Neuer historischer Roman „Aneta und Borwin – Slawen und Deutsche an der Warnow“ (1233-1242) verbindet Rostock & Mecklenburg-Vorpommern mit aktuellen Fragen nach Identität, Integration und Zusammenhalt
Mit ihrem neuen historischen Roman „Aneta und Borwin – Slawen und Deutsche an der Warnow“ richtet die Autorin Gerda Strehlow den Blick auf eine Schlüsselphase der Rostocker Stadtgeschichte: das zweite Viertel des 13. Jahrhunderts (1233-1242). Vor der Kulisse der Warnowregion und der entstehenden Handelsstadt Rostock – mit Schauplätzen entlang der südlichen Ostsee von Hamburg bis Gotland sowie bis Narva – entfaltet sich ein Abenteuer- und Gesellschaftsepos, das tief in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns verwurzelt ist und zugleich weit über die Region hinausweist.
Im Zentrum steht eine Epoche, die in der Literatur selten so konsequent aus der Perspektive der slawischen Urbevölkerung (Obodriten/Wenden) erzählt wird. Jahre nach der Niederlage gegen Heinrich den Löwen verstärken sich Zuzug und Machtverschiebung: Bauern, Handwerker und Kaufleute – vor allem die Nemzi (Deutschen) – prägen die neue Ordnung. Daraus entstehen Konflikte, Abhängigkeiten und ein tiefgreifender gesellschaftlicher Umbruch. Strehlow interessiert dabei besonders die oft übersehene Seite der „Verlierer“ – und damit jene Erfahrung, die bis heute nachwirkt: Heimatverlust im eigenen Land und die mühsame Suche nach einem Platz in einem fremdbestimmten System.
Dass der Roman damit hochaktuelle Debatten berührt, zeigt sich exemplarisch an der Figur Lennek von Rybowe: Auf seiner Wanderschaft legt er seinen slawischen Namen ab, um im deutschen Zunftwesen bestehen zu können. Anerkennung und Aufstieg erhält er erst, als er als „Lenhart von Fischhof“ auftritt. Diese „namenlose Assimilation“ und der berufliche Überlebenskampf in neuen Strukturen machen „Aneta und Borwin“ zu mehr als einer historischen Erzählung: zu einer Parabel über Identität, Anpassung und Selbstbestimmung.
Zwei Protagonisten, ein dritter Weg
Im Mittelpunkt stehen Aneta, eine slawische Heilerin, die mit Naturwissen, Empathie und Mut zwischen den Lagern vermittelt, und ihr Geliebter Fürst Heinrich Borwin III., der zwischen slawischem Erbe und der dynamischen, deutsch geprägten Stadtentwicklung steht. Beide suchen nach einem gemeinsamen Fundament – einem dritten Weg, der nicht auf Sieg oder Unterwerfung basiert, sondern auf Verständigung und Zukunft.
Strehlow verwebt dabei fiktive Figuren und historisch belegte Persönlichkeiten – darunter Borwin III. und der deutsche Bischof Brunward – zu einem vielschichtigen Panorama. Der Roman zeigt keine schwarz-weißen Heldenbilder, sondern die Grauzonen einer Zeit, in der slawische Ritter und deutsche Kaufleute ebenso kooperieren konnten, wie politische Intrigen, Entführungen und Machtspiele das Zusammenleben vergifteten. Detailreiche Szenen aus Alltagsleben, Festen, Heilkunst, Kirchenbau und dem Druck von Stadtrechten und Zünften machen Geschichte sinnlich erfahrbar.
Regionale Geschichte mit europäischer Dimension
Die Gründung und Formierung Rostocks erscheint als Blaupause für viele europäische Handelszentren: ein Prozess, in dem wirtschaftlicher Aufbruch, Migration und kulturelle Aushandlung untrennbar verbunden sind. „Aneta und Borwin“ erzählt damit „Globalisierung im Kleinen“ – und erinnert daran, dass Fortschritt oft mit Anpassung, Verlust und Neuverhandlung von Identität einhergeht.
Über die Autorin
Gerda Strehlow studierte Germanistik und Slawistik an der Universität Rostock und arbeitete langjährig in der Kulturwissenschaft und regionalen Volkskultur Mecklenburg-Vorpommerns, unter anderem als Leiterin des Volkskulturinstituts Mecklenburg und Vorpommern. Als Kulturmanagerin, Herausgeberin und Lektorin regionaler Sach- und Fachbücher verfügt sie über fundierte Kenntnisse der Landesgeschichte. „Aneta und Borwin“ ist die Fortsetzung ihres 2020 erschienenen Romans „Mila und Johann“ (vergriffen; eine zweite Auflage ist in Vorbereitung).Zurzeit arbeitet sie an einem neuen Epos, dessen Handlung im 12. Jahrhundert angesiedelt ist und detailliert wie anschaulich vom Leben der Obodriten in dem für sie schicksalhaften Jahrhundert berichtet.
Buchdetails:
– Titel: „Aneta und Borwin – Slawen und Deutsche an der Warnow“
– Autorin: Gerda Strehlow
– Verlag: BoD – Books on Demand
– Seitenanzahl: 464
– ISBN: 978-3695195213
– Preis Taschenbuch: 19,90 EUR
– Preis Kindle: 7,99 EUR
– Verfügbarkeit: Ab sofort erhältlich bei u.a. Amazon, Thalia, Hugendubel und überall im Buchhandel
Leseprobe und Bilder-Download – zur Buch-Webseite: https://jetzt-pr.de/roman_gerda_strehlow_aneta_und_borwin_slawen_und_deutsche_an_der_warnow
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Kontakt
Gerda Strehlow
Gerda Strehlow
Heiligenhäger Str. 22
18239 Satow
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https://gerdas-zeitspruenge.de
- Literatur (Wikipedia)
Als Literatur bezeichnet man seit dem 19. Jahrhundert den Bereich aller mündlich (etwa durch Versformen und Rhythmus) oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Man spricht in diesem „weiten“ Begriffsverständnis im Hinblick auf die hier gegebene schriftliche Fixierung etwa von „Fachliteratur“ oder, im Bereich der Musik, von „Notenliteratur“ (etwa Partituren) bzw. ganz allgemein von „Literatur“ im Sinne der Gesamtheit oder von Teilen schriftlich notierter Musik. Die öffentliche Literaturdiskussion und -analyse ist demgegenüber seit dem 19. Jahrhundert auf Werke ausgerichtet, denen besondere Bedeutung als Kunst zugesprochen werden kann, und die man im selben Moment von Trivialliteratur und ähnlichen Werken ohne vergleichbare „literarische“, sprich künstlerische Qualität, abgrenzt. Die Literatur zählt zu den Gattungen der Kunst. Das Wort Literatur wurde bis in das 19. Jahrhundert hinein regulär für die Wissenschaften verwendet. Mit Literatur sind üblicherweise veröffentlichte Schriften gemeint. Die Gesamtheit der veröffentlichten Schriften eines Fachgebietes bzw. zu einer bestimmten Thematik oder Zielsetzung bildet ein „Schrifttum“. Nur eingeschränkt und nicht über den Buchhandel zugängliche Publikationen werden als graue Literatur zusammengefasst. - Roman (Wikipedia)
Der Roman ist eine literarische Gattung, und zwar die Langform der schriftlichen Erzählung. Das Wort Roman ist ein Lehnwort aus dem Französischen und bedeutet „Erzählung in Versen oder Prosa“. Es löste im 17. Jahrhundert das Wort Historie ab, das bis dahin die unter diese Gattung fallenden Werke bezeichnet hatte. Auch verstand man ab dem 17. Jahrhundert nur noch in Prosa abgefasste Schriften als „Roman“. Der Plural „Romane“ wurde erst im 18. Jahrhundert gebräuchlich. - Rostock (Wikipedia)
Rostock [ˈʁɔstɔk] ist eine norddeutsche Großstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie befindet sich im Landesteil Mecklenburg und liegt direkt an der Ostsee. Rostock hat den Status einer kreisfreien Stadt. Mit 205.307 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt und einzige Großstadt Mecklenburg-Vorpommerns und eines der vier Oberzentren des Bundeslandes. In der Hauptsatzung ist der Namenszusatz Hanse- und Universitätsstadt festgelegt. Das Stadtgebiet erstreckt sich rund 16 Kilometer auf beiden Seiten der Warnow bis zu deren Mündung in die Ostsee im Ortsteil Warnemünde. Die Innenstadt liegt auf dem linken Ufer des Flusses. Geprägt wird Rostock durch seine Lage am Meer, seinen Hafen sowie die Universität Rostock, die 1419 gegründet wurde und zu den ältesten Hochschulen Deutschlands zählt. Der für den Fährverkehr und Güterumschlag bedeutende Rostocker Hafen, der wichtigste deutsche Ostseehafen, sowie der größte deutsche Kreuzfahrthafen in Warnemünde liegen im Stadtgebiet. Rostock ist zudem Hauptsitz des deutschen Marinekommandos. Die 1991 begründete Hanse Sail hat sich zu einer der großen maritimen Veranstaltungen im Ostseeraum entwickelt. Rostock wurde am 24. Juni 1218 das Lübische Stadtrecht bestätigt. Seit 1283 Mitglied der Hanse, blühte die Stadt in den folgenden Jahrhunderten durch den Freihandel auf. Aus jener Zeit sind eine Reihe von Bauten der Backsteingotik erhalten. Viele weitere Baudenkmäler in Rostock zeugen von der überregionalen Bedeutung der Stadt in Spätmittelalter und früher Neuzeit. Durch den Niedergang der Hanse, den Dreißigjährigen Krieg und den Stadtbrand von 1677 wurde Rostock jedoch zurückgeworfen, und die Einwohnerzahl verringerte sich auf ein Drittel, wovon sich die Stadt erst seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert vollständig erholen konnte. Die Stadt gehörte bis 1918 zum Großherzogtum und dann zum Freistaat Mecklenburg-Schwerin. Rostock war als größte Stadt Mecklenburgs stets der wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes. Neben der Haupt- und Residenzstadt Schwerin war Rostock mit seiner Universität auch ein Zentrum von Kultur und Wissenschaft in Mecklenburg. Jahrhundertelang dominierte die maritime Wirtschaft die Stadt. Mit der … - Slawen (Wikipedia)
Die Slawen sind die nach Bevölkerungszahl größte Gruppe von Ethnien in Europa. Sie bewohnen seit dem 6. Jahrhundert vor allem das östliche Mitteleuropa, Osteuropa und Südosteuropa. Die slawischen Sprachen zählen zur indoeuropäischen Sprachfamilie. - Warnow (Wikipedia)
Warnow steht für: Warnow (Fluss), Fluss in Mecklenburg-Vorpommern Orte: Warnow (bei Bützow), Gemeinde im Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern Warnow (bei Grevesmühlen), Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern Groß Warnow (bis 1937 Deutsch Warnow), Ortsteil der Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz, Brandenburg Klein Warnow (bis 1937 Wendisch-Warnow), Ortsteil der Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz, Brandenburg Warnow, ehemaliger Name der Gemeinde Fahren im Kreis Plön, Schleswig-Holstein Schiffe: Warnow CS 1400, Containerschiffstyp der Warnowwerft Warnow CV 2500, Containerschiffstyp der Warnowwerft Warnow CV 2600, Containerschiffstyp der Warnowwerft Warnow-Klasse, Schlepper der Volksmarine Warnow, Boot der Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern, siehe Fassmer FPB 25 Warnow ist der Familienname folgender Personen: Emmy von Winterfeld-Warnow (1861–1937), deutsche Novellistin Tandy Warnow (* 1955), US-amerikanische Informatikerin und Hochschullehrerin Siehe auch: Warnau Varno