Warum mobile Entgasung für die Industrie an Bedeutung gewinnt

Warum mobile Entgasung für die Industrie an Bedeutung gewinnt

David Wendel, Geschäftsführer der ETS Degassing GmbH

Der Umgang mit schädlichen Emissionen gehört in vielen Industriebereichen zu den zentralen betrieblichen Aufgaben. Insbesondere in Raffinerien, Tanklagern, chemischen und petrochemischen Anlagen sowie im intermodalen Verkehr entstehen regelmäßig gasförmige Schadstoffe, die ohne geeignete Behandlung direkt in die Atmosphäre gelangen können. Für Unternehmen geht es dabei nicht nur um Umweltaspekte, sondern auch um Sicherheit, regulatorische Anforderungen und die verlässliche Durchführung von Betriebs- und Wartungsprozessen.

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

Kommentar von David Wendel, Geschäftsführer der ETS Degassing GmbH

Gasförmige Emissionen entstehen in vielen industriellen Prozessen als unvermeidbare Nebenprodukte, etwa im Umgang mit Rohstoffen und Zwischenprodukten, beim Be- und Entladen von Tanks, in Lagerprozessen und in chemischen Prozessen. Die entstehenden Kohlenwasserstoffe, flüchtigen organischen Verbindungen und gefährlichen Luftschadstoffe sind gesundheitsschädlich und erfordern einen kontrollierten und sicheren Umgang.

Entsprechend wichtig ist es, diese Emissionen zu erfassen und wirksam zu behandeln. Oft verbleiben Restgase in Tanks, Pipelines, Schiffen, Kesselwagen oder anderen Komponenten. Vor Wartung, Reinigung, Produktwechsel, Stillständen und Transporten müssen diese Restgase behandelt und entfernt werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass sie nicht unbehandelt in die Atmosphäre gelangen oder im Kontakt mit anderen Stoffen unerwünschte Reaktionen auslösen. Ebenso wichtig ist der temporäre Ersatz stationärer Emissionsminderungssysteme: Fällt das stationäre System für die Rückgewinnung oder Behandlung von Dämpfen aus, dürfen Prozesse häufig nicht ohne Weiteres fortgeführt werden. Es drohen Verzögerungen, Zusatzaufwand oder im ungünstigsten Fall Stillstände.

Mobile Entgasung: Flexibilität als entscheidender Vorteil

Technologien zur mobilen Emissionsminderung tragen dazu bei, diese Herausforderungen in der Praxis zu bewältigen. Mobile Entgasung bietet dabei einen wichtigen strukturellen Vorteil: Die Behandlung der Emissionen wird direkt an ihrer Quelle möglich. Mobile Brennkammern können flexibel an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden, von Raffinerien und Tanklagern über Häfen bis hin zu Verladeeinrichtungen für Tank- oder Kesselwagen. Diese Flexibilität ist insbesondere in komplexen Prozess- und Logistikumgebungen ein wichtiger Faktor und zugleich eine Absicherung für den laufenden Betrieb. Im Falle von Wartungen oder ungeplanten Ausfällen können mobile Anlagen temporär die Funktion stationärer Anlagen übernehmen. So lassen sich Prozesse aufrechterhalten, ohne gegen Emissionsauflagen zu verstoßen oder Anlagen vorschnell stilllegen zu müssen.

Ein weiterer Vorteil mobiler Lösungen ist ihre schnelle Bereitstellung und ihre Integrationsfähigkeit. Sie können sowohl eigenständig als auch als Ergänzung zu bestehenden Systemen eingesetzt werden und beeinflussen die Arbeitsabläufe in industriellen Anlagen nur minimal. Dadurch lassen sich Betriebsprozesse auch in anspruchsvollen Situationen mit möglichst geringen Einschränkungen fortführen.

Mobile Brennkammern: technische Funktionsweise und Anwendung

Im mobilen Entgasungsprozess werden Schadstoffe abgesaugt und über Rohrleitungen einer mobilen Brennkammer zugeführt. Dort werden sie thermisch behandelt und abgebaut – mit einer Effizienz von über 99,99 Prozent, ohne offene Flamme sowie ohne Belästigungen durch Geruch oder Geräusch. Die Anlagen ermöglichen die Behandlung von Gasen, Gasgemischen und Dämpfen der Gefahrengruppen IIA, IIB und IIC. So können Tanks, Container, Pipelines, Schiffe und weitere Komponenten entgast sowie stationäre Systeme zur Emissionsminderung temporär ersetzt werden. Unterschiedliche Verbrennungskapazitäten der Brennkammern sorgen dafür, dass die Technologien für ein breites Spektrum an Anwendungsfällen geeignet sind, von kurzfristigen Einsätzen bis hin zu langfristigen, mehrmonatigen Projekten.

Die thermische Behandlung der Gase trägt dazu bei, den Schadstoffausstoß deutlich zu verringern. Bei einem LNG Fuel Tank mit einem Volumen von 1.280 m³ beträgt der Global Warming Potential (GWP)-Faktor des LNG beispielsweise 60,87 Tonnen. Unter Anwendung von mobiler Emissionsbehandlung beläuft sich das GWP des LNG nur noch auf 6,64 Tonnen. So lassen sich die ausgestoßenen Emissionen um 89 % senken.

In Kombination mit mobilen Stickstoffverdampfern können auch verflüssigte Gase unter Druck – wie LNG oder Ammoniak – behandelt werden. Durch Inertisierung und Spülung entsteht eine sichere Umgebung, sodass Behältnisse geleert werden können. Anwendungsfälle sind etwa die Instandhaltung von Pipelines und Rohrleitungen, Tanks, Schiffen und Großbehältern oder die Entgasung von Kugelgastanks, Gastankschiffen und Gascontainern. Auch im Umgang mit LNG können mobile Verdampfer für den LNG Cool Down genutzt werden.

Fazit

Mobile Entgasung ist eine flexible und effiziente Lösung für den sicheren Umgang mit gasförmigen Emissionen in industriellen Prozesssituationen. Sie hilft Unternehmen dabei, Anforderungen an Sicherheit, Emissionsminderung und regulatorische Konformität mit den praktischen Erfordernissen des Betriebs zusammenzubringen. Gerade in dynamischen oder störungsanfälligen Situationen kann sie dazu beitragen, Abläufe abzusichern, Stillstände zu vermeiden und Prozesse verlässlich fortzuführen. Damit ist mobile Entgasung ein wichtiger Bestandteil moderner industrieller Betriebsstrategien.

ETS Degassing ist Experte für eine sichere, saubere und nachhaltige Emissionsminderung und mobile Entgasung. Als Nachfolger der seit über 17 Jahren erfolgreichen Unternehmen SIS und ENDEGS verfügt ETS Degassing über große Erfahrung in der umweltfreundlichen Verbrennung von schädlichen Emissionen wie Kohlenwasserstoffen sowie flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und gefährlichen Luftschadstoffen (HAP). Die mobilen Brennkammern des Unternehmens verbrennen alle Gase, Gasgemische und Dämpfe der Gefahrengruppen IIA, IIB und IIC mit einer Verbrennungsrate von über 99,99 % sowie ohne offene Flamme und völlig geruchslos. ETS Degassing-Technologien tragen wesentlich dazu bei, dass Kunden ihre Emissionen reduzieren und sicherstellen können, dass sie auch die strengsten Umweltvorschriften und -gesetze einhalten.

Firmenkontakt
ETS Degassing GmbH
Denise Klein
Zum Täckenfeld 12
21385 Amelinghausen
+49 152 5924 7368
23b987e406f483114e5f2009e2ba7a46d5f23f72
http://www.ets-degassing.com

Pressekontakt
Sprengel & Partner GmbH
Nico Reinicke
Nisterstraße 3
56472 Nisterau
+49 2661 912 600
+49 2661 912 602 9
23b987e406f483114e5f2009e2ba7a46d5f23f72
https://www.sprengel-pr.com

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Dekarbonisierung (Wikipedia)
    Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet die komplexen Prozesse der Umstellung einer Wirtschaftsweise, speziell die der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Damit einhergehen sollen insbesondere ein niedrigerer Kohlendioxidausstoß bei Verbrennungsprozessen sowie ein niedrigerer Methanausstoß in die Erdatmosphäre. Das Ziel ist auf Dauer die Schaffung einer postfossilen Wirtschaft in der Energiebereitstellung, um die Emissionen zu verringern, die den Treibhauseffekt verstärken und damit die globale Erwärmung verursachen. „Dekarbonisierung“ wird hier nicht so weitgehend aufgefasst, dass sämtliche organischen Stoffe (z. B. Kunststoffe), die bekanntermaßen allesamt Kohlenstoffverbindungen darstellen, aus dem Wirtschaftsgeschehen verbannt werden. Vielmehr geht es darum, sämtliche Prozesse zu ersetzen, welche Kohlendioxid-, Kohlenmonoxid- und Methanemissionen, also die Emissionen kohlenstoffhaltiger Gase, in die Erdatmosphäre beinhalten.
  • Entgasung (Wikipedia)
    Entgasung bezeichnet die gesteuerte Entfernung von Gasen und anderer flüchtiger Substanzen wie Lösemittel oder Feuchtigkeit aus Flüssigkeiten und Festkörpern. Sie geschieht meist als Verfahrensschritt in dafür vorgesehenen Entgasungseinrichtungen. Das selbständige Entweichen von Gasen wird dagegen in der Regel meist als Ausgasen bezeichnet. Soll Feuchtigkeit entfernt werden, spricht man von Trocknung.
  • Industrie (Wikipedia)
    Die Industrie befasst sich als Teil der Wirtschaft mit der gewerblichen Gewinnung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen oder Zwischenprodukten zu Sachgütern.
  • nachhaltigkeit (Wikipedia)
    Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit ist ein Zielkonflikt, ein veränderlicher bestmöglicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, die Ziel-Eigenschaft Ressourcennutzung zu verbessern, ohne zugleich die andere Eigenschaft des Ressourcen-Erhalts verschlechtern zu müssen. Im Allgemeinen wird Nachhaltigkeit heute als Form der Ressourcennutzung verstanden, die nach dem Drei-Säulen-Modell auf dem gleichzeitigen und gleichberechtigten Umsetzen von Umweltschutz, langfristigem Wirtschaften und einem fairen Miteinander beruht, damit auch zukünftige Generationen gut leben können. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von „aufrechterhalten“ bzw. „erhalten“. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung „dauerhaft aufrechterhalten“, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen, ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über. In seiner ersten und älteren Bedeutung weist „nachhaltig“ als Adjektiv oder bei adverbialem Gebrauch darauf hin, dass eine Handlung längere Zeit anhaltend wirkt. Beispiel: Die (ungeregelte) Ressourcennutzung führt über längere Zeit zum Verlust der Ressourcen. Da das oben genannte Handlungsprinzip das Gegenteil, nämlich die Ressourcenerhaltung trotz Nutzung zum Ziel hat, ist darauf zu achten, dass die erste und die hinzugekommene Bedeutung zueinander nicht widerspruchsfrei sind.
Werbung
connektar.de