicals sind häufig zu finden. Trotz der weltweiten Verbreitung dominieren noch heute Musicals US-amerikanischen oder britischen Ursprungs, wobei es jedoch auch erfolgreiche Musicals anderer Herkunft gibt. Wegen ihres großen Erfolgs sind viele Musicals auch verfilmt worden. Thematisch wird eine breite Fülle von tragischen wie auch humorvollen Stoffen behandelt, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten spielen. Auch für gesellschaftlich oder politisch sensible Themen hat sich das Musical stets offen gezeigt. Viele Musicals basieren auf literarischen Vorlagen verschiedener Gattungen und Epochen und in neuerer Zeit gelegentlich auch auf Filmen unterschiedlicher Genres. Auch musikalisch ist ein breites Spektrum stilistischer Einflüsse erkennbar: von Popmusik, Tanz- und Unterhaltungsmusik bis zu Jazz, Swing, Soul und Rock ’n’ Roll, um nur einige zu nennen. Gattungsgeschichtlich haben Elemente des Dramas, der Komödie, der Revue, der Operette, des Balletts, des Varietés und der Oper Einfluss auf die Entwicklung des Musicals genommen. Das Musical ist ein Gesamtkunstwerk und ist sowohl eine literarische als auch eine musiktheatralische Gattung.
  • rezension (Wikipedia)
    Eine Rezension (lateinisch recensio „Musterung, quantitative Prüfung, Bestandsaufnahme“, von recensere „erzählen, aufzählen, zusammenstellen“) oder auch Besprechung (zuweilen auch im deutschen Sprachraum anglisiert zu Review) ist in der Regel eine in Druckerzeugnissen oder digitalen Medien schriftlich niedergelegte, zuweilen aber auch mündlich in Funk, Film oder Fernsehen veröffentlichte Form einer Kritik, die einen bestimmten, neu erschienenen Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes vorstellt und wertend behandelt. Es werden in ihr Inhalte wissenschaftlicher Erkenntnisse, kultureller Schöpfungen wie auch Gebrauchsgüter analysiert und in der Regel anhand sach- und fachgemäßer Normen bewertet. Rezensionen sind häufig mit bis zu drei Seiten eher knapp gehalten, können aber in der journalistischen Darstellungsform des Essays auch weit mehr Seiten bis zum Umfang eines eigenständigen Buches einnehmen. Als Teil eines wissenschaftlichen Diskurses bilden Rezensionen eine unmittelbare Antwort z. B. auf eine in einer Fachzeitschrift veröffentlichten These oder Theorie. Als Teil des Feuilletons erscheinen Rezensionen zeitnah kurz vor oder nach der Veröffentlichung ihres Betrachtungsgegenstandes. Während jedoch zum Beispiel bei einer Filmkritik Vorabbesprechungen üblich sind, versuchen Buchverlage für Literaturkritiken bzw. Buchbesprechungen meist einen Zeitpunkt mit oder nach Erscheinen eines Buches vorzugeben. In der Regel rezensieren gleich mehrere Rezensenten unabhängig voneinander den Gegenstand ihrer Betrachtung. Deren selten einhellige Bewertung kann von uneingeschränktem Lob bis zum Totalverriss reichen, sodass in den Rezensionen oftmals auch völlig gegensätzliche Auffassungen und Bewertungen vertreten werden.
  • Theaterkritik (Wikipedia)
    Theaterkritik beschäftigt sich mit der kritischen Berichterstattung (Rezension) von Bühnenwerken.
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