ARAG Experte Tobias Klingelhöfer beantwortet Fragen rund um Pilze
Stimmt es, dass man so viele Pilze sammeln darf, wie man will?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt nicht. Im Gegenteil. Viele der beliebten Speisepilze zählen laut Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) zu den besonders geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, diese Arten „aus der Natur zu entnehmen“ und sie „in Besitz zu nehmen“. Allerdings macht die BArtSchV eine Ausnahme, nach der Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze, Rotkappen, Morcheln, Schweinsohr und Brätling in geringer Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen. Welche Mengen erlaubt sind, legen die zuständigen Behörden fest. In der Regel sind aber Mengen bis zu zwei Kilogramm pro Pilzsucher und Tag zulässig. Wer sich nicht an Menge oder Sammel-Gebiet hält, riskiert mancherorts ein saftiges Bußgeld. Wer nicht für die eigene Mahlzeit, sondern gewerblich sammelt, kann sich sogar eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren einhandeln.
Stimmt es, dass man überall Pilze sammeln darf?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt nicht. Das Sammeln in Naturschutzgebieten oder in Nationalparks ist tabu. Auch auf einem Privatgelände, auf eingezäunten und gesperrten Flächen, in Forstkulturen, Forstdickungen und Holzeinschlagsflächen darf nicht gesammelt werden.
Stimmt es, dass fast jeder essbare Pilz einen giftigen Doppelgänger hat?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt. Und der ist nur mit Erfahrung zu erkennen. Daher rate ich Laien, mindestens eine Lehrwanderung oder ein Pilz-Seminar mit einem Experten zu absolvieren, bevor es auf eigene Faust losgeht. Wenn es dann auf erste selbstständige Sammeltouren geht, können Bestimmungsbücher hilfreich sein. Natürlich gibt es auch hier digitale Berater in Form von Apps. Die sollten allerdings nur erfahrene Pilzsammler nutzen, da die Vielfalt an Pilzarten verwirrend groß und das Sammeln damit sogar gefährlich werden könnte.
Stimmt es, dass es in der Pilzsaison Beratungsstellen gibt, die gesammelte Pilze begutachten?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt. In vielen Landkreisen und Städten wird in der Pilzsaison eine Beratung angeboten. Dort können sich Pilzsammler, die sich unsicher bei der Bestimmung ihrer gesammelten Schätze sind, von Experten beraten lassen. Der Service ist fast immer kostenlos. Bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie findet man übrigens zahlreiche Pilzsachverständige, die auch helfen können.
Stimmt es, dass es in Deutschland keine Pilze gibt, die schon durch Berührung giftig sind?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt. Gefährlich ist nur der Verzehr der giftigen Artgenossen. Da reicht allerdings bei manchen Arten schon eine kleine Menge. Toxisch wird es in der Regel bei Verzehr von mehr als einem Quadratzentimeter Pilz. Erste Anzeichen einer Vergiftung können z. B. Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein. Andere Arten können auch Hautausschläge verursachen. Diese Symptome treten meist einige Stunden nach Verzehr auf. Wenn sie anhalten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn eine Pilzvergiftung kann lebensgefährlich sein. Übrigens: Auch die meisten essbaren Waldpilze sind giftig, wenn sie roh oder nicht genügend gedünstet oder gebraten sind; dabei sollten ca. 15 Minuten genügen.
Stimmt es, dass man mit einer Pilzvergiftung sogar ins Krankenhaus muss?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt. Besteht Verdacht auf eine Pilzvergiftung, sollte man sofort ins Krankenhaus fahren und nach Möglichkeit ein Exemplar des Giftpilzes mitnehmen. Im schlimmsten Fall kann eine Pilzvergiftung zum Organversagen führen. Zudem ist es ratsam, die zuständige Giftnotrufzentrale zu kontaktieren.
Stimmt es, dass Pilze sofort gegessen werden sollten?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt. Verzehrt werden sollte die Ernte am besten am selben Tag des Sammelns, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden danach. Damit die Beute den Transport heil und ohne Quetschungen übersteht, sollte der Sammelbehälter möglichst groß und luftdurchlässig sein und die Pilze neben- statt übereinander gelegt werden. Müssen Pilze zu Hause kurz gelagert werden, sind sie am besten im Kühlschrank bei etwa vier Grad aufgehoben.
Stimmt es, dass man „Magic Mushrooms“ für den Eigenbedarf anbauen darf?
Tobias Klingelhöfer: Das stimmt nicht. „Magic Mushrooms“ sind Pilze, die den halluzinogenen Wirkstoff Psilocybin enthalten. Daher sind Anbau, Besitz, Erwerb, Einfuhr oder Verkauf solcher Pilze strafbar. Bei geringen Mengen drohen Geld- oder Freiheitsstrafen, bei größeren Mengen sogar bis zu 15 Jahre Haft. Auch der Online-Handel wird strafrechtlich verfolgt.
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Birkenpilz (Wikipedia)
Der Gemeine Birkenpilz, Birkenröhrling oder Birken-Röhrling, Kapuziner oder Geißpilz (Leccinum scabrum, syn. Boletus scaber oder Krombholzia scabra) ist eine Pilzart aus der Familie der Dickröhrlingsverwandten. - Brätling (Wikipedia)
Der Brätling, Milchbrätling, Brot- oder auch Birnen-Milchling (Lactifluus volemus) ist eine Pilzart aus der Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae). Anders als der mehr oder weniger scharf schmeckende Milchsaft der meisten Milchlinge ist der des Brätlings mild, mit leicht bitterem Nachgeschmack. An den Fingern färbt sich die bei Verletzung sehr reichlich austretende weiße Milch schnell braun. Typisch für den Pilz ist der im weiten Umkreis wahrnehmbare „fischige“ Duft, der je nach Gegend als herings-, hummer- oder topinamburähnlich beschrieben wird. Das Epitheton volemus leitet sich von einer gleichfarbigen rotbraunen Birnensorte ab: Volemum pirum. Nach neueren Erkenntnissen handelt es sich beim Brätling um eine Sammelart. - Bundesnaturschutzgesetz (Wikipedia)
Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bildet innerhalb der Bundesrepublik Deutschland die rechtliche Basis für die Schutzgüter Natur und Landschaft und die Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege. Es ist in seiner ursprünglichen Fassung im Dezember 1976 in Kraft getreten und hat das bis dahin geltende Reichsnaturschutzgesetz von 1935 abgelöst. Nach der deutschen Wiedervereinigung hat es in den neuen Ländern das Landeskulturgesetz (1970) der DDR ersetzt. Neben dem Bundesnaturschutzgesetz hat jedes Land sein Landesnaturschutzgesetz. - doppelgänger (Wikipedia)
Ein Doppelgänger (älter auch Doppeltgänger) ist eine Person, die einer bestimmten anderen Person im Aussehen so stark ähnelt, dass es zu Verwechslungen ihrer Identität kommen kann. Es kann sich dabei um eine reale Person handeln oder auch um eine „Erscheinung der eignen Person“ im Sinne einer übersinnlichen Vision. Eine Autoskopie (Doppelgängererlebnis) als Halluzination kann ein Symptom einer psychischen Erkrankung sein. - experte (Wikipedia)
Ein Experte (auch Fachexperte oder Sachkundiger oder Spezialist) ist eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt. Neben dem theoretischen Wissen kann dessen kompetente Anwendung, also praktisches Handlungswissen, für einen Experten kennzeichnend sein. Experten sind auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens imstande, „Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen“. Schlüsselbegriffe der Fachkompetenz sind danach Zielorientierung, Sachgerechtheit (Gegenstandsbezogenheit), Methodenkompetenz, Selbständigkeit und die Fähigkeit zu situationsgerechter Anwendung und Ergebnisbeurteilung. - giftig (Wikipedia)
Giftig steht für: eine Stoffeigenschaft in Abhängigkeit von der Dosis, siehe Gift eine deutsche Band, siehe Giftig (Band) Siehe auch: - Klingelhöfer (Wikipedia)
Klingelhöfer ist der Familienname folgender Personen: Erich Klingelhöfer (1919–1985), deutscher Historiker Ernst Klingelhöfer (* 1929), hessischer Landrat Friedrich Christian Klingelhöfer (1784–1838), evangelischer Pfarrer, Teilnehmer der Farrapen-Revolution in Südbrasilien Fritz Klingelhöfer (1832–1903), deutscher Landschaftsmaler Göstar Klingelhöfer (1956–2019), deutscher Physiker Gustav Klingelhöfer (1888–1961), Politiker (SPD), MdB, Senator in Berlin Heinrich Klingelhöfer (1860–1933), deutscher Mühlenbesitzer, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags Katharina Klingelhöfer (1889–1977), Politikerin (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Konrad Ludwig Klingelhöfer (1841–1895), deutscher Landwirt, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags Ludwig Otto August Klingelhöfer (* 1788; † ?), kurhessischer Verwaltungsbeamter, Landrat Paul Klingelhöfer (1887–1951), Ministerialrat, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Renate Klingelhöfer (* 1933), deutsche Kommunalpolitikerin Waldemar Klingelhöfer (1900–1977), SS-Offizier Siehe auch: Klingelhöffer - Magic (Wikipedia)
Magic (englisch „Zauberei“) steht für: MagiC, ein Betriebssystem Magic: The Gathering, ein Sammelkartenspiel HTC Magic, ein Smartphone der HTC Corporation Magic – Eine unheimliche Liebesgeschichte, US-amerikanischer Spielfilm (1978) Magic (Fahrgeschäft), ein Fahrgeschäft des Herstellers Huss Park Attractions Magic (Kryptologie), entzifferte PURPLE-Nachrichten Orlando Magic, ein Basketball-Team der NBA Szenename für die psychoaktive Substanz Mephedron Color Magic, norwegisches Fährschiff Disney Magic, ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Disney Cruise Line R.550 Magic, eine französische Luft-Luft-Rakete Musik: Magic (Band), kanadische Reggae-Popband Magic (Lied), ein Lied von Olivia Newton-John Magic (Bruce-Springsteen-Album), Studioalbum von Bruce Springsteen (2007) Magic (Coldplay-Lied), Lied der britischen Alternative-Rock-Band Coldplay Magic (B.o.B.-Lied), Lied des US-amerikanischen Rappers B.o.B. Orte in den Vereinigten Staaten: Magic (Idaho) Magic City, Idaho Magic Resort, Idaho Magic Springs, Arkansas Magic ist der Beiname folgender Personen: Magic Johnson (* 1959; eigentlich Earvin Johnson Jr.), US-amerikanischer Basketballspieler Magic Sam (1937–1969; eigentlich Sam Maghett), US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger MAGIC steht als Akronym für: MAGIC Motor, ein Verbrennungsmotor-Projekt MAGIC-Syndrom, eine Autoimmunkrankheit MAGIC-Teleskope auf La Palma Siehe auch: Magic Roundabout Magick Magyk - Morcheln (Wikipedia)
Die Morcheln (Morchella) sind eine Gattung der Schlauchpilze. - Mushroom (Wikipedia)
Mushroom bezeichnet: Psilocybinhaltige Pilze Mushroom (Band), Musikerkollektiv aus San Francisco Mushroom Island, Insel vor der Fallières-Küste des Grahamlands, Antarktika Siehe auch: Mushroom Jazz - Naturschutzgebiet (Wikipedia)
Naturschutzgebiet steht für: allgemein Areale zum Schutz von Natur oder Landschaft, siehe Schutzgebiete im Natur- und Landschaftsschutz – dort auch Fremdsprachliches National: Naturschutzgebiet (Deutschland), Schutzkategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz Naturschutzgebiet (Österreich), Schutzkategorien des Landesrechts Naturschutzgebiet (Schweiz), Schutzkategorie nach Bundesrecht, siehe Schutzgebiete im Natur- und Landschaftsschutz#Schweiz Naturschutzgebitt / Réserve naturelle, Schutzkategorie in Luxemburg, siehe Liste der Naturschutzgebiete in Luxemburg Siehe auch: Naturreservat - Pfifferling (Wikipedia)
Der Echte Pfifferling, Eierschwamm oder Rehling (Cantharellus cibarius), auch Eierschwämmchen, in Österreich und Bayern Eierschwammerl und Reherl, in Franken Gelberle, in Sachsen Gelchen, in der Schweiz auch Eierschwämmli genannt, ist ein als Marktpilz gehandelter Speisepilz aus der Familie der Stoppelpilzverwandten (Hydnaceae). - Pilz (Wikipedia)
Die Pilze (Fungi) sind ein Reich eukaryotischer Lebewesen. Sie sind wie die Pflanzen (Plantae), zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese betreiben. Daher müssen sie sich wie Tiere (Animalia) durch die Aufnahme organischer Substanzen ernähren (Heterotrophie), die sie jedoch in gelöster Form aus der Umgebung aufnehmen. Nach heutiger Kenntnis sind die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt. Zu ihnen gehören vor allem Vielzeller wie die Ständerpilze, aber auch Einzeller wie die Backhefe sowie coenocytische Formen mit vielen Zellkernen, aber ohne zellige Untergliederung. Die Wissenschaft, die sich mit Pilzen beschäftigt, nennt man Mykologie. Rund 120.000 Pilzenarten sind Stand 2017 bekannt bzw. wissenschaftlich anerkannt. Die Forschung geht von 1,5 Millionen bis 3,8 Millionen existierenden Pilzarten aus. - Rotkappe (Wikipedia)
Rotkappen werden einige Pilzarten aus der Gattung Leccinum mit ± roten Hutfarben genannt: Laubwald- oder Eichen-Rotkappe (L. aurantiacum) Weißstielige oder Espen-Rotkappe (L. leucopodium) Fichten-Rotkappe (L. piceinum) Birken- oder Schwarzschuppige Rotkappe (L. versipelle) Kiefern- oder Nadelwald-Rotkappe (L. vulpinum) Außerdem die: Falsche Rotkappe (Aureoboletus projectellus) Siehe auch: Rotkäppchen (Begriffsklärung) - Schweinsohr (Wikipedia)
Schweinsohr oder Schweineohr steht für: Schweineohr (Lebensmittel), Teil des Schweinskopfes, der als Delikatesse oder Hundespielzeug verwendet wird Schweinsohr (Pilz) (Gomphus clavatus), Pilz aus der Ordnung der Rutenpilze Schweinsohr (Gebäck), süßes Kleingebäck aus Blätterteig Schweineohr, eine Form des Umlenkpunktes für das Sichern von Kletterern, siehe Sauschwanz Drachenwurz, Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse Gebäck und Körperteil werden im Handel auch im Diminutiv als Schweinsöhrchen oder Schweineöhrchen bezeichnet. - Steinpilz (Wikipedia)
Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis), auch Fichten-Steinpilz, Herrenpilz, Edelpilz oder in Ostbayern und Böhmen Dobernickel genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Dickröhrlingsverwandten und Typusspezies der Gattung Dickröhrlinge. Die Fruchtkörper haben meist einen bräunlichen Hut, weiße bis olivgelbliche Poren, eine helle Netzzeichnung am Stiel und weißes, nur sehr selten auf Druck oder bei Verletzung blauendes Fleisch. Der Pilz bildet mit zahlreichen Laub- und Nadelbäumen eine Mykorrhiza, häufig lebt er mit Fichten in Symbiose. Er ist auf weiten Teilen der Nordhalbkugel verbreitet und wurde durch den Menschen auch in einigen Ländern der Südhalbkugel eingeführt. Der Gemeine Steinpilz hat eine große Bedeutung als Speisepilz und wird kommerziell gehandelt.