Kommentar von Aaron Knott, Territory Manager Healthcare Solutions DACH bei Hyland
Mehr als ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) zeigt sich eine klare Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Was als zentraler Baustein der Digitalisierung gedacht war, bringt im Praxisalltag vieler Ärztinnen und Ärzte nur begrenzten Mehrwert.
Markus Beier, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, formulierte es kürzlich deutlich: Die ePA sei derzeit „eine unsortierte PDF-Sammlung, mit der Praxen im Alltag nur wenig anfangen können“. Diese Einschätzung verweist auf ein grundlegendes Problem – nicht der Digitalisierung an sich, sondern ihrer Umsetzung.
Denn es fehlt nicht an Daten, sondern an einer Informationsstruktur. Informationen liegen vor, sind aber häufig nicht so aufbereitet, dass sie schnell auffindbar und im richtigen Kontext nutzbar sind – und oft fehlt zudem die technische Voraussetzung, diese Informationen systemübergreifend zusammenzuführen. So entstehen weiterhin unnötige Doppeluntersuchungen und zeitaufwendige Suchen im System. Für Ärztinnen und Ärzte zählt im Alltag vor allem eines: relevante Informationen zur richtigen Zeit – nicht eine Sammlung von Dokumenten.
Damit wird ein strukturelles Defizit sichtbar: Fragmentierte Systeme, fehlende Interoperabilität und eine unzureichende Kontextualisierung von Inhalten verhindern, dass aus Daten tatsächlich nutzbares Wissen entsteht. Ohne eine klare Informationsarchitektur bleibt die ePA hinter ihrem Potenzial zurück.
Gerade mit Blick auf den zunehmenden Einsatz von KI im Gesundheitswesen wird das zur zentralen Voraussetzung. Denn nur gut strukturierte und vernetzte Daten ermöglichen verlässliche Analysen und fundierte Entscheidungen.
Die ePA zeigt damit vor allem eines: Digitalisierung bedeutet mehr als das Digitalisieren bestehender Prozesse. Entscheidend ist, wie Informationen strukturiert, verknüpft und kontextualisiert werden – damit sie im Alltag tatsächlich nutzbar sind und einen messbaren Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung leisten.
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- Content Management (Wikipedia)
Content-Management (CM) ist ein Sammelbegriff für Tätigkeiten, Prozesse und Hilfsmittel, die den Lebenszyklus digitaler Informationen in Form von Unterlagen und Dokumenten unterstützen. Ein Content-Management-System (CMS) organisiert diese Tätigkeiten und archiviert die Inhalte. Die digitalen Informationen – Text, Bild, Audio, Video – werden oft als Content (Inhalt) bezeichnet, sie können als Dateien vorliegen, die einzeln verarbeitet werden oder auch als zusammenhängende Dateisysteme wie Webseiten (Hypertext) oder in strukturierter Form wie in Datenbanken. - Elektronische Patientenakte (Wikipedia)
Die elektronische Gesundheitsakte (ELGA oder eGA) oder elektronische Patientenakte (ePA), englisch electronic health record oder electronic patient record, ist eine digital angelegte Akte, also eine Form einer Datenbank, in der Gesundheitsdaten von Krankenversicherten (z. B. Anamnese, Behandlungsdaten, Medikamente, Allergien) sektor- und fallübergreifend sowie landesweit einheitlich gespeichert, verändert und abgerufen werden können. Die elektronische Gesundheitsakte ist ein zentraler Pfeiler der von Industrie und Gesundheitsbehörden verfolgten E-Health-Konzepte. Ärzte, Zahnärzte, Apotheken und Pflegeeinrichtungen sollen sie bei Bedarf überall abrufen können, sofern der Patient, der die alleinige Verfügungsgewalt über seine Akte hat, dem zustimmt. Die Daten können je nach Modell zentral oder dezentral gespeichert werden. Die Ausgestaltung der landesweiten Systeme wird zumeist gesetzlich geregelt, auch um einen hohen Gesundheitsdatenschutz zu ermöglichen. Als Zugangsschlüssel sollen die von den Krankenkassen ausgegebenen Krankenversichertenkarten (e-card in Österreich bzw. elektronische Gesundheitskarte in Deutschland und in der Schweiz) und die Heilberufsausweise (HBA) dienen. Das Ziel der Neuerung ist es, Prozesse und Ergebnisqualität in medizinischen Behandlungsabläufen steuern zu können. Darin unterscheiden sich die staatlich geplanten Systeme grundlegend von privaten internetbasierten Angeboten wie Google Health, HealthVault (Microsoft) oder Evita (Swisscom). Österreich startete die nationale elektronische Gesundheitsakte (ELGA) am 2. Januar 2014. In Deutschland wurde das Konzept seit 2011 mit regionalen Modellversuchen erforscht. Am 1. Januar 2021 startete dort die elektronische Patientenakte (ePA) für alle Versicherten in gesetzlichen Krankenkassen. Bis zum 15. Januar 2025 wurde für jeden gesetzlich Krankenversicherten eine ePA angelegt und gefüllt, sofern er nicht widerspricht (Opt-out-Verfahren). In den Modellregionen Franken, Hamburg und Umland sowie in Teilen Nordrhein-Westfalens startete am 15. Januar 2025 in rund 300 Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern die Pilotphase für die elektronische Patientenakte (ePA). - EPA (Wikipedia)
ePA steht für: elektronische Patientenakte (Deutschland) elektronische Personalakte, siehe digitale Personalakte elektronischer Personalausweis ergebnisorientiertes Pflegeassessment, eine Methode für Pflegeassessment EPA steht für: Eicosapentaensäure, mehrfach ungesättigte Fettsäure Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Einheitspreisabkommen, vertragliche Preisabsprache Electronic Payment Advice, Datenaustausch zur Zahlungsabwicklung zwischen Händlern und Paymentprovidern Electrostatic Protected Area, elektrostatisch geschützter Bereich Elektronenpaarabstoßungs-Modell, siehe VSEPR-Modell English Phonotypic Alphabet Europäisches Praxisassessment, ärztliches Qualitätsmanagementsystem Powiat Pabianicki in der Woiwodschaft Łódź, Polen (Kfz-Kennzeichen) Efficient-Particulate-Air-Filter, siehe Schwebstofffilter EPA-Traktor, in Traktoren umgebaute Serienfahrzeuge in Schweden Ethernet for Plant Automation, auf Ethernet basierender Feldbus European Parents Association, schulische Elternvertretung auf europäischer Ebene Unternehmen: Einheitspreis AG, ehemalige Schweizer Warenhauskette, siehe EPA (Warenhaus) European Pressphoto Agency, Zusammenschluss von 11 europäischen Nachrichten- und Bildagenturen Donghai Airlines, chinesische Fluggesellschaft (ICAO-Code) Flughafen Buenos Aires–El Palomar (IATA-Code) Eastern Provincial Airways, eine ehemalige kanadische Fluggesellschaft (1949–1986, Unternehmenskürzel und ICAO-Code) Politik: Economic Partnership Agreement, Abkommen über Freihandelszonen zwischen der EU und den AKP-Staaten Eidgenössisches Personalamt, Fachstelle für die Personalpolitik der schweizerischen Bundesverwaltung Environmental Protection Agency, US-amerikanische Behörde zum Schutz der Umwelt Environmental Protection Authority, Umweltschutzbehörde in Neuseeland Agentur der Europäischen Union für die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung Europäisches Patentamt Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU (engl.: Economic Partnership Agreements) EPa steht als Abkürzung für: Einpersonenpackung, Tagesverpflegung der Bundeswehr Epa steht für: ehemalige deutsche Warenhauskette, siehe Kepa Kaufhaus Motorrad von Edmund Pazicky, …