https://www.consilium.europa.eu/de/meetings/international-ministerial-meetings/2026/01/29
Die 15. Sitzung des Assoziierungsrates Marokko-EU ging am Donnerstag, dem 29. Januar, in der europäischen Hauptstadt zu Ende und legte damit den Grundstein für einen historischen Kurswechsel in der Partnerschaft zwischen den beiden Mittelmeerküsten.
Der Gipfel, der gemeinsam von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita in Anwesenheit der für den Mittelmeerraum zuständigen Kommissarin Dubravka uica geleitet wurde, hatte ein klares Ziel: die Umwandlung einer Nachbarschaftsbeziehung in eine strategische Allianz.
Die Diskussionen waren von seltener Intensität und deckten die gesamte gemeinsame Agenda ab. Die Staats- und Regierungschefs befassten sich mit wichtigen politischen und sicherheitspolitischen Themen, von Migration über Klimaherausforderungen bis hin zu wirtschaftlichen Fragen und der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
Diese umfassende Abstimmung bereitete den Boden für wichtige diplomatische Ankündigungen und die Festlegung eines ehrgeizigen Fahrplans für das kommende Jahrzehnt und bestätigte die zentrale Rolle Marokkos als bevorzugter Partner Europas in Afrika und in der arabischen Welt.
Ein entscheidender diplomatischer Fortschritt: Der europäische Konsens zur Marokkanischen Sahara
Das bedeutendste Ergebnis ist die Verabschiedung einer gemeinsamen Position der 27 EU-Mitgliedstaaten zur Frage der Marokkanischen Sahara. Die EU ist nun der Ansicht, dass „eine echte Autonomie eine der realistischsten Lösungen“ für eine endgültige Beilegung des Konflikts darstellen könnte.
Diese Position greift ausdrücklich die Forderung des UN-Sicherheitsrats auf, Verhandlungen „ohne Vorbedingungen und auf der Grundlage des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans“ aufzunehmen.
Diese Erklärung, die in einem gemeinsamen Kommunique festgehalten wurde, stellt einen beispiellosen Konsens auf europäischer Ebene dar und festigt die durch die Resolution 2797 (2025) der Vereinten Nationen und die Vision Seiner Majestät König Mohammed VI. initiierte internationale Dynamik.
Ein gemeinsames Ziel: Die Partnerschaft zu einer Allianz ausbauen
Beide Seiten bekundeten ihren festen Willen, ihre Beziehungen zu einer vertieften strategischen Allianz auszubauen. Marokko, getragen von der königlichen Vision, schlägt vor, von einer „Nachbarschaftslogik“ zu einer „Bündnislogik“ überzugehen, und unterbreitet ein konkretes strategisches Angebot, das auf Stabilität, Konnektivität und seiner Rolle als Brücke zu Afrika basiert.
Im Gegenzug würdigte die EU die „konstruktive und visionäre“ Rolle Marokkos, insbesondere durch die Initiative für die afrikanischen Atlantikstaaten und den Vorsitz Seiner Majestät des Königs im Al-Quds-Ausschuss, und bekräftigte ihren Willen, in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Politik „viel mehr gemeinsam zu tun“.
Die konkreten Säulen des neuen Fahrplans
Um dieses Ziel zu erreichen, wurden operative Schwerpunkte festgelegt. Marokko betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung in die europäischen Entscheidungsprozesse, die es direkt betreffen, nach dem Vorbild der Beitrittsländer, um Vertrauen aufzubauen.
Darüber hinaus wurde die gemeinsam mit Spanien und Portugal ausgerichtete Fußball-Weltmeisterschaft 2030 als einzigartiger operativer Beschleuniger für die Modernisierung der Infrastruktur, die Stärkung der Sicherheit und die Förderung eines integrativen Tourismus identifiziert, wodurch der greifbare Mehrwert der Partnerschaft deutlich wird.
Eine neu ausbalancierte Partnerschaft für das nächste Jahrzehnt
Diese Sitzung bot Gelegenheit, die positive Bilanz einer mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Partnerschaft zu bekräftigen, in der Marokko der wichtigste Handelspartner südlich des Mittelmeers ist.
Durch die Beseitigung der anhaltenden Unklarheiten in Bezug auf die marokkanische Sahara durch einen europäischen Konsens haben die EU und Marokko einen wichtigen Streitpunkt entschärft. Damit ebnen sie den Weg für die unbeschwerte Ausarbeitung einer „vertieften strategischen Partnerschaft“ für das nächste Jahrzehnt, die auf gegenseitiger Anerkennung und geteilter Verantwortung basiert.
Diese historische Neugewichtung legt den Grundstein für eine reifere, strategischere und widerstandsfähigere Beziehung, die Stabilität und Wohlstand im euro-mediterranen und afrikanischen Raum verankern soll.
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- Afrika (Wikipedia)
Afrika ist einer der Kontinente der Erde. Seine Fläche von 30,2 Millionen km² entspricht etwa 20 % der gesamten Landfläche des Planeten, er hat eine Bevölkerung von etwa 1,4 Milliarden Menschen (2022). Damit ist er sowohl nach Ausdehnung als auch nach Bevölkerung der zweitgrößte Erdteil nach Asien. Nahezu alle afrikanischen Staaten sind Mitglied der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Der Kontinent ist überwiegend ländlich und durch hohe Geburtsraten geprägt, welche durch die Modernisierung sinken. Durch die seit etwa 1950 stark steigende Urbanisierung wohnen immer mehr Afrikaner in städtischen Gebieten. Einige afrikanische Städte gehören zu den weltgrößten Ballungsräumen, darunter Kairo, Lagos, Kinshasa, Johannesburg, Luanda und Alexandria. Entsprechend der „Out-of-Africa-Theorie“ gilt Afrika als die „Wiege der Menschheit“, wo im Zuge der Hominisation die Entwicklung zum anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) stattfand. Eine der frühesten Hochkulturen der Menschheit bildete sich im Alten Ägypten. Über die Jahrtausende entstanden auf dem Kontinent verschiedene „Großreiche“ wie das Kaiserreich Abessinien. Der Sklavenhandel mit den afrikanischen Reichen seit dem 16. Jahrhundert und die spätere Kolonisation durch europäische Staaten („Wettlauf um Afrika“) führten zu einer teils Reißbrett-artigen Gebietsaufteilung. Diese wurde im Zuge der Dekolonisation ab der Mitte des 20. Jahrhunderts von vielen neu gebildeten afrikanischen Staaten übernommen. Die heterogenen Völker Afrikas hatten traditionell andere Siedlungsgebiete, was zu verschiedenen Konflikten und Kriegen um Territorial-, Rohstoff- und Machtansprüche beiträgt. Während die meisten Länder Afrikas lange autokratisch regiert wurden, setzten sich ab dem späten 20. Jahrhundert häufiger demokratische Bewegungen durch, wobei die Region Afrika seit Beginn der Demokratiemessungen am schlechtesten abschnitt. Armut, Hungersnöte, Kindersterblichkeit und Gesundheitsprobleme konnten durch Bildung, wirtschaftliche, medizinische und infrastrukturelle Fortschritte in den letzten Jahrzehnten erheblich verringert werden. Die Bedeutung der Staaten Afrikas in der Weltwirtschaft ist nach BIP bis auf einige … - Arabische Welt (Wikipedia)
Der Begriff arabische Welt (arabisch العالم العربي, DMG al-ʿālam al-ʿarabī) bezeichnet eine Region in Nordafrika und in Vorderasien. Staaten mit einer mehrheitlich arabischen Kultur gelten als Teil der arabischen Welt. Der Begriff ist trotz seiner vielfachen Verwendung nicht exakt definiert (deshalb meistens Kleinschreibung bei arabische). Es lassen sich zwei Kriterien anwenden, um die Zugehörigkeit zur arabischen Welt zu definieren: einerseits die Dominanz der arabischen Sprache (sprachliches Kriterium), und andererseits die Mitgliedschaft in der Arabischen Liga (politisches Kriterium). Die ursprünglichen Araber sind die Ureinwohner der arabischen Halbinsel bzw. Arabiens, während die Araber aus anderen Teilen der arabischen Welt, wie die aus der Levante oder aus Nordafrika, hauptsächlich Völker sind, die nach der islamischen Expansion sprachlich und teilweise genetisch arabisiert wurden, daher gelten sie heute als Araber. Seit der islamischen Expansion hat es innerhalb der arabischen Welt viel genetische und kulturelle Durchmischung gegeben, weshalb heute Araber aus allen arabischen Ländern oft ähnliche physische und kulturelle Merkmale aufweisen. Da Somalia, die Komoren und Dschibuti in der Arabischen Liga sind und Arabisch als eine ihrer Amtssprachen haben, könnten sie als arabische Länder betrachtet werden. Da jedoch die Muttersprache der überwiegenden Mehrheit der Einwohner weder Arabisch ist noch die Menschen dieser Länder sich normalerweise als Araber identifizieren, ist die arabische Identität dieser Länder umstritten. - Kaja Kallas (Wikipedia)
Kaja Kallas (* 18. Juni 1977 in Tallinn, Estnische SSR) ist eine estnische Politikerin. Von 2021 bis 2024 war sie Premierministerin von Estland. Sie gehört der liberalen Estnischen Reformpartei (Eesti Reformierakond) an, deren Vorsitzende sie von 2018 bis 2024 war. Von 2014 bis 2018 war sie Mitglied des Europäischen Parlaments in der ALDE-Fraktion. Sie ist seit Dezember 2024 EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin in der Kommission von der Leyen II. - Nasser Bourita (Wikipedia)
Nasser Bourita (arabisch ناصر بوريطة, DMG Nāṣir Būrīṭa; * 27. Mai 1969 in Taounate) ist seit 15. April 2017 Außenminister des Königreichs Marokko und war bzw. ist Teil der Regierungen von Saadeddine Othmani (2017–2021) und Aziz Akhannouch (seit 2021). - Strategische Allianz (Wikipedia)
Unternehmensverbindung (oder Unternehmenszusammenschluss) bezeichnet die vertraglich vereinbarte enge Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen (Kooperation) bzw. die wirtschaftliche und rechtliche Vereinigung verschiedener Unternehmen zu einer größeren Wirtschaftseinheit (Konzentration, siehe Unternehmenskonzentration). Dabei ist es nicht zwingend, dass die Selbständigkeit der einzelnen Unternehmen im Bereich wirtschaftlicher Entscheidungen aufgehoben wird. Unternehmensverbindungen werden aus unterschiedlichen Überlegungen durchgeführt, aber letztlich ist die Absicht ursächlich, mehr Marktmacht etwa durch größere Marktanteile zu erlangen.