ARAG Experte Jan Kemperdiek über das richtige Schuhwerk im Auto
Wer im Sommer spontan barfuß ins Auto steigt, mit Flip-Flops unterwegs ist oder sich mit High Heels hinters Lenkrad setzt, sollte wissen: Eine ausdrückliche Vorschrift zum Schuhwerk gibt es für Autofahrer in Deutschland zwar nicht. Dennoch kann ungeeignetes Schuhwerk schnell zum Sicherheitsrisiko werden und nach einem Unfall sogar rechtliche und versicherungstechnische Folgen haben. ARAG Experte Jan Kemperdiek erklärt, worauf Autofahrer achten sollten und welche Schuhe hinter dem Steuer sinnvoll sind.
Ist Barfußfahren eigentlich verboten?
Jan Kemperdiek: Viele Autofahrer gehen davon aus, dass Barfußfahren grundsätzlich untersagt ist. Tatsächlich existiert jedoch kein Gesetz, das Autofahrern feste Schuhe vorschreibt. Rein rechtlich dürfen Erwachsene also auch barfuß, mit Sandalen, hochhackigen Schuhen oder Flip-Flops Auto fahren. Anders sieht es natürlich bei Berufskraftfahrern aus. Für sie gelten Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, die geeignetes Schuhwerk verlangen können. Aber der Einzelfall kann anders aussehen. Solange keine Dritten geschädigt oder gefährdet werden, kann es sogar erlaubt sein, dass auch ein Lkw-Fahrer in Sandalen am Lenkrad sitzt (Oberlandesgericht (OLG) Celle, Az.: 322 Ss 46/07).
Warum können Flip-Flops und Co. zum Risiko werden?
Jan Kemperdiek: Auch wenn es erlaubt ist: Sicher ist das Barfußfahren oder das Fahren mit lockeren Schuhen nicht immer. Gerade Badelatschen, Sandalen ohne Fersenriemen oder Schuhe mit sehr hohen Absätzen können leicht verrutschen oder sich unter den Pedalen verklemmen. Dadurch verlängert sich im Ernstfall die Reaktionszeit mit möglicherweise schweren Folgen. Barfuß fehlt zudem häufig das nötige Gefühl für einen gleichmäßigen Druck auf Bremse oder Kupplung. Besonders bei längeren Fahrten oder plötzlichen Bremsmanövern kann das problematisch werden. Kommt es wegen ungeeigneten Schuhwerks zu einem Unfall, kann dies als Mitursache gewertet werden. Dann drohen unter Umständen rechtliche Konsequenzen.
Wann kann ein Bußgeld drohen?
Jan Kemperdiek: Allein wegen falscher Schuhe wird normalerweise kein Bußgeld verhängt. Entscheidend ist vielmehr, ob dadurch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wurde. Wer beispielsweise einen Unfall verursacht oder das Fahrzeug nicht sicher beherrschen kann, weil er mit sommerlichem Schuhwerk vom Pedal abrutscht, muss mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen. Rechtsgrundlage dafür ist die Straßenverkehrsordnung. Danach müssen Fahrer ihr Fahrzeug jederzeit sicher führen können. Ist das offensichtlich nicht gewährleistet, kann dies Folgen haben.
Welche Folgen sind das?
Jan Kemperdiek: Besonders relevant wird ungeeignetes Schuhwerk nach einem Unfall. Die Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert Schäden gegenüber Dritten zwar grundsätzlich zunächst unabhängig davon, welche Schuhe der Fahrer getragen hat. Allerdings kann der Versicherer bei grober Fahrlässigkeit unter Umständen Regressforderungen stellen. Auch bei der Vollkaskoversicherung kann falsches Schuhwerk problematisch werden. Kann die Versicherung nachweisen, dass der Unfall durch ungeeignete Schuhe mitverursacht wurde, darf sie ihre Leistungen gegebenenfalls kürzen (OLG Bamberg, Az.: 2 Ss OWi 577/06). Entscheidend ist dabei immer der konkrete Einzelfall. In einem anderen Fall haben Richter einem Motorradfahrer nach einem Unfall den vollen Schadensersatz zugesprochen, obwohl dieser beim Fahren nur Gartenclogs trug (OLG Brandenburg, Az.: 12 U 107/23).
Welches Schuhwerk ist denn beim Autofahren ratsam?
Jan Kemperdiek: Aus Sicherheitsgründen empfehle ich festes, gut sitzendes Schuhwerk mit rutschfester Sohle. Geeignet sind beispielsweise leichte Sneaker oder flache, geschlossene Schuhe, die ausreichend Halt bieten und ein gutes Pedalgefühl ermöglichen. Wer im Sommer luftig unterwegs sein möchte, kann extra für die Fahrt einfach ein Paar leichte feste Schuhe im Auto bereithalten. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern vermeidet auch Diskussionen mit Polizei oder Versicherung nach einem Unfall.
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Auto (Wikipedia)
Ein Automobil (Kraftwagen, in der Schweiz amtlich Motorwagen) ist ein mehrspuriges motorgetriebenes Straßenfahrzeug zur Beförderung von Personen oder Lasten. Die umgangssprachliche Kurzform Auto bezeichnet vor allem Kraftfahrzeuge, die zum Transport von Personen bestimmt sind. Amtlich werden diese als Personenkraftwagen (kurz: Pkw) bezeichnet, oder – bei mehr Sitzplätzen – als Kraftomnibus. Automobile, die keine PKW sind, werden als Nutzfahrzeug bezeichnet. Lastkraftwagen (Lkw) dienen mehrheitlich dem Straßentransport von Gütern. Der weltweite Fahrzeugbestand lag im Jahr 2010 bei über 1,015 Milliarden Automobilen und stieg seitdem kontinuierlich an. 2011 wurden weltweit über 80 Millionen Automobile gebaut. In Deutschland waren im Jahr 2012 etwa 51,7 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, davon sind knapp 43 Millionen Personenkraftwagen. - autofahren (Wikipedia)
Als Kraftfahrer, Kraftfahrzeugführer, Kfz-Führer wird die Person (Fahrzeugführer) bezeichnet, die ein Kraftfahrzeug (beispielsweise PKW, LKW oder Omnibus) führt. In der Schweiz werden auch die Begriffe Automobilist, Autolenker oder Führer eines Motorwagens verwendet. Ein Kraftfahrer, der einen Personenwagen lenkt, wird umgangssprachlich als Autofahrer bezeichnet. Neben Automobilist wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auch die eingedeutschte Form Autler verwendet, die aber nicht mehr verwendet wird. Kraftfahrer kommen in uneinheitlicher Weise mit den Gesetzen zur Regelung des Straßenverkehrs in Berührung. Hierbei handelt es sich beispielsweise in Deutschland um das StVG, die StVO, die StVZO und die FeV. In Österreich sind es das KFG, das FSG und die StVO, in der Schweiz und in Liechtenstein vor allem das SVG, die VRV, SSV oder die VTS. In Deutschland ist ein Kraftfahrzeugführer i. S. d. § 18 StVG, wer das Fahrzeug lenkt und die tatsächliche Gewalt über das Steuer hat. Kraftfahrzeugführer ist, wer unter eigener Verantwortung ein Kraftfahrzeug leitet, d. h. betriebswichtige Verrichtungen ausführt, die erforderlich sind, damit die bestimmungsgemäßen Triebkräfte des Kraftfahrzeugs zur Fortbewegung auf dasselbe Einwirken können, z. B. Kuppeln, Lenken, Bremsen, Gas geben, Anlassen, Lösen der Handbremse. Üblicherweise benötigt man als Kraftfahrer zum Führen oder Lenken von Kraftfahrzeugen auf öffentlichem Grund eine Fahrerlaubnis (Lenkberechtigung, Fahrberechtigung) und einen Führerschein (Führerausweis), der eine vorhergehende Ausbildung und Prüfung sowie die Fahreignung voraussetzt. - Badelatschen (Wikipedia)
Badeschuhe (je nach Modell auch Badesandalen genannt und umgangssprachlich als Badelatschen, -schlappen oder -schlapfen (österreichisch) bekannt) sind wasserunempfindliche Schuhe für den Bade- oder Saunabereich beziehungsweise als Strandsandale für den Flachwasserbereich der Meeresküsten. Sie werden aus Kunststoff oder Gummi gefertigt, haben meist einen sandalentypischen offenen Schaft mit einem breiten Riemen über den Fußrücken oder mit einem Zehentrenner als so genannte Zehenstegsandale. Letztgenannter Modelltyp ist auch unter der Bezeichnung Flip-Flops bekannt. Badeschuhe sollen vornehmlich das Ausrutschen auf wassernassen Böden verhindern und den Träger vor dem direkten Hautkontakt mit den Sporen des Fußpilzes und somit vor einer Infektion damit schützen. Es gibt auch eine den Fuß vollkommen umschließende Form des Badeschuhs, die vor allem an Stränden getragen wird (auch Strandschuh oder Schwimmschuh genannt). Diese geschlossene Form dient dem Schutz vor Hautverletzungen der Füße durch spitze Steine, Muschelschalen oder Quallen im flachen Wasser des Küstenbereichs. Infolge der Mode und der geringen Ladenpreise haben sich offene Badesandalen zum Teil auch als Hausschuhe und als sommerlicher Sandalenersatz in der Freizeit etablieren können. - Bußgeld (Wikipedia)
Unter Geldbuße, kurz Buße, auch Bußgeld o. ä., versteht man im Sanktionsrecht eine Geldzahlung, die bei geringfügiger Verletzung der Rechtsnormen wegen Ordnungswidrigkeit durch Behörden oder Gerichte verhängt wird. Davon abzugrenzen ist die im Strafrecht deutschsprachiger Länder vom urteilenden Gericht verhängte Geldstrafe. In den meisten Rechtsordnungen spielen Geldbußen besonders im Straßenverkehr eine Rolle. Der Allgemeinbegriff Buße betrifft jede Art von Ausgleich des Täters für von ihm verursachtes Unrecht oder Leid. Hierunter fällt auch die religiöse Buße und die Kirchenbuße als Abkehr vom falschen Lebensweg und Hinwendung zu Gott. Für den Sünder galt die Buße als einziger Weg zum Seelenheil. Im Christentum stellt die Buße das Bemühen um die Wiederherstellung eines durch menschliches Vergehen gestörten Verhältnisses zwischen Gott und dem Menschen dar. Die Buße führt über die Erkenntnis der eigenen Schuld (Ijob 42,6 ) zu den rechtschaffenen Werken des neuen Lebens (Apg 26,20 ), die die Abkehr von der bisherigen Lebensführung einschließen (Röm 6,1f ). Das Kompositum Geldbuße soll darauf hinweisen, in welcher Form der Täter zu büßen hat, nämlich durch eine Geldzahlung. Durch diese soll er eine Vermögensminderung erleiden anstelle des Freiheitsentzugs bei einer Gefängnisstrafe. Die Geldbuße ist eine Sanktion zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, die den wirtschaftlichen Vorteil, den der Täter aus der Ordnungswidrigkeit erlangt hat, übersteigen soll. Doch nicht jeder Geldbuße ist auch ein wirtschaftlicher Vorteil des Täters vorausgegangen (etwa beim Fütterungsverbot für Stadttauben). In einigen Sprachen ist die Bezeichnung für eine Geldbuße aus dem lateinischen Wort finare für „beenden, bezahlen“ abgeleitet. Das gilt neben dem Englischen (fine) auch in den Niederlanden (niederländisch fijn) und Frankreich (französisch fin). In England werden die Worte für Geldbuße und Geldstrafe (englisch penalty) begrifflich nicht genau unterschieden und oft synonym gebraucht. - experte (Wikipedia)
Ein Experte (auch Fachexperte oder Sachkundiger oder Spezialist) ist eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt. Neben dem theoretischen Wissen kann dessen kompetente Anwendung, also praktisches Handlungswissen, für einen Experten kennzeichnend sein. Experten sind auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens imstande, „Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen“. Schlüsselbegriffe der Fachkompetenz sind danach Zielorientierung, Sachgerechtheit (Gegenstandsbezogenheit), Methodenkompetenz, Selbständigkeit und die Fähigkeit zu situationsgerechter Anwendung und Ergebnisbeurteilung. - Lenkrad (Wikipedia)
Ein Lenkrad (auch Steuerrad; veraltet Volant) ist Bestandteil der Lenkung eines Fahrzeugs, mit dessen Hilfe der Fahrzeuglenker durch Drehbewegung die Räder des Fahrzeugs zur Richtungsänderung aus der Geradeausstellung in eine Lenkstellung bringen kann. - Pedal (Wikipedia)
Als [das] Pedal – landschaftlich auch [die] Pedale (Einzahl; aus lateinisch pedalis, wörtlich „zum Fuß gehörig“) oder allgemein [der] Fußhebel – wird eine mechanische Vorrichtung bezeichnet, die mit dem Fuß zu bedienen ist (siehe für die händische Bedienung auch Manual). - Sandale (Wikipedia)
Die Sandale (von griechisch σάνδαλον sándalon bzw. σανδάλιον sandálion (Diminutiv), „Riemenschuh“; ursprüngliche Wortherkunft ungeklärt) ist eine der ältesten Schuhgrundformen, die sich auf eine mit Riemen am Fuß befestigte Sohle beschränkt. Sie ist durch große Luftigkeit und (meist) Leichtigkeit gekennzeichnet. Sandalen haben üblicherweise keinen oder zumindest keinen nennenswerten Absatz; eine feminine Form der Sandale ist die Sandalette, die durch einen höheren Absatz gekennzeichnet ist. - Schuhe (Wikipedia)
Ein Schuh ist eine Fußbekleidung bestehend aus einem Oberteil, das stets mit einer festen Unterlage aus Leder, Holz, Gummi oder Kunststoff, seltener aus Kork oder geflochtenen Naturfasern, verbunden ist. Schuhe dienen primär dem Schutz der Fußsohle beim Gehen sowie als Schutz der Füße bei Nässe und Kälte. - Schuhwerk (Wikipedia)
Schuhwerk steht auch für Schuh. Schuhwerk ist der Familienname folgender Personen: Franz Schuhwerk (1948–2013), deutscher Botaniker Klaus Schuhwerk (* 1961), deutscher Trompeter und Hochschullehrer Luitpold Schuhwerk (1922–2005), schwäbischer Heimatdichter und Malermeister Siehe auch: SchuhWerkMedia, ein Berliner Filmproduktionsunternehmen - Sommer (Wikipedia)
Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten in den subtropischen, gemäßigten, kalten und arktischen Klimazonen. Je nachdem, ob er gerade auf der Nord- oder Südhalbkugel herrscht, spricht man vom Nord- oder Südsommer. Der Nordsommer findet gleichzeitig mit dem Südwinter statt. Er folgt auf den Frühling und liegt zeitlich vor dem Herbst. - Steuer (Wikipedia)
Als Steuer wird eine Geldleistung ohne Anspruch auf konkrete Gegenleistung bezeichnet, die ein öffentlich-rechtliches Gemeinwesen allen auferlegt, die einen steuerpflichtigen Tatbestand verwirklichen. Die Gruppe der Steuerpflichtigen umfasst sowohl natürliche als auch juristische Personen. Die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein. Gebühren und Beiträge werden hingegen aufgabenbezogen und zweckgebunden verwendet. Aus den ursprünglich als Naturalabgaben in Form von Sach- oder Dienstleistungen (Frondiensten) erhobenen Steuern sind heute reine Geldleistungen geworden. Steuern (als Teil eines Steuersystems) sind in der Regel die Haupteinnahmequelle eines modernen Staates und das wichtigste Instrument zur Finanzierung seines territorial abgegrenzten Staatswesens und anderer (supranationaler) Aufgaben. Durch die finanziellen Auswirkungen auf alle Bürger und die komplexe Steuergesetzgebung sind Steuern und andere Abgaben ein fortdauernder politischer und gesellschaftlicher Streitpunkt. Laut einer von den Vereinten Nationen veröffentlichten Studie gehört Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Bereitschaft, durch Steuern öffentliche Güter zu finanzieren. - Verkehrssicherheit (Wikipedia)
Verkehrssicherheit bezeichnet in der Verkehrswissenschaft die Abwesenheit von unvertretbaren Risiken und Gefahren bei der Ortsveränderung von Personen oder Sachgütern (sogenannte Verkehrsobjekte), die beispielsweise in Verkehrsmitteln unter Einbezug der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsorganisation transportiert werden. Es handelt sich dabei (im Gegensatz zum maßnahmenbezogenen Verkehrssicherungswesen) um einen Oberbegriff, der grundsätzlich für alle Verkehrszweige Gültigkeit hat, häufig jedoch auf die Sicherheit im Straßenverkehr reduziert wird. In Deutschland besteht für jeden, der einen Verkehr duldet bzw. eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, die aus § 823 BGB hergeleitete Verkehrssicherungspflicht.