Gita Vidya Peetam e.V. rückt die kulturellen und philosophischen Wurzeln des Yoga in den Fokus
Horn-Bad Meinberg, 2. Mai 2026 – Yoga ist in Deutschland längst in Fitnessstudios, Volkshochschulen und Gesundheitskursen angekommen. Seine philosophischen, ethischen und kulturellen Wurzeln treten dabei jedoch häufig in den Hintergrund. Der neu gegründete Verein Gita Vidya Peetam e.V. möchte genau hier ansetzen: Als Bildungs- und Begegnungsinitiative will der Verein die hinduistisch geprägten Grundlagen des Yoga stärker sichtbar machen und die Bhagavad Gita als zentrale Quelle indischer Philosophie einem breiten Publikum zugänglich machen.
Der Verein wurde am 25. April 2026 in Horn-Bad Meinberg gegründet. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Bildungsangebote zur Bhagavad Gita, zu hinduistischer Philosophie, ethischer Lebensführung und zur kulturellen Einordnung des Yoga. Geplant sind Seminare, Vorträge, Studienangebote sowie Formate für Kinder und Jugendliche.
„Wir möchten die Inhalte der Bhagavad Gita in einer Weise vermitteln, die sowohl ihrer Tradition gerecht wird als auch im heutigen gesellschaftlichen Kontext verständlich ist“, sagt der Vorsitzende Sri Gopi Venkateshwara Prasad.
Mit seiner Arbeit greift Gita Vidya Peetam e.V. eine aktuelle Entwicklung auf: Yoga wird in westlichen Gesellschaften häufig vor allem mit Körperübungen, Entspannung und Gesundheit verbunden. Der neue Verein möchte dieses Bild erweitern und Yoga wieder stärker als ganzheitlichen philosophischen und spirituellen Weg verständlich machen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kultureller Bildung und interreligiösem Austausch. Der Verein richtet sich sowohl an Menschen mit Bezug zum Hinduismus als auch an allgemein Interessierte, die mehr über die Ursprünge und Denkweisen des Yoga erfahren möchten. Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sollen dazu beitragen, hinduistische Traditionen, Werte und Geschichten altersgerecht zu vermitteln und kulturelle Vielfalt erfahrbar zu machen.
Zum Vorsitzenden wurde Sri Gopi Venkateshwara Prasad gewählt, stellvertretende Vorsitzende ist Saumya Prasad. Prasad ist international als Lehrer und Bildungsentwickler tätig und engagiert sich zudem als Präsident des Hindu Forum Germany, einem Netzwerk hinduistischer Organisationen in Deutschland.
Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Sukadev Volker Bretz, Gründer von Yoga Vidya, sowie weitere Akteure aus den Bereichen Yoga, Bildung und Gesundheitsarbeit. Der Standort Horn-Bad Meinberg ist eng mit der Yoga- und Ashramkultur in Deutschland verbunden: Yoga Vidya betreibt dort eines der größten Yoga-Seminarzentren Europas.
Leitmotiv des Vereins ist der aus dem Sanskrit stammende Ausdruck „Vasudhaiva Kutumbakam“ – „Die Welt ist eine Familie“. Er steht für die Idee, über kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Grenzen hinweg Verbindung, Verständigung und gegenseitigen Respekt zu fördern.
Hintergrund
Yoga hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Viele Menschen praktizieren Yoga zur Entspannung, Gesundheitsförderung oder körperlichen Fitness. Zugleich wächst das Interesse an den kulturellen, philosophischen und spirituellen Ursprüngen dieser Praxis.
Die Bhagavad Gita zählt zu den zentralen Texten der indischen Philosophie. Sie behandelt Fragen nach Verantwortung, innerer Haltung, ethischem Handeln, Selbsterkenntnis und dem Verhältnis des Menschen zur Welt.Gita Vidya Peetam e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Horn-Bad Meinberg. Er versteht sich als Bildungs- und Begegnungsort für die Auseinandersetzung mit hinduistischer Philosophie, Yoga-Tradition und interreligiösem Austausch.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Sri Gopi Venkateshwara Prasad
Gita Vidya Peetam e.V.
Yogaweg 1
32805 Horn-Bad Meinberg
E-Mail: gitavidya.org@gmail.com
www.gitavidya.com
Yoga Vidya ist der europaweit größte gemeinnützige Verein rund um Yoga, Mediation und Ayurveda mit Seminarhäusern in Bad Meinberg (Teutoburger Wald), im Westerwald, an der Nordsee und im Allgäu und 70 Yogastudios. Das erste Yoga Vidya Zentrum wurde 1992 von Sukadev Volker Bretz in Frankfurt a. M. gegründet. Interessent:innen haben die Auswahl aus jährlich über 1.000 Seminaren, Kursen, Retreats sowie Aus- und Fortbildungen. Zahlreiche Online-Angebote machen den Zugang von Zuhause aus möglich. Das Seminarhaus in Bad Meinberg, Hauptstandort des Vereins, ist eines der größten deutschen Bildungsinstitute mit rund 123.000 Übernachtungsgästen im Jahr.
Kontakt
Yoga Vidya
Prashanti Grubert
Yogaweg 1
32805 Horn-Bad Meinberg
05234-877-0

http://www.yoga-vidya.de
- Hinduismus (Wikipedia)
Der Hinduismus, auch Sanatana Dharma (Sanskrit सनातन धर्म sanātana dharma, für das ewige Gesetz) genannt, ist mit rund einer Milliarde Anhängern und einem Anteil von etwa 15 % der Weltbevölkerung nach dem Christentum (rund 31 %) und dem Islam (rund 23 %) die drittgrößte Religionsgruppe der Erde oder, genauer gesagt, ein vielgestaltiger Religionskomplex. Seinen Ursprung hat er in Indien. Anhänger des im Ausland häufig verkürzend als polytheistisch wahrgenommenen und in wissenschaftlichen Kreisen als henotheistisch kategorisierten Hinduismus werden Hindus genannt, wobei dieses Hyperonym in seiner Zusammenfassung mehr eine europäisch-koloniale Perspektive wiedergibt, als der historischen Entwicklung bzw. den Entwicklungslinien der differenten Religionen Indiens gerecht zu werden. Im Gegensatz zu anderen Religionen gibt es im Hinduismus keinen Religionsstifter, vielmehr entwickelten sich die religiösen Systeme Indiens über einen Zeitraum von ca. 3500 Jahren. Der Hinduismus vereint in sich mithin grundsätzlich verschiedene Religionen, die einander teilweise mit gemeinsamen Traditionen überlagern und gegenseitig beeinflussen, doch in ihren heiligen Schriften, Glaubenslehren, ihrer Götterwelt und ihren Ritualen Unterschiede aufweisen. Axel Michaels vertritt die These, dass diese verschiedenen Religionen und Gemeinschaften zumeist fünf Kriterien erfüllen: (a) ein räumlicher Bezug zu Südasien, (b) ähnliche Sozial- und Heiratsvorschriften (siehe Kastensystem), (c) dominierende vedisch-brahmanische Werte, (d) die Verehrung bestimmter Gottheiten und (e) ein zueinander identifikatorischer Habitus. Doch gibt es auch Inder, die zwar den Begriff „Hinduismus“ für ihre Religion beanspruchen, sich dabei aber vom Vedisch-Brahmanischen abgrenzen. - Verein (Wikipedia)
Der Verein (etymologisch aus vereinen ‚eins werden‘ und etwas ‚zusammenbringen‘) oder Klub bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen und/oder juristischen Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist. - Yoga (Wikipedia)
Yoga – (Sanskrit योग IAST yoga männlich; von yuga ‚Joch‘, yuj für: ‚anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren‘) ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und Askese umfasst. Der Begriff Yoga kann sowohl „Vereinigung“ oder „Integration“ bedeuten, als auch im Sinne von „Anschirren“ (Anschirrung, vgl. „jochen“) und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit dem Bewusstsein verstanden werden. Da jeder Weg zur Selbsterkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege, die den jeweiligen Veranlagungen der nach Selbsterkenntnis Strebenden angepasst sind. Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Europa und Nordamerika wurden bis vor kurzem unter dem Begriff Yoga oft nur körperliche Übungen verstanden – die Asanas oder Yogasanas – und der Begriff somit weitgehend mit Hatha Yoga gleichgesetzt. Einige meditative Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere mehr auf körperliche Übungen und Positionen sowie Atemübungen (Pranayama), andere Richtungen betonen die Askese. Die philosophischen Grundlagen des Yoga wurden vor allem von Patanjali im Yogasutra zusammengefasst, auch die Bhagavad Gita und die Upanishaden informieren über Yoga. Yoga, wie er im Westen gelehrt wird, beruht auf einer modernen Form, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist, oft gekennzeichnet durch eine Übernahme westlicher esoterischer Ideen, westlicher Psychologie, „mystischer Psychotechnik“, physischen Trainings und wissenschaftlicher Annahmen durch englischsprachige und westlich ausgebildete Inder. In diesen Fällen stellt moderner Yoga eher eine New-Age-Lebenseinstellung dar als eine Form hinduistischer Spiritualität. Traditioneller, indischer Yoga unterscheidet sich grundsätzlich vom westlichen, modernen Yoga und enthält sehr viel komplexere Lehren und Praktiken als die …