ARAG Experte Tobias Klingelhöfer gibt Tipps für den Immobilienkauf

Gut vorbereitet ins eigene Zuhause

ARAG Experte Tobias Klingelhöfer gibt Tipps für den Immobilienkauf

Der Kauf einer Immobilie gehört für die meisten Menschen zu den größten Investitionen ihres Lebens. Ob Haus oder Eigentumswohnung – falsche Entscheidungen können teuer werden und zu langwierigen Auseinandersetzungen führen. Oft reicht es nicht, sich auf schöne Fotos im Expose oder freundliche Verkäufer zu verlassen. Eine sorgfältige Planung mit rechtlicher Absicherung und richtiger Dokumentation hilft dabei, den Traum vom Eigenheim mit einem sicheren Gefühl zu verwirklichen.

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Was gehört alles zur Finanzierung einer eigenen Immobilie?
Tobias Klingelhöfer: Dazu gehört auf jeden Fall mehr als nur der Kaufpreis. Bevor die Suche nach einer passenden Immobilie überhaupt startet, sollte die Finanzierung stehen. Banken verlangen heute in der Regel ein hohes Eigenkapital und prüfen streng, ob die finanzielle Situation dauerhaft belastbar ist. Dabei müssen neben dem reinen Kaufpreis auch alle Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren sowie eine mögliche Maklercourtage eingeplant werden. Diese zusätzlichen Posten summieren sich schnell auf mehrere Prozent des Kaufpreises und dürfen nicht unterschätzt werden.

Welche Unterlagen sollten bei einem Kauf rechtlich geprüft werden?
Tobias Klingelhöfer: Ein häufiger Fehler beim Immobilienkauf ist, dass wichtige Unterlagen entweder gar nicht oder nur oberflächlich geprüft werden. Das Grundbuch gibt Auskunft über die Eigentumsverhältnisse und mögliche Belastungen wie Wegerechte oder Hypotheken. Ebenso wichtig sind alle Bau- und Nutzungspläne inklusive behördlicher Genehmigungen. Gerade bei ausgebauten Dachgeschossen oder Souterrainbereichen kann es vorkommen, dass Flächen offiziell gar nicht genehmigt sind. Und das kann weitreichende Folgen für Käufer haben. Zudem sollten Baupläne gründlich geprüft werden. Denn hier zeigt sich manchmal erst, welche Flächen tatsächlich zur Immobilie gehören oder eben auch nicht – zum Beispiel Anbauten, Garagen oder Gärten.

Worauf müssen potenzielle Käufer bei der Besichtigung einer Immobilie achten?
Tobias Klingelhöfer: Wann immer möglich, rate ich vor dem Kauf einer Immobilie zu einer Begutachtung durch einen unabhängigen Sachverständigen. Ein Bausachverständiger erkennt Mängel, die für Laien nicht sichtbar sind, zum Beispiel Feuchtigkeitsschäden, Bauschäden oder Probleme mit der Statik. Solche Gutachten kosten zwar etwas, können Käufer aber vor späteren, oft sehr teuren Überraschungen bewahren.

Gleichzeitig sollten auch die Käufer selbst bei jedem Besichtigungstermin gründlich vorgehen und Fotos von allen relevanten Bereichen anfertigen. So kann man festhalten, was man gesehen hat und in welchem Zustand sich das Objekt befindet. Diese Dokumentation kann später im Streitfall wertvolle Beweise liefern.

Und was gilt es beim Kaufvertrag zu beachten?
Tobias Klingelhöfer: Der notariell beurkundete Kaufvertrag ist das Herzstück des Immobilienkaufs. Er legt die rechtlichen Rahmenbedingungen fest und beschreibt verbindlich, was man zu welchem Preis kauft. Gerade bei komplexen Verträgen, beispielsweise beim Erwerb von Neubauten oder Immobilien mit Sonderregelungen, kann es Fallstricke geben. Deshalb empfehle ich, den Vertragsentwurf in Ruhe zu prüfen und sich vor der Unterzeichnung rechtlich beraten zu lassen. Sich dabei ausschließlich auf die Korrespondenz mit Maklern oder Verkäufern zu verlassen, ist riskant.

Worauf sollte das Augenmerk liegen, wenn es sich beim Kauf um vermietete Immobilien oder Eigentümergemeinschaften handelt?
Tobias Klingelhöfer: Wenn man eine vermietete Immobilie kauft, gehört zur sorgfältigen Prüfung auch die Kontrolle der bestehenden Mietverträge. Laufzeiten, Konditionen und eventuelle Sonderregelungen können Einfluss auf spätere Einnahmen und Verpflichtungen haben. Käufer sollten darauf achten, dass alle Vereinbarungen im Kaufvertrag klar und rechtlich abgesichert sind. Bei Eigentumswohnungen lohnt sich zudem ein Blick in die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Diese geben unter anderem Aufschluss über geplante Instandhaltungen, Sonderumlagen oder Konflikte zwischen Eigentümern.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.100 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • ARAG (Wikipedia)
    ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent
  • Eigenkapital (Wikipedia)
    Eigenkapital ist in den Wirtschaftswissenschaften derjenige Teil des Kapitals (Passiva) von Wirtschaftssubjekten, der sich bilanziell als positive Differenz aus Vermögen und Schulden zeigt, so dass das Eigenkapital dem Reinvermögen entspricht. Das Eigenkapital steht den Wirtschaftssubjekten zeitlich unbefristet zur Verfügung, da es im Gegensatz zum Fremdkapital (Schulden) keiner Rückzahlungsverpflichtung unterliegt. Das Kompositum Eigenkapital setzt sich aus Eigen- für Eigentümer (Gesellschafter) oder deren Eigenfinanzierung und Kapital zusammen. Etymologisch leitete sich aus dem Gattungsbegriff Kapital später der Ausdruck Eigenkapital ab. Betreiben Wirtschaftssubjekte Eigenfinanzierung, so bilden sie Eigenkapital. Als Wirtschaftssubjekte kommen Unternehmen, Stiftungen, sonstige Personenvereinigungen, der Staat und seine Untergliederungen (öffentliche Verwaltung, öffentliche Unternehmen, Kommunalunternehmen) sowie Privathaushalte in Betracht.
  • Eigentumswohnung (Wikipedia)
    Wohnungseigentum steht für: Wohnungseigentum (Deutschland) Wohnungseigentum (Österreich), siehe Wohnungseigentumsrecht (Österreich) #Begriffe Stockwerkseigentum in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein Siehe auch: Wohneigentum
  • experte (Wikipedia)
    Ein Experte (auch Fachexperte oder Sachkundiger oder Spezialist) ist eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt. Neben dem theoretischen Wissen kann dessen kompetente Anwendung, also praktisches Handlungswissen, für einen Experten kennzeichnend sein. Experten sind auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens imstande, „Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen“. Schlüsselbegriffe der Fachkompetenz sind danach Zielorientierung, Sachgerechtheit (Gegenstandsbezogenheit), Methodenkompetenz, Selbständigkeit und die Fähigkeit zu situationsgerechter Anwendung und Ergebnisbeurteilung.
  • Haus (Wikipedia)
    Ein Haus ist ein „dauerhaftes, aus Hüll- und Tragkonstruktion bestehendes Gebäude; entwickelte sich aus der Zufluchtsstätte der Vorzeit zu den gegenwärtigen vielfältigen Arten von Hochbauten. Geographische und klimatische Bedingungen, Baustoffe, Technik, Lebensbedürfnisse sowie herrschende Gesellschaftsordnung bestimmen Funktion, Form und Bauart.“ Daher existieren viele unterschiedliche Haustypen.
  • Hypothek (Wikipedia)
    Eine Hypothek (altgriechisch ὑποθήκη hypothḗkē „Unterpfand“) ist ein Grundpfandrecht, das als Belastung auf einem Grundstück oder grundstücksgleichen Recht als Kreditsicherheit für ein Darlehen oder als Sicherung für eine sonstige Forderung dient.
  • investition (Wikipedia)
    Unter einer Investition (lateinisch investire ‚einkleiden‘) versteht man in der Wirtschaft allgemein den Einsatz von Kapital oder Sachgütern für einen bestimmten Verwendungszweck durch Wirtschaftssubjekte bei sich selbst oder bei anderen Wirtschaftssubjekten. Gegensatz ist die Desinvestition.
  • Kaufpreis (Wikipedia)
    Ein Kaufpreis ist der Preis, der bei einem Kaufvertrag vom Käufer an den Verkäufer als Gegenleistung für den Kaufgegenstand in Geld zu entrichten ist.
  • Klingelhöfer (Wikipedia)
    Klingelhöfer ist der Familienname folgender Personen: Erich Klingelhöfer (1919–1985), deutscher Historiker Ernst Klingelhöfer (* 1929), hessischer Landrat Friedrich Christian Klingelhöfer (1784–1838), evangelischer Pfarrer, Teilnehmer der Farrapen-Revolution in Südbrasilien Fritz Klingelhöfer (1832–1903), deutscher Landschaftsmaler Göstar Klingelhöfer (1956–2019), deutscher Physiker Gustav Klingelhöfer (1888–1961), Politiker (SPD), MdB, Senator in Berlin Heinrich Klingelhöfer (1860–1933), deutscher Mühlenbesitzer, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags Katharina Klingelhöfer (1889–1977), Politikerin (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Konrad Ludwig Klingelhöfer (1841–1895), deutscher Landwirt, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags Ludwig Otto August Klingelhöfer (* 1788; † ?), kurhessischer Verwaltungsbeamter, Landrat Paul Klingelhöfer (1887–1951), Ministerialrat, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Renate Klingelhöfer (* 1933), deutsche Kommunalpolitikerin Waldemar Klingelhöfer (1900–1977), SS-Offizier Siehe auch: Klingelhöffer
  • Makler (Wikipedia)
    Der Makler (oder Handelsmakler; englisch broker) ist ein Absatzhelfer, der gewerbsmäßig für andere Wirtschaftssubjekte – ohne von ihnen auf Grund eines Rechtsverhältnisses ständig damit betraut zu sein – die Vermittlung von Verträgen über Anschaffung oder Veräußerung von Waren oder Wertpapieren, über Versicherungen, Güterbeförderungen, Schiffsmiete oder sonstige Gegenstände des Handelsverkehrs übernimmt.
  • Maklercourtage (Wikipedia)
    Provision (von lateinisch providere ‚vorsorgen‘, ‚sorgen für‘) ist im deutschsprachigen Raum ein erfolgsabhängiges Entgelt für erbrachte Dienstleistungen und Geschäftsbesorgungen. Im Kirchenrecht wird die Verleihung der Anwartschaft auf ein kirchliches Amt und auch die Verleihung des Amtes als Provision bezeichnet. Je nach Kontext und Branche sind anstelle des Begriffs „Provision“ andere Bezeichnungen üblich, so etwa Courtage, Aufschlag, Agio oder Packing. Wird die Provision demjenigen nicht offengelegt, der sie letztlich aufzubringen hat, wird von einer verdeckten Provision, einem Kick-back oder speziell in der Schweiz von einer Retrozession gesprochen.
  • Nebenkosten (Wikipedia)
    Nebenkosten sind allgemein jene Kosten, die aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen neben einem Hauptaufwand anfallen.
  • Zuhause (Wikipedia)
    Zuhause ist der Titel von: Zuhause (Lied), Lied von Adel Tawil Zuhause (Christmas Time), Weihnachtslied von Vanessa Mai (2020) Zuhause (Album), Album von Truck Stop Zuhause (Band), Indie-Band aus Hamburg Zu Hause ist der Titel von: Zu Hause (Tschechow), Kurzgeschichte von Anton Tschechow (1887) Zu Hause (Heftromanserie), Heftromanserie des Zauberkreis Verlags Siehe auch:
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